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Webcafé — Folge 28

Vom Mitmachen zum Mitgestalten

Felix und Kay sprechen über einen Karriereweg, den viele aus der Tech-Welt kennen: Erst bekommt man Aufgaben – später sucht man sich selbst die Herausforderungen. Was braucht es, um Verantwortung zu übernehmen?

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Folge 28 Vom Mitmachen zum Mitgestalten 42 min · 10 Kapitel
0:00 41:41

Am Mikrofon

01 — Worum geht es

Worum geht es?

Felix und Kay sprechen über einen Karriereweg, den viele aus der Tech-Welt kennen: Erst bekommt man Aufgaben – später sucht man sich selbst die Herausforderungen. Was braucht es, um Verantwortung zu übernehmen? Wie entwickelt sich das eigene Selbstverständnis als Entwickler*in – fachlich, menschlich und im Team?
Auch bei der Geenen IT-Systeme GmbH möchten wir genau diesen Weg fördern: Mitarbeitende sollen nicht nur mitarbeiten, sondern mitgestalten – und dabei ihre ganz eigene Rolle finden.

02 — Transkript

Das Gespräch, Wort für Wort

Kapitel

7.975 Wörter in 10 Abschnitten. Jede Zeitmarke springt an die passende Stelle im Audio. Automatisch transkribiert und maschinell nachkorrigiert — im Zweifel gilt das Gesprochene.

Intro 0:00–3:58

  1. 0:00

    Hallo und guten Morgen an alle da draußen und bei herrlichstem Frühlingswetter auch an dich, lieber Kay.

  2. 0:10

    Hallo Felix, schöne Grüße. Schön, dass wir es schaffen, heute auch wieder zu podcasten. Und ich will gar nicht lange drum rumquatschen, sondern wir steigen direkt ein. Was für einen Tee hast du mitgebracht? Ja, so gut, dass du fragst. Hier steht nämlich schon seit Ewigkeiten ein Kaffee herum, heute mal ausnahmsweise, von meiner Freundin gebraut.

  3. 0:31

    Und wir hatten in der Vorbereitung etwas technische Probleme und deswegen steht jetzt hier schon die ganze Zeit herum und lächelt mich so an. Es ist ein Cappuccino natürlich. Ich habe die Rüsterei vergessen, aber bestimmt total fancy. Und die Latteart ist ein Ameisenbär-Raupentier. Und jetzt habe ich endlich Ausrede, da mal raus zu trinken. Moment. Das geht gut runter. Das hört sich gut an, Kay. Ich habe mir letztens das erste Mal selbst einen Kaffee alleine zu Hause gemacht. Und jetzt habe ich schon Angst, dass ich dem verfalle. Oh, jetzt bist du auch getroffen. Aber du hast doch gar keine Siebträger zu Hause, oder?

  4. 1:09

    Wie hast du das gemacht? Ne, ich habe nur so eine schäbige Nespresso, kann man eigentlich sagen. Mit so einem automatischen Milchaufschäumer. Lecker war er trotzdem, aber ich brauchte einfach irgendwie einen Boost. Und dann habe ich gesagt, komm, jetzt muss ein Kaffee her. Aber sonst trinke ich ja immer nur einen Kaffee die Woche, nämlich genau den im Büro. Und ja, ich will nicht so abhängig davon sein, nur wach zu werden, wenn ich Kaffee trinke. Aber manchmal ist es dann doch schon auch ein Genuss. Also jetzt nicht gerade aus einem Espresso, aber wobei der okay ist, also alles in Ordnung. Aber ja, ansonsten trinke ich ja gerne dann tagsüber einen leckeren Tee, den ich übrigens auch mitgebracht habe, um da direkt mal dran zu bleiben.

  5. 1:46

    Ich habe einen Tee wiederbelebt, den ich lange Zeit, ja, der lange Zeit sicherlich auch einer meiner Lieblingstees war. Und zwar ist das der Gina Amaretta von, wie ist das hier, Werbung? Also ich kriege jedenfalls nichts dafür, ist jedenfalls von Tee Geschwendner. Und das war, wie gesagt, auch früher einer meiner Highlight-Tees, die ich ganz oft da hatte und die ich auch mehrfach nachgekauft habe. Und der hat so leichten Marzipangeschmack, also wirklich ein ganz toller Tee, kann ich absolut empfehlen. Jetzt merkst du schon, ich baue das klimaktisch ein bisschen auf, weil ich nämlich heute mir die Zutaten angeguckt habe, extra für diesen Podcast.

  6. 2:19

    Oh, Schreck. Und da sind nämlich so kleine Stückchen drin, die sehen aus wie Karamell oder Marzipan oder was auch immer es dann ist.

  7. 2:27

    Dann muss ich feststellen, es ist gepuffter Amaranth. Dann dachte ich, okay, was geht denn da ab? Hört sich ja gut an. Aber letztlich ist Amaranth, ja, also es ist kein richtiges Getreide, ist aber so ähnlich, so ein bisschen wie Hirse, muss man sich das vorstellen. Und das ist eben gepufft. Und ich glaube tatsächlich, ohne dass ich da jetzt irgendeine Evidenz für habe, das ist wirklich absolut nur für die Optik da drin. Und soll halt diesen Eindruck vermitteln, dass da so Aromastückchen drin sind. Ist aber gar nicht. Ich tue es mir auf jeden Fall manchmal auch ins Müsli rein, so gepuffter Amaranth.

  8. 2:56

    Aber warum genau, könnte ich dir ja gar nicht sagen. Aber jetzt muss ich doch mal die Investigativbrille aufsetzen und fragen, Felix, du als großer Tee-Verfechter, Da hätte ich doch jetzt schon erwartet, dass wenn du so einen kleinen Koffein-Boost brauchst, du dann zu so einem Schwarztee greifst oder sowas. Aber stattdessen Kaffee, was ist da los? Ja, also vom Tee merkt man ja meistens nicht so richtig viel, was das Koffein angeht. Das ist ja eher so eine langsamere Geschichte. Also kann ich jetzt nicht sagen, dass da groß was merke. Und beim Kaffee ist es bei mir zumindest so, weil ich auch so wenig trinke.

  9. 3:25

    Wenn ich einen Kaffee trinke, dann gehen auch die Augen direkt groß auf. Dann bin ich richtig auf Strom und merke, wie der Herzschlag ein bisschen schneller geht. Also ich habe da wirklich körperliche Reaktionen drauf. Und wenn ich durchhänge, dann bringt mich das schon sehr weit nach vorne. Ich lasse das gerade nochmal durchgehen, aber die ersten Werbemillionen, die wir dann durch irgendwelche Sponsorings mit Tee-Marken eingehen, die müssen dann auf jeden Fall in Würnesiebträger im Hause Dranzfeld investiert werden. Ich weiß noch nicht genau, ob ich das bei meiner Frau durchkriege. Spätestens, wenn deine Kinder im Koffeinalter sind, werden die das bestimmt feiern.

  10. 3:57

    Das stimmt. So, lieber Kay, lass uns mal ins Thema einsteigen. Du hast nämlich eins mitgebracht, wo ich am Anfang ein bisschen skeptisch war, ob da viel drinsteckt. Und im Vorgespräch hast du mich überzeugt. Und deswegen lasse ich dir auch den Vortritt für die Einleitung. Oh je. Ja, das ist ja immer so. Es kommt ein Gedanke geflogen und ich denke, da könnte man nur darüber reden. Und am Ende sitzen wir eine Stunde hier. Ja, aber dieser Podcast trägt wahrscheinlich die Überschrift irgendwas mit Selbstverständnis als Entwickler.

Einleitung ins Thema 3:58–8:19

  1. 4:30

    Und inzwischen kann ich das vielleicht ein bisschen ausweiten in Selbstverständnis als Arbeitnehmer. Und die Frage dahinter steckt, wer möchte ich eigentlich sein? Und ich komme darauf, weil ich ja ganz viele Kollegen intern und extern betreue in unterschiedlichen Geraden der Entwicklung, sage ich mal.

  2. 4:51

    Also viele, die fangen dann irgendwie als Praktikanten an oder als Auszubildende und entwickeln sich dann über viele Jahre weiter vom Junior zum Senior und so weiter.

  3. 5:01

    Und da gibt es immer so eine spannende Stelle, die so ein bisschen definiert, welche Art von Entwickler oder Arbeitnehmer insgesamt, sage ich mal, die Person sein möchte.

  4. 5:11

    Und zwar immer genau dann, wenn man bei den Aufgaben, die man zugeteilt bekommt, an eine Grenze kommt, an der man nicht weiterarbeiten möchte.

  5. 5:21

    Der Anfang ist ja immer relativ klar. Die Leute fangen klein an, sind noch nicht so erfahren als Entwickler, sage ich jetzt mal, weil das unsere Domäne ist und bekommen dann sehr kleine, sehr konkrete Aufgaben.

  6. 5:32

    Hier, mach mal da auf der Seite das oder mach mal diese Aufgabe oder jene. Und früher oder später kommt es da immer zu dem Fall, dass die Menschen irgendein Hindernis haben, weil sie nicht weiter können. Da fehlen irgendwelche Informationen oder es ist was nicht ganz klar und so weiter. Und meiner Meinung nach gibt es dann zwei Arten, damit umzugehen. Und die definiert so ein bisschen, wie man sich selber weiterentwickelt. Die eine Art ist zu sagen, ich habe ja ein Hindernis, ich komme nicht weiter. Und dann strecke ich alle Hände von mir, alle Gliedmaßen in die Luft und sage, okay, hier ist das Ende, meine Kompetenz erreicht.

  7. 6:09

    Und jetzt muss ich zu meinem Vorgesetzten gehen und sagen, hey, schau mal, geht nicht, hilf mir. Das ist die eine Variante. Die andere Variante, vielleicht so ein bisschen suggestiv, aber die ich für mich persönlich als erfolgsversprechender empfinde,

  8. 6:25

    ist dann eben auch das gleiche Problem festzustellen, aber dann zu sagen, okay, was kann ich jetzt tun, um das zu lösen? Was ist in meiner Möglichkeit? Und vielleicht nicht dann zum Vorgesetzten zu gehen und sagen, hey, die Aufgabe geht nicht, hilf mir, sondern eher, hey, ich brauche Informationen von diesen und jenen, kannst du mir da einen Kontakt geben?

  9. 6:43

    Also, dass man sich versucht, immer proaktiv dafür einzusetzen, möglichst viel von der Aufgabe zu übernehmen.

  10. 6:51

    Ist das halbwegs verständlich gewesen? Ja, total. Und da sind ja gleichzeitig ganz viele Fallstricke drin, weil das kann ja auch zu der Situation führen, dass man eben sehr verbissen an Problemen arbeitet, die man vielleicht tatsächlich nicht selbst lösen kann.

  11. 7:03

    Und hinterher kriegt man auf den Deckel, weil gesagt wird, warum hast du ja nicht kurz nachgefragt und wir hätten dir doch schnell helfen können. Und da diesen Balanceakt zu finden, das finde ich ganz spannend und da freue ich mich drauf, das heute mit dir zu diskutieren. Und du hast eingangs gesagt, es geht dir so ein bisschen, oder deine Überschrift wäre Selbstverständnis als Entwickelnder.

  12. 7:23

    Und ich würde es vielleicht sogar auch noch ein Stück ausweiten, aus meiner Perspektive, das Selbstverständnis als Dienstleister auch.

  13. 7:31

    Also dann vielleicht auch ein Stück weit gegenüber dem Kunden, weil da nämlich eigentlich ähnliche Sachen bei rauskommen. Ich habe dann oft so die Frage, an welchem Punkt wende ich mich dann Kunden und sage dem, das funktioniert jetzt nicht. Oder auch wenn man technische Schwierigkeiten hat, dann ist man schnell so bei dem Punkt, wo man denkt, da müsste man jetzt den Kunden irgendwie für beschuldigen, sage ich mal, oder dem die Schuld geben.

  14. 7:53

    Und oft gibt es aber Situationen, wo man eigentlich selbst noch eine ganze Ecke weiterkommen würde, ohne direkt irgendwie den Kontakt nach außen zu suchen.

  15. 8:02

    Und von daher würde ich das noch so ein bisschen weiterfassen, weil es gibt halt immer die Situationen, wo man so das Gefühl hat, boah, komme ich jetzt gar nicht weiter, was mache ich? Und dein Plädoyer ist ja gerade so ein bisschen, dass man sagt, man soll auch ein bisschen dranbleiben und selbst gucken, dass man was schafft, um sich auch als Entwickelnder zu entwickeln.

  16. 8:18

    Gut gesagt. Genau, du hast natürlich vorhin vollkommen zu Recht gesagt, am allerwichtigsten ist natürlich immer Kommunikation. Also es geht mir nicht darum, dass man über die Köpfe von irgendwelchen Leuten hinweg eigenständig irgendwelche Sachen entscheidet oder irgendwelche Beziehungen aufbaut oder sonst irgendwas, sondern es geht so ein bisschen darum, ja auch von dem Wording her.

Kommunikation 8:19–10:55

  1. 8:40

    Wenn man sagt, hey, da geht es nicht weiter, weiß ich nicht, was zu tun ist, kannst du mir bitte helfen? Dann ist das so ein bisschen passive Rolle, während man das Ganze, die gleiche Ausgangslage, vielleicht auch so ein bisschen aktiv formulieren kann mit, hey, ich komme hier nicht weiter, aber ich habe mir überlegt, man könnte vielleicht das als nächstes machen oder das als nächstes machen.

  2. 8:57

    Dafür brauche ich dies und jenes und kannst du mir da vielleicht einen Kontakt herstellen. Also alleine so vom Mindset, da ist das Wort und die gleiche Ausgangslage, aber das Framing kann da schon ganz viel Unterschied machen, glaube ich.

  3. 9:10

    Das merkt man ja schon total dran, wie die Leute fragen. Also wenn wir neue Leute haben, dann ist die Frage oft, das geht nicht, wie funktioniert das? Und dann denkt man so, hast du denn schon was ausprobiert und was sind so deine Ansätze und hast du noch Ideen oder steckst du gerade ganz fest und weißt nicht weiter?

  4. 9:27

    Und ich bin ja lange Zeit und eigentlich auch immer noch bei Stack Overflow aktiv und habe da auch viele Fragen beantwortet und so. Und das war immer das Erste, wo dann die ganze Community gehatet hat, wenn eine Frage so gestellt war, dass die einfach nur auf den Raum gestellt wurde und nicht dazu geschrieben wurde, ich habe dies und jenes schon ausprobiert und das hat nicht funktioniert, weil das eben ganz wichtig ist, um sich so ein bisschen auf einen Pfad einzuschießen, was das Problem sein könnte.

  5. 9:50

    Und das ist eben auch bei uns im Betrieb ganz wichtig, dass die Leute dann sagen, guck mal Felix, ich habe den Weg, den wir besprochen haben, ausprobiert, der hat nicht funktioniert.

  6. 9:59

    Ich hatte noch eine andere Idee, kommt mir ein bisschen schwierig vor und dann kommt man eben ins Gespräch und dann merkt man, ah, das ist eine qualifizierte Frage, der Mensch hat sich damit beschäftigt und dann kann man gezielt helfen.

  7. 10:09

    Und das ist so das, was ich mir wünsche. Ich sage ja immer so ein bisschen kämpferisch, wenn eine entwickelnde Person auf mich zukommt und sagen, irgendwas geht nicht, mit eben so genau dieser allgemeinen Fragestellung sage ich immer, entweder bist du faul oder dumm.

  8. 10:22

    Weil gerade in der Programmierung sagen die Systeme ja immer sehr genau, was Phase ist und wenn man nur sagt, pauschal geht nicht, dann heißt das in meinen Augen, entweder du willst dich nicht mehr damit beschäftigen und die Fehlermeldung auseinandernehmen oder hast du keine Lust darauf oder kannst das nicht verstehen.

  9. 10:39

    Da wäre mir viel lieber immer, dass die Leute mit konkreten Ja-Nein-Fragen auf mich zukommen und sagen, hey, schau mal, das geht nicht und ich habe mir das angeschaut, könnte es vielleicht daran liegen, könnte es vielleicht daran liegen.

  10. 10:51

    Eher so in der Richtung, so ein bisschen proaktiv einfach. Ja, und grundsätzlich wollen wir die Leute eben dazu ermutigen, also der allererste Schritt ist natürlich erstmal, wenn man jetzt im Entwicklungsbereich ein Problem hat, erstmal Google anschmeißen.

Aus Fehlern lernen 10:55–15:47

  1. 11:04

    Weil das ist natürlich das Frustrierendste, wenn jemand zu einem kommt, das hört sich jetzt so an, als wollen wir den Leuten nicht helfen, aber das Gegenteil ist der Fall. Wir wollen die eigentlich dazu ermutigen, selbstständig zu arbeiten oder ein Stück weit selbstständig zu arbeiten. Aber das Frustrierendste ist ja, wenn man dann selbst googelt und der erste Treffer hilft einem letztlich dann schon weiter oder irgendwie in den ersten drei Treffern.

  2. 11:25

    Oder ja ChatGPT inzwischen. Ja klar, das ist natürlich jetzt nochmal eine ganz andere Ebene, aber das ist natürlich frustrierend auf Dauer, wenn man, das kann mal passieren, überhaupt kein Thema.

  3. 11:35

    Aber wenn man immer merkt so, du hättest wirklich nur minimalen Einsatz da reinstecken müssen und wäre es eigentlich weitergekommen. Und dann lässt man sich so in dieses komfortable Netz fallen, dass man eben jemanden noch hat, der mehr Erfahrung hat. Das ist dann nicht das Richtige und so entwickelt man sich eben selbst da noch nicht unbedingt weiter. Genau, das sage ich auch immer wieder bei Fehlern in der Programmierung. Nur daran lernt man. Und genauso ist es auch bei eben solchen Herausforderungen, die so ein bisschen auf einer Meta-Ebene sind. Wenn ich mich nicht damit beschäftige und vielleicht Angst davor habe, zum Telefon zu greifen und jemanden anzurufen oder Angst davor habe, irgendwas anzusprechen.

  4. 12:09

    Wenn ich es nicht mache, dann lerne ich das auch nie. Und genau das sind die Stellen, wo eben die Entwicklung möglich ist. Wenn ich die ganze Zeit meine Aufgabe locker flockig durcharbeiten kann, dann ist das kein Lerneffekt, sondern wirklich an den Stellen, wo es dann weh tut, sage ich mal ganz rabiat, da ist dann auch der Lerneffekt groß, wenn man es dann doch mal schafft über mehrere Versuche hinweg.

  5. 12:31

    Absolut. Und wir machen das ja so ein bisschen unterschiedlich nach Erfahrungsgrad. Gerade die Jüngeren oder die Entwicklenden, die jetzt noch nicht so lange bei uns dabei sind, die lassen wir auch manchmal so ein bisschen zappeln, in Anführungsstrichen. Also die dürfen sich dann auch gerne mal einen halben oder einen Tag mit einem Problem beschäftigen, solange sie jetzt keine Ideen mehr haben oder so. Also in dem Moment, wo sie noch Ideen haben und sich das vor uns ganz plausibel anhört, sagen wir auch, ja komm, dann probier es doch mal aus. Man behebt ja nicht nur diesen Fehler, sondern das ist ja dieser ganze Kosmos drumherum.

  6. 12:57

    Also man lernt präziser zu googeln oder präziser zu prompten dann heutzutage. Man beschäftigt sich mit ganz vielen Sachen. Also ich würde schätzen, dass ich so Objektorientierung, Klassen und sowas, das habe ich gelernt, weil ich irgendwelche Fehler gedebuggt habe und mich dann da durchgeklickt habe im PHP.

  7. 13:14

    Und solche Geschichten, die passieren ja dann mit einer Fehlerbehebung. Man kommt in Bereiche, in die man sonst eigentlich gar nicht einsteigen würde. Man muss natürlich schon sagen, dass wir jetzt als, ich sage mal, die Führungskraftschicht da auch eine Position haben, wo wir das aktiv enablen.

  8. 13:30

    Und das ist natürlich auch so ein bisschen die andere Seite der Medaille. Das ist ja immer ein Gegenspiel zwischen Leuten. Also wenn ich als kleiner, junger Entwickler eine Aufgabe komme und da nicht dran weiterkomme, dann kann ich natürlich auch nur in einem gewissen Rahmen dafür Verantwortung, da ist das Wort, will ich gleich nochmal drauf eingehen, übernehmen.

  9. 13:49

    Wenn ich auf der Gegenseite einen Vorgesetzten habe, der das überhaupt nicht irgendwie ermöglicht und da richtig die Knute drauf hält, dann ist das natürlich auch schwer. Aber ich glaube, auch in dem Rahmen gibt es immer alleine durchs Framing die Möglichkeit, sich da weiterzuentwickeln. Wir haben da Folge 21 einen Podcast drüber gemacht zum Thema Vertrauen. Und das gehört da ja auch ganz viel rein, dass wir den Leuten die Vertrauen geben, sich auch so weiterzuentwickeln.

  10. 14:16

    Und ich kann mir vorstellen, in anderen Szenarien ist das sehr viel schwieriger, aber nie unmöglich. Ja, traumhaft wäre natürlich, wenn die Leute zu uns kommen würden. Das ist jetzt, glaube ich, noch nie passiert. Und dann sagen würden, ich habe hier ein Problem, da brauche ich länger für. Einfach so als Information, dass man sich auch darauf einstellen kann, weil manchmal denkt man so, hm, was dauert da so? Wenn jemand zu dir kommen würde und sagen würde, das dauert jetzt ein bisschen länger, aber ich habe noch Ideen. Ich würde da ein bisschen dran rumbasteln. Das könnte jetzt aber mal einen Tag dauern.

  11. 14:40

    Das wäre für uns natürlich ein absoluter Traum, wenn die Entwicklenden so reif schon wären, in dem Moment, wo sie ein Problem haben und das so an uns herantragen. Das finde ich natürlich ganz klasse. Ich wollte aber noch auf einen anderen Punkt eingehen. Wenn man selbst einen Fehler behebt und das hinterher geschafft hat und das vielleicht sogar eine harte Nuss war, wo man ziemlich auf dem Schlauch stand oder gedacht hat, vielleicht geht das gar nicht und das dann aber lösen kann. Das ist ja hinterher auch ein geiles Gefühl einfach. Also das ist ja das, was man als Entwickler haben will. Also da habe ich früher immer, ich habe mich so gefreut, wenn Sachen funktioniert haben,

  12. 15:14

    gerade auch Sachen, die man noch nicht so oft gemacht hat oder die vielleicht auch noch kein anderer vorher gemacht hat. Und dann hat man da was entwickelt, was funktioniert. Ich hatte gestern noch die Situation mit einer Entwicklerin bei uns. Die hat das erste Mal ein Shopware-Plugin gebaut und hatte eine erste Ausgabe auf der Seite. Also jetzt für jemanden, der schon mal ein Plugin gemacht hat, gar nicht so bahnbrechend. Aber wenn man es noch nie gemacht hat, doch nicht so einfach. Und sie sagte, sie hätte einen Freudentanz aufgeführt, als es geklappt hat. Und das ist genau dieses Gefühl, was man als Entwickler, finde ich, was so richtig klasse ist.

  13. 15:44

    Und das hat man halt nur, wenn man an einem schwierigen Problem gearbeitet hat. Das ist natürlich jetzt schon sehr technisch fokussiert, aber ich finde, auf den anderen Ebenen funktioniert das genauso. Wenn wir als Vorgesetzte, ich benutze diesen Begriff jetzt mal, ich weiß, den haben wir nicht so gerne, aber letzten Endes stimmt das ja. Wenn wir als Vorgesetzte sehen, dass Leuten, denen wir eine Aufgabe geben, eben diese Ambition zeigen, sich über den normalen Rahmen hinaus damit zu beschäftigen. Und vielleicht schon, wenn Fragen zu irgendwelchen Problemen mit dem Kunden sind, da aktiv den Kontakt suchen und das versuchen zu klären und so weiter und so fort.

Mehr Engagement führt zu mehr Verantwortung 15:47–18:07

  1. 16:19

    Dann sehen wir ja auch, dass die dafür fähig sind. Und dann heißt es beim nächsten Mal, schreiben wir denen automatisch mehr Kompetenz zu und mehr Verantwortung. Da ist das Wort wieder. Und mehr Beinfreiheit, weil wir wissen, dass die sich schon bewiesen haben. Und das ist ja im Prinzip das, was in so einer beruflichen Beziehung immer passiert. Man entwickelt sich weiter und zeigt mehr Kompetenzen. Und das bedeutet hoffentlich auf der anderen Seite, dass man auch immer mehr Kompetenzen bekommt. Und das ist ja eigentlich, in meinen Augen, der Prozess der Entwicklung. Also mit jedem Mal, wo ich ins kalte Wasser gesprungen bin und mich mit so einer Herausforderung beschäftigt habe,

  2. 16:56

    ist die Chance höher, dass mir das danach leichter fällt und das vielleicht auch andere so sehen. Das kann ich so unterschreiben. Und da ist ja auch noch ein anderer Punkt drin, so mit dem Sehen, auch mit der Transparenz nach außen. Also wenn ich jetzt ein schwieriges Problem hatte, keinen gefragt habe und das gelöst habe, das kriegt ja nicht unbedingt jemand mit. Ich finde das natürlich immer cool, wenn Leute auch darüber sprechen und man da so ein bisschen erzählt, weil das auch mal spannend dann für andere ist. Aber ich finde, es gibt oft Situationen, wo man nicht so eine direkte Belohnung kriegt,

  3. 17:26

    in irgendeiner Form jetzt von außen. Und auf Dauer würde ich aber vermuten, dass ein Vorgesetzter, eine Vorgesetzte das mitkriegt, wenn jemand sich Probleme selbst annimmt, wenn man vielleicht Sachen macht, die nicht direkt in der Aufgabe formuliert sind, sondern die darüber hinausgehen. Das muss dann immer irgendwie einen wirtschaftlichen Aspekt haben. Aber in dem Moment, wo das sinnvoll ist und man sagt, ich bin zusätzlich motiviert, ich habe auch Lust, die Aufgabe mitzudenken. Das sind ja so Sachen, die merkt ja irgendwann das Umfeld. Und das finde ich ganz wichtig, um dann auch beruflich weiterzukommen und aufzusteigen

  4. 18:02

    und mehr Verantwortung zu kriegen, genau wie du es gesagt hast. Es ist ja am Anfang ein relativ klares Verhältnis von, man kennt sich noch nicht so gut aus und man bekommt irgendwelche Aufgaben aktiv übertragen von Vorgesetzten. Und das ist ja ein relativ passiver Modus, in dem man da selber drin ist. Also man bekommt immer irgendwelche Sachen zugeschustert und muss damit umgehen. Und ich glaube, im Laufe einer beruflichen Entwicklung ist es dann sehr wichtig, mehr und mehr in die aktive Rolle zu kommen, einfach um mehr Wirkungsmacht zu haben und dann mehr und mehr die Sachen selbst in die Hand zu nehmen.

Push oder Pull von Aufgaben 18:07–19:54

  1. 18:41

    Also nicht darauf zu warten, dass man von außen mehr Verantwortung bekommt, sondern vielleicht versuchen, selber mehr Verantwortung zu bekommen. Da ist das Wort. Ich will gerne gleich nochmal auf diesen Verantwortungsbegriff eingehen. Aber das bestätigt sehr meinen Eindruck, dass neue Mitarbeitende, genau wie du das beschreibst, man gibt dem Anfang Aufgaben, die kommen vielleicht in einen bestimmten Bereich rein, weil man da vermehrt jetzt gerade Aufgaben hat und irgendwann fangen die an, selbst zu laufen. Und das ist genau der Punkt, wo sich die Mitarbeitenden dann mehr Kompetenz nehmen. Also zum Beispiel selbst Kontakt mit dem Kunden haben.

  2. 19:15

    Der Kunde kommt vielleicht mit neuen Aufgaben direkt auf die Leute zu. Man hat eine gewisse Expertise in einem gewissen Bereich und bekommt automatisch die Aufgaben dann in dem Bereich. Oder man hat einen Teilbereich, den man selbst dann mit überwacht oder so in der Richtung. Und irgendwann muss man den Leuten gar nicht mehr so richtig aktiv die Aufgaben geben, sondern die ziehen sich die Aufgaben. Oder es ist ganz klar, dass derjenige die Aufgaben bekommt. Und je nachdem, wie umfassend man da motiviert ist, bekommt man natürlich mehr oder weniger Aufgaben oder kann selbst dann auch wieder Aufgaben weitergeben an andere Leute.

  3. 19:47

    Das ist genau dieser Prozess, den ich da immer feststelle. Am Anfang ist es sehr intensive Betreuung, auch was die Aufgaben angeht. Und irgendwann ist es so ein Automatismus. Und das muss ja gar nicht immer so ein fester Pfad sein, dem man da folgt, dem Pfad der softwareentwickelnden Person, sondern es kann ja auch verschiedene Facetten haben. Also das mit diesem Verantwortung. Und wir haben das jetzt mit Kundenkontakt immer so ein bisschen gleichgesetzt. Das muss ja aber gar nicht sein. Es kann ja auch einfach sein, dass die Person dann sehr gut ist darin, Aufgaben selbstständig zu lösen oder vielleicht auch anderen zu helfen.

Entwicklungswege 19:54–25:15

  1. 20:16

    Also in so eine Art Mentorenrolle reingeht, weil sie vielleicht was gut erklären kann oder vielleicht auch sich einfach fachlich entwickelt und einen Schwerpunkt sucht und sich dann in bestimmten Tools besonders gut auskennt, neue Tools findet, neue Sachen ausprobiert und dann mit den Findings quasi wieder zurückkommt und sagt, hey, schau mal, ich habe dieses und jenes ausprobiert. Vielleicht ist das was für uns. Also da gibt es ganz viele Möglichkeiten, sich zu entfalten. Erst mal aktiv aus sich heraus, ohne dass man da für den konkreten Auftrag bekommen hat. Aber ich finde, das muss man eben auch machen.

  2. 20:49

    Also insbesondere als junger Mensch, und das ist ja jetzt, glaube ich, so die Lebensspanne, über die wir gerade sprechen, ist eben dieser Shift wichtig von so einer passiven in so eine aktive Rolle, um sich gewahr zu machen, dass man da auch eine aktive Rolle hat. Ja, und da macht das natürlich Sinn, sich auch immer mal wieder zu hinterfragen, wo will ich denn eigentlich hin in meiner Position, welcher auch immer das ist. Also das kann ich sein als ein Dienstleister, vielleicht mehr gegenüber dem Kunden. Das kann jemand sein, der entwickelt. Und dann bekommt man ja so Ideen, dass man sagt, ich möchte vielleicht so gut fachlich werden,

  3. 21:26

    dass ich mein Wissen vermitteln kann, dass ich mal podcasten kann oder so darüber. Das kann eine Idee sein. Eine andere Idee kann sein, dass ich zum Beispiel vielleicht Führungsverantwortung gegenüber anderen Leuten haben will. Das kann sein, dass ich in einer bestimmten Technologie so gut sein will, dass ich zum Beispiel ohne eine Dokumentation zu lesen mal eben einen Shopware-Plugin, wo wir schon beim Thema waren, eben einfach entwickeln kann. Und das sind so Ziele, die man sich natürlich schön setzen kann und sich daran auch immer wieder orientieren kann. Und das heißt ja nicht, dass man das alles machen muss.

  4. 21:58

    Also es zwingt niemanden, also wir zumindest nicht, den Leuten Personalverantwortung zu übernehmen für vielleicht Praktikanten oder sowas, wenn sie das gar nicht wollen. Das heißt auch nicht, dass das zwangsläufig auf dem Weg einer erfolgreichen Karriereleiter, wie auch immer erfolgreich definiert sein mag, unbedingt kommen muss. Und es gibt ja einfach Menschen, die haben da nicht so Interesse dran und basteln lieber für sich herum und steigern sich dafür umso mehr in irgendwelche fachlichen Kompetenzen rein. Also das ist, wie ich gerade gesagt habe, kein so ein fest vorgegebener Pfad, sondern eher,

  5. 22:28

    worauf habe ich denn selber auch Bock? Und natürlich auch, wie viele Möglichkeiten gibt es im Rahmen meines Berufs, mich da weiterzuentwickeln? Weil wenn ich zwar Bock auf Personalführung habe, aber im Unternehmen gerade niemand zu führen ist, natürlich auch so ein bisschen schwierig. Also schon immer so ein Wechselspiel auch mit der Arbeitsstelle. Klar, also was ich aber schon voraussetzen würde, ist, dass die Leute sich entwickeln. Das finde ich schon ganz wichtig, weil man sonst in so einen Alltagstrott reinkommt und sich vielleicht auch irgendwann in Unzufriedenheit einstellt. Das ist natürlich jetzt auch so ein gesellschaftliches Thema.

  6. 23:00

    Will man immer weiterkommen, will man immer mehr? Das ist so die Frage. Aber ich finde, wenn man so ein bisschen neugierig bleibt, das kann nicht schaden und das muss jetzt auch, das müssen nicht immer Riesenschritte sein. Aber wenn man sich schon ein bisschen motiviert, auch immer was Neues zu machen, das finde ich schon wichtig. Und jetzt hattest du gerade gesagt, dass man nicht unbedingt zum Beispiel im eigenen Unternehmen die Möglichkeit hat, Personalverantwortung zu übernehmen. Das aber vielleicht der eigene Wunsch ist. Und da muss ich jetzt aus meiner Rolle als Arbeitgeber so ein bisschen austreten.

  7. 23:28

    Aber dann ist vielleicht auch der richtige Schritt, sich nochmal bei einer anderen Firma zu bewerben und zu sagen, ich probiere es nochmal woanders und habe da vielleicht andere Möglichkeiten. In dem Moment, wo jetzt bei der eigenen Firma die Möglichkeiten dann ausgeschöpft sind. man ist ja immer gerne so in seiner Komfortzone und die Leute wechseln ungern. Und außerhalb meiner Firma motiviere ich die Leute schon gerne auch zu sagen, probiere dann nochmal was anderes aus. Aber Kay, du hältst dir jetzt die Ohren zu. Also auch da, vorhin hast du das auch ein, zweimal gesagt, Kommunikation ist natürlich wie immer das Allerwichtigste.

  8. 24:00

    Ich muss natürlich auch meine Wünsche und meine Bedürfnisse und das, worauf ich Bock habe, mich zu entwickeln, auch irgendwie kommunizieren mit Leuten, damit die das auch berücksichtigen können. Absolut. Und das ist ja genau mein Ziel jetzt auch als Arbeitgeber, viele Sachen einfach zu ermöglichen. Wir haben jetzt die schöne Situation, dass wir inzwischen ein paar Mitarbeiter haben, sodass wir auch den Leuten die Führungsverantwortung haben wollen, dass wir die geben können. Wir können inzwischen konkurrenzfähige Gehälter zahlen. Wir können so Sachen ermöglichen wie Workations und so weiter. Das sind ja so Ideen,

  9. 24:28

    die man dann bekommt. Homeoffice sind ja auch so Themen oder Vereinbarkeit mit der Familie. Und da haben wir jetzt dankenswerterweise eine Größe erreicht, wo wir viele Sachen auch möglich machen können. Das heißt, ich würde jetzt mal behaupten, aber das kannst du besser beantworten, dass man jetzt nicht unbedingt wechseln muss, weil es bei uns jetzt Möglichkeiten nicht gibt. Aber natürlich gibt es Konzernstrukturen und so, wo man nochmal andere Incentives haben könnte, die einen dann motivieren. Ich glaube, es ist zwar bis jetzt noch nicht vorgekommen, aber es gibt ja nichts Frustrierendes, als wenn dann eine Person,

  10. 24:56

    die wir eigentlich sehr schätzen, dann kündigt wegen eines Bedürfnisses, das sie aber gar nicht geäußert hat. Also man kann auch nicht erwarten, dass von außen die Leute einem in den Kopf lesen und sehen, oh, hier, ich lese, der hat Lust auf Personalverantwortung, dann gebe ich dem jetzt mal was. Sondern man muss das auch immer kommunizieren und anbringen und da in so einen Austausch gehen. Ich würde die Gelegenheit nutzen, Felix, und nochmal auf diesen Begriff Verantwortung zurückkommen. Weil wenn wir über Selbstverständnis reden und ja auch Weiterentwicklung, dann ist ja häufig der Begriff Verantwortung nicht weit.

Verantwortung 25:15–29:53

  1. 25:29

    Den du oft genug genannt hast heute. Ja, genau. Und das finde ich ein ganz interessantes, zweischneidiges Wort, weil da steckt viel drin, sage ich mal, in diesem Begriff Verantwortung. Und jetzt frage ich mal dich als Geschäftsführer, Felix, was bedeutet das denn für dich, wenn du einem Mitarbeitenden Verantwortung für ein Projekt gibst? Was verstehst du darunter? Also verstehe ich ganz viel darunter. Das erste Gefühl, was sich bei mir aufbaut, ist so das, was ich immer habe, wenn ich einem Mitarbeitenden Verantwortung gebe in einem Bereich, wo er vorher noch keine Verantwortung hat. Ich glaube, das ist die Situation,

  2. 26:10

    über die wir gerade sprechen. Dann habe ich immer so dieses Gefühl, könntest du selbst wahrscheinlich besser und oder soll ich das doch nicht lieber Kay geben, der schon ganz viel Erfahrung hat oder so. Das heißt, da ist immer so eine gewisse Unsicherheit auch dabei. Und trotzdem ist natürlich die Motivation da, die Leute dann auch zu fordern und zu sagen, die Leute wachsen mit ihren Aufgaben und man würde ja nicht jemandem die Verantwortung geben in dem Moment, wo man nicht auch die Idee hätte, dass das gut funktionieren kann. Und trotzdem denkt man so, schaffen die Leute das? Könnt ihr die so den nächsten Schritt machen?

  3. 26:42

    Kriegen die das in den Griff? Und die Erfahrung zeigt, eigentlich klappt es immer. Und viele Leute machen ganz viele Sachen besser als du und als ich. Und deswegen muss man den Schritt eigentlich zwangsläufig machen. Ja, und was heißt dann Verantwortung? Das wollte ich gerade sagen. Also raffiniert drumherum getänzelt. Ja, eigentlich versuchen, alles, was mit dem Thema, das man dann übertragen gekriegt hat, ist jetzt sehr abstrakt, aber vielleicht nehmen wir ein konkretes Projekt, wo man dann vielleicht federführend eingesetzt wird und sagt, hier, halt mal die Strippen in der Hand, guck mal zu,

  4. 27:13

    dass das Projekt gut funktioniert. Dass man versucht, alles, was mit diesem Thema zu tun hat, selbst zu lösen oder zumindest in allem so involviert zu sein, dass man, ja, dass man das Gefühl hat, man hat das Projekt im Griff und möglichst wenig Hilfe von anderen Leuten braucht, sich die aber natürlich punktuell holen kann, wenn sie dann notwendig ist. Und was bedeutet das jetzt, wenn du sagst, hier, Hans-Peter, du bekommst jetzt die Verantwortung für dieses Projekt? Heißt gleichzeitig natürlich auch, dass die Leute auch für die Fehler so ein bisschen ihren Kopf hinhalten. Also, wenn sie zum Beispiel andere Leute auch anhalten,

  5. 27:47

    denen aber auch Aufgaben geben, dann ist natürlich klar, wenn jetzt das Falsche gemacht wurde, dann fällt das auf denjenigen mit der Verantwortung zurück. Und das muss man einerseits ertragen können, aber das ist natürlich auch ganz schön, weil man ja auch eine gewisse, also gewisse Spielräume hat und seine eigenen Ideen dann auch umsetzen kann. Also, der Duden sagt zur Verantwortung, dass es A, mit einer bestimmten Aufgabe oder einer Stellung verbundene Verpflichtung dafür zu sorgen, dass alles einen möglichst guten Verlauf nimmt und B, Verpflichtung für das Geschehene einzustehen. Und das ist genau dieser Zweiklang eigentlich aus,

  6. 28:25

    einerseits habe ich Verpflichtungen durch die Verantwortung, aber auf der anderen Seite auch Privilegien. Und Privilegien könnten dann zum Beispiel eine gewisse Freiheit sein oder eigene Entscheidungen treffen, sich selber arbeitestituieren, aber auf der anderen Seite auch Verpflichtungen, wie du es gerade gesagt hast, zum Beispiel für Fehler einzustehen. Und es geht nicht das eine oder das andere und Verantwortung ist immer so ein Gesamtpaket. Und in meinen Augen, wenn wir mal bei so einer Verantwortung für ein Projekt sind, dann ist das genau das, was du gerade gesagt hast, zum Ersten einmal die erste Ansprechperson

  7. 28:58

    bei dem Kunden zu sein, für den man das Projekt macht, für den man das Projekt macht, im guten wie im schlechten Sinne. Und das heißt auch, wie du es gesagt hast, wenn Fehler passieren, das auch zu kommunizieren und da auch den Mut aufzubringen, damit rauszugehen. Und das ist nie einfach, einen Kunden zu sagen, boah, hier, wir haben einen Fehler gemacht. Aber das gehört eben auch dazu. Und dann auch alles Mögliche zu machen, um den Fehler wieder zu reparieren. Und das bedeutet meiner Meinung nach auch, dann vielleicht abends nach Ladenschluss nochmal an den Rechner zu gehen und was zu reparieren,

  8. 29:33

    wenn da eine Seite kaputt ist oder sowas. Und das auf der anderen Seite hoffentlich aber natürlich auch entsprechend gewertschätzt wird durch, ich sage es jetzt einfach mal, mehr Gehalt oder sowas, weil eben diese Verantwortung diese Sachen mit sich bringt. Das finde ich, hast du richtig gut zusammengefasst. Das kann ich fast so stehen lassen. Ich habe natürlich bei der Gelegenheit jetzt auch mal drüber nachgedacht, was ist denn eigentlich mein persönliches Selbstverständnis als, tja, sagen wir mal Technical Lead. Das ist immer ein bisschen sperrig Ich habe mich inzwischen fast dran gewöhnt. Ich habe noch nicht

Kays Job 29:53–39:19

  1. 30:08

    auf einer Visitenkarte stehen, also so richtig schmissig ist es noch nicht. Ich glaube auch nicht, dass wir so viele Visitenkarten mehr in unserem Firmenleben drucken werden, weil ich das für ziemlich antiquiert halte. Wahrscheinlich. Aber es ist ja ganz spannend, weil ich komme ja aus einer Ausbildungsstelle bei dir, Felix. Und inzwischen bin ich hier, wo ich bin. Und ich hätte mal grob gesagt, ich bin da, wo ich bin, weil ich halb von dir gezwungen wurde und halb mich dafür entschieden habe. dass es so zusammengepasst. Und ich habe für mich dann vielleicht mal so ein bisschen auch als Orientierung,

  2. 30:38

    was wir denn über diesen Selbstverständnisbegriff verstehen, mal so vier Punkte herausgesucht, die ich mir für meine Arbeit auf die Kappe geschrieben habe. Und ich würde sie vielleicht einmal kurz herunterbeten und dann sagst du deine Einschätzung dazu. Das Erste ist, als Technical Lead natürlich die Verantwortung über den Tech-Stack. Und das bedeutet zum einen Qualitätssicherung und auch die Frage, wie merkt der Kunde diese Qualitätssicherung. Und außerdem auch fortlaufend, neue Technologien zu prüfen und zu validieren, ob die für uns in Frage kommen. Das ist so der Bereich Technisches. Der zweite Bereich

  3. 31:16

    ist ja schon in so einer Art Führungsposition auch Verantwortung. Da ist es wieder gegenüber den Mitarbeitenden zu übernehmen. Und das bedeutet, Kontakt zu suchen, auch so ein bisschen über den technischen Rahmen hinaus, vielleicht so ein bisschen Smalltalk, versuchen zu checken, wie es den Leuten so geht, gucken, wie man so weiterentwickeln kann, Stichwort Jahresgespräche oder so. Ich versuche mich jetzt auch so ein bisschen mehr mit Team-Events zu beschäftigen, einfach so ein bisschen Firmenzusammenhalt zu fördern. Ganz schön schwierig bei so einem remoten Team, wie wir es haben. Und der dritte Punkt,

  4. 31:48

    ganz neu, und du kennst den Begriff schon, ist meine Producer-Vorstellung, die ich bei Projekten einnehme, für die ich die Verantwortung habe. Da haben wir es wieder. Und diese Producer-Rolle verstehe ich als eigentlich der Aufgabe, dem Kunden ein möglichst gutes Gefühl dabei zu geben, mit uns zusammenzuarbeiten. Und das bedeutet zuallererst und zualler vorderst, eben eine konsequente und fortlaufende Kommunikation. Und das muss auch gar nicht immer irgendeine Frage sein, sondern da reicht einfach schon mal so ein wöchentliches Update, wo ich einfach nur reinschreibe, hey, so ist gerade der Stand,

  5. 32:24

    wir machen das, wir machen das, ohne irgendwie zu erwarten, dass da jetzt eine große Antwort kommt oder sonst irgendwas, sondern einfach, damit der Kunde im Bild ist, was so abgeht. Da können wir nochmal eine eigene Folge drüber machen, glaube ich, weil das cool ist, wie du das definierst. Ich möchte mal noch auf die Sachen eingehen, die du vorher gesagt hast. Und ein zentraler Punkt ist, dass keine der Aufgaben oder ganz viele der Aufgaben, die du genannt hast, die habe ich dir gar nicht gegeben. Also, ich habe dir nicht gesagt, du sollst Team-Events organisieren. Ich habe dir nicht gesagt, dass du Producer sein sollst.

  6. 32:53

    Ich habe dir nicht gesagt, dass du in der Personalführung aktiv sein sollst. Das sind alles Sachen, die hast du dir eigentlich selbst, die hast du selbst an dich genommen und hast dich selbst in den Punkten entwickelt, hast ganz klein angefangen und bist dann da immer weiter reingekommen und hast gemerkt, ah, das ist was für mich, das interessiert mich und machst das jetzt super intensiv und ich bin mega happy, dass du das so machst. Aber wenn ich mir jetzt dein Profil angucke, was du im Moment machst, und ich will jetzt gar nicht in so eine Lobhudelei abdriften, aber das ist ja ein gutes Beispiel

  7. 33:22

    auch für Leute da draußen, wenn ich mir jetzt angucke, wie dein Arbeitsalltag aussieht, also dass du wirklich Jahresgespräche mitführst, dass du einen ganz intensiven Kundenkontakt hast, viel auch Aufgaben, auch delegierst, natürlich aber trotzdem schwierige Sachen auch selbst an dich nimmst und den Leuten hilfst und versuchst, die Leute selbst persönlich zu entwickeln, das ist ja was, also der Weg war nicht so klar gezeichnet, sondern ich habe dich letztlich eingestellt als Entwickler und ja, jetzt bist du ganz viel mehr als ein Entwickler und das liegt eben dran, dass du jemand bist, der nicht nur Arbeit

  8. 33:52

    nach Vorschrift macht und was man dazu sagen muss, du hast ja eben gesagt, nach Arbeitszeit noch ein Rechner und so, das gibt es bei dir schon auch, aber du bist ja jemand, du machst ja eigentlich nach Feierabend den Rechner aus und du machst jetzt keine Riesenüberstunden oder so und das ist gar nicht negativ gemeint, sondern ganz positiv, weil du ja so ein Selbstvertrauen hast und so ein Selbstverständnis als Entwickler, dass du sagst, ich habe jetzt meine Arbeit erledigt, das reicht jetzt und für mich passt es, ich muss kein Mail mehr schreiben, ich habe alle Kunden zufrieden und so weiter und so fort,

  9. 34:21

    jetzt kann ich guten Gewissens den Rechner ausmachen und das finde ich ganz toll an dir, dass du das für dich auch einforderst oder du bist manchmal morgens, dann setzt du den Blocker ran und dann sagst du, ich bin halt vor 10 Uhr nicht erreichbar. Das Zeug davon, dass du ein ganz, ganz starkes Selbstbewusstsein auch entwickelt hast und weißt, dass du ganz sicher in deiner Rolle bist und dir manche Sachen auch rausnehmen kannst und das kommt eben daher, dass du das über die Zeit gezeigt hast, dass man dir vertrauen kann, dass du selbst eine gute Einschätzung davon hast, was ist jetzt wichtig, dass man dich nicht

  10. 34:48

    ständig fragen muss, hast du noch wichtige Sachen auf dem Tisch? Nein, du hast eigentlich immer alles auf dem Schirm und ja, vielleicht um den Bogen auch zum Anfang noch zu spinnen, wenn du eine Aufgabe kriegst, dann kann ich mir sicher sein, die wird entweder tiptop erledigt oder sie funktioniert nicht. Also zunächst einmal vielen Dank natürlich, das höre ich gerne. Ja, ja, ganz viele Blumen. Aber wie gesagt, das war jetzt mehr so ein Stereotyp von so einer Entwicklung, ist auch nur eine, aber die passt halt bei dir sehr gut. Und man muss natürlich schon sagen, du hast es gerade gesagt mit, ja, ich achte schon darauf,

  11. 35:20

    dass ich zum Feierabend auch Feierabend mache, das ist die eine Seite, aber gleichzeitig nehme ich auch immer den Laptop mit in den Urlaub, dass wenn mal was ist und ein Projekt gerade am Brennen ist, dass ich da jederzeit auch rein kann. Und das ist natürlich dann so ein bisschen auch das, was ich gesagt habe, nicht nur die Vorteile der Freiheit zu nehmen, sondern auch die Verpflichtungen, sich einzugestehen, dass das vielleicht dann nicht so geil mit der Work-Life-Balance ist, wenn man die ganze Zeit so ein Arbeitslaptop dabei hat. Aber in meinen Augen das auch dazukommt. Und man muss auch, um das Kompliment

  12. 35:49

    zurückzuspielen, Felix, du hast mir das auch ermöglicht. Du hast zwar auch nie gesagt, hier, das sind, das und das sind jetzt deine neuen Aufgaben, aber du hast auch gleichzeitig das nie ausgebremst und warst auch immer dankbar, das anzunehmen. Und ehrlicherweise, das erfordert schon viel auch privaten Einsatz von mir, dass ich nach Feierabend, wenn ich dann doch mal spazieren bin, mir doch noch mal Gedanken zwei Stunden drüber mache, wie ich jetzt diese Producer-Rolle ausdefiniere und wie ich in meiner Freizeit, also kognitive Last drauf einsetze, meine Arbeit besser zu machen. Und das mache ich auch nur,

  13. 36:23

    weil es mir eben Spaß macht und ich auch das Gefühl habe, dass das von der Firma, also von dir konkret, gewürdigt wird. Wenn ich jetzt in einer anderen Position bin, in mehr so einem 9-to-5-Job und dann merke, okay, wenn ich mich hier zusätzlich einbringe, das bringt mir gar nicht den Gegenwert auf der anderen Seite, dann bin ich da vielleicht auch nicht so motiviert, mich da einzusetzen. Und Gegenwert, also muss man natürlich auch sagen, die verbale Dankbarkeit, die du ausdrückst, gut und schön, aber im Endeffekt sind wir doch hier am Arbeiten, um Geld zu verdienen. Und das heißt, im Endeffekt möchte ich

  14. 36:59

    für diese ganze Verantwortung, die ich mir da proaktiv nehme, irgendwann auch mal ausbezahlt werden, was ja bei uns gut klappt. Aber ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass man da in einer anderen Position, in einem anderen Arbeitsverhältnis schnell in eine Situation reinkommt, wo man denkt, boah, warum soll ich mir jetzt die ganze Schuld noch aufladen und so viel Stress, wenn es auf der anderen Seite nicht auch monetär gewürdigt wird. Ich weiß noch, wie du in der Ausbildung zu mir gekommen bist und schon in deinem zweiten Ausbildungsjahr, glaube ich, einfach mehr Gehalt gefordert hast. Im Ausbildungsvertrag

  15. 37:30

    war ganz klar, über die drei Jahre, wie das Gehalt aussieht. Ich glaube, da war gleich eine Steigerung drin. Und da bist du zu mir gekommen und hast gesagt, boah, Felix, das passt nicht mehr zu dem, was ich mache. Ganz interessant, weil du eben dich weiterentwickelt hattest. Du hast mehr Verantwortung, mir Aufgaben übernommen und hast gesagt, ich bin mehr wert als das, was in meinem Ausbildungsvertrag drinsteht. Und wir haben uns ja immer einigen können oder vielleicht muss man anders sagen, ich bin immer auf deine Forderung eingegangen, weil ich das natürlich auch gesehen habe. Und das fand ich

  16. 37:55

    ganz klasse von dir, dass du da so ein, ja auch so eine starke Meinung zu hast. Und das ist überhaupt nicht negativ. Und du hast das eben gesagt, dass du auch außerhalb der Arbeit dich viel damit beschäftigst, was so bei uns in der Firma passiert und wie wir uns entwickeln können. Und ich kann mich an ganz viele Situationen erinnern, wo du nach dem Feierabend spazieren gegangen bist und einfach über Themen von der Firma nochmal nachgedacht hast. Und dann hast du mich irgendwann unvermittelt angerufen, 17, 18, 19 Uhr abends. Und du hast wirklich nicht nur einmal vorgekommen und hast gesagt, boah, Felix,

  17. 38:26

    ich habe über dies und das nochmal nachgedacht. Sollen wir da nicht nochmal was ändern? Sollen wir da nicht nochmal was dran machen? Oder ich habe ein schlechtes Gefühl hierbei? Oder können wir nicht irgendwie das machen? Das fühlt sich für mich cool an. Und das zeigt mir natürlich auch, dass du eine ganz andere Verbindung hast zu der Firma, als notwendig wäre. Und das ist natürlich dann wirklich auch klasse. Und gleichzeitig muss man den Leuten da draußen aber sagen, man denkt jetzt, du bist jemand für alles und hast schon fast so eine geschäftsführende Rolle bei uns. Man muss aber ganz klar sagen,

  18. 38:55

    du hast auch deine Grenzen. Also du machst schon viel, aber du sagst auch bei bestimmten Punkten, nee, darauf habe ich keine Lust. Und ganz klar ist das bei dir, der wirtschaftliche Aspekt will heißen, du hast keinen Bock, mit Kunden über Stundensätze zu falschen, du hast keinen Bock, Angebote oder Rechnungen zu schreiben und du willst eigentlich mit den wirtschaftlichen Themen in den Projekten möglichst wenig zu tun haben. Und das sagst du mal ganz klar, da ist mal eine Grenze und hier nicht weiter. Genau. Vielleicht als Rückblick ist das doch jetzt so ein relativ schwieriges Thema, finde ich,

Fazit & Outro 39:19–41:41

  1. 39:25

    weil wir jetzt die ganze Zeit gesagt haben, ja, die Leute sollen, die Leute sollten und da proaktiv werden und so weiter und so fort. Aber gleichzeitig kann ich auch gut verstehen, wenn Menschen sagen, ja, aber es ist halt für mich einfach nur ein Job, ich bekomme nur Geld und fertig aus. Und das geht eben auch nur im gewissen Rahmen, diese Verantwortung zu nehmen, wenn sie auch auf der anderen Seite gespiegelt wird. Aber das ist ja erstmal meine Hoffnung an die Arbeitsplätze da draußen, dass alle Chefs das auch sehen, wie so Engagement dann entsteht und das auch fördern. Aber dafür muss es zunächst einmal

  2. 39:58

    auch sichtbar sein. Und das bedeutet eben, wie gesagt, die Leute müssen proaktiv werden und nicht darauf warten, dass man vom Vorgesetzten darauf angesprochen wird, mal irgendwas zu übernehmen. So rum geht es meistens nicht. Ja, genau. Man kriegt nicht jede Aufgabe immer gegeben, sondern muss sich auch manchmal nehmen. Und klar, das muss man natürlich sagen, wir sprechen jetzt im Wesentlichen vom Softwareentwickler als Beruf und das kann man jetzt natürlich nicht auf jeden Beruf übertragen, aber das ist ja so unsere Idee vom Podcast, dass wir eben das weitergeben, was wir so bei uns im Alltag merken.

  3. 40:26

    Und bei uns funktioniert das halt so sehr gut. Fantastisch, Felix. Mein Kaffee ist leer. Ich habe ja auch noch die letzte Pfütze im Tee. Die schlürfe ich noch leer. Freue mich aber. Haben schon wieder 45 Minuten zusammen. Also ja, wir sind natürlich sehr abgeschweift jetzt vom Thema und auch viel auf dich eingegangen. Aber ich hoffe, insgesamt war es dann doch ein interessantes Paket. Und jetzt bin ich mal gespannt, was ich da als Überschrift drüber schreibe. Wir müssen dann das nächste Mal eine Folge machen, wo wir eher so deinen Aspekt beleuchten mit Selbstverständnis als Dienstleister, hast du ja

  4. 40:56

    einstanz gesagt. Das finde ich auch ein ganz spannendes Thema, wie viel Deckung wir da haben und was vielleicht auch ein bisschen anders ist. Ja, stimmt. Hatte ich jetzt gerade wieder aktuell einen Kunden, mit dem ich da einigermaßen tief eingestiegen bin, inwieweit wir eben bei den Aufgaben, die die uns geben, mitdenken dürfen. Und das war ganz toll und ganz produktiv, glaube ich, aber springt jetzt hier heute den Rahmen. Sehr gut. Dann kommen wir schon direkt in die nächste Folge eingetweetet. Wunderbar. Kay, dann hören wir uns in der nächsten Woche zum nächsten Podcast und vorher wahrscheinlich

  5. 41:25

    zu anderen Themen. Und dann wünsche ich dir jetzt erstmal einen fantastischen Arbeitstag und wir hören uns. Danke, du auch. Tschüdelü.

03 — Weiterhören

Nebenan im Webcafé

Alle zwei Wochen montags eine neue Folge über Webentwicklung, Codequalität und die Art, wie wir zusammenarbeiten.

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