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Webcafé — Folge 53

GEO - Generative Engine Optimization

Kay ist im Urlaub, deshalb gibt es diesmal eine Solo-Folge. Felix nimmt sich GEO vor – Generative Engine Optimization.

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Folge 53 GEO - Generative Engine Optimization 37 min · 18 Kapitel
0:00 37:24

Am Mikrofon

01 — Worum geht es

Worum geht es?

Kay ist im Urlaub, deshalb gibt es diesmal eine Solo-Folge. Felix nimmt sich GEO vor – Generative Engine Optimization. Anders als bei SEO geht es dabei nicht um Platz 1 in einer Trefferliste, sondern darum, in den Antworten von ChatGPT, Gemini, Claude, Perplexity und in Googles AI Overviews überhaupt genannt zu werden.

Zum Einstieg fragt Felix ChatGPT live nach hörenswerten deutschen Webentwicklungs-Podcasts und nach Laravel-Agenturen in Dortmund. Danach folgen Zahlen: wie viele Klicks AI Overviews deutsche Websites kosten, warum Besucher:innen aus KI-Antworten überdurchschnittlich oft konvertieren und wie sich die Marktanteile der KI-Assistenten gerade verschieben. Anschließend erklärt er, wie eine KI-Antwort technisch entsteht – vom Fan-out der Frage in mehrere Teilsuchen bis zur Auswahl einzelner Textpassagen – und warum 80 Prozent von GEO schlicht gutes SEO sind.

Der Praxisteil besteht aus sechs Stellschrauben:

  1. Auffindbar sein: Such- und Live-Bots in der robots.txt erlauben – und prüfen, ob Hoster oder CDN (Hetzner, Cloudflare) sie trotzdem blocken. Dazu: Bing Webmaster Tools und IndexNow.
  2. Konkrete Antworten: Kernaussage an den Anfang jedes Abschnitts, Überschriften als Fragen, FAQs, Listen und Tabellen.
  3. Belegbare Fakten: Quellenangaben, Statistiken und Zitate statt Keyword-Stuffing.
  4. Aktualität: sichtbares Datum auf der Seite, dateModified, lastmod in der Sitemap.
  5. Brand-Building: ein konsistentes Bild der Marke über Website, LinkedIn, YouTube, Fachpresse und Podcast hinweg (E-E-A-T) – und was der Absturz von Reddit in den ChatGPT-Quellen darüber lehrt, alles auf ein Pferd zu setzen.
  6. Strukturierte Daten: schema.org bzw. JSON-LD mit Organization, Person und sameAs.

Im Hype-Check geht es um llms.txt, aufgeblähte Schema-Daten, Chunking-Tricks und gekaufte Erwähnungen. Zum Schluss ein Ausblick auf Crawl-to-Refer-Raten, Cloudflares Pay per Use, Werbung in ChatGPT und Browser-Agenten, dazu die wichtigsten Takeaways.

Fragen, Feedback und Korrekturen gern an podcast@geenen-it-systeme.de.

Erwähnt in der Folge: Sistrix, Similarweb, Seer Interactive, Ahrefs, Princeton-Studie zu GEO (2023), Cloudflare Radar, Bing Webmaster Tools, IndexNow, Peec AI, Otterly.AI, Working Draft

02 — Transkript

Das Gespräch, Wort für Wort

Kapitel

6.705 Wörter in 18 Abschnitten. Jede Zeitmarke springt an die passende Stelle im Audio. Automatisch transkribiert und maschinell nachkorrigiert — im Zweifel gilt das Gesprochene.

Intro 0:00–2:29

  1. 0:04

    Felix Hallo und herzlich willkommen in einer neuen Folge von unserem beschaulichen Webcafé. Und ja, heute ist es noch beschaulicher als sonst, denn der Kay hat Urlaub und ich mache, wie letzte Woche auch schon angekündigt im Podcast, oder vor zwei Wochen, mache ich die Folge heute alleine. Ja, wir schauen mal, wie das so läuft. Bin selbst ganz gespannt und ja, vielleicht sogar auch ein bisschen aufgeregt.

  2. 0:28

    Und habe mir aber ein schönes Thema zurechtgelegt, und zwar will ich mit euch heute über GEO sprechen. Das haben wir letztes Mal schon in dieser Hosting-Folge so ein bisschen angerissen. Ich hatte über die neue Website erzählt und GEO steht ja für Generative Engine Optimization. Da gibt es auch noch ein paar andere Begriffe für wie LLMO, für Large Language Model Optimization und noch ein paar andere.

  3. 0:50

    Aber ich denke, GEO passt erstmal und wird sich vielleicht auch durchsetzen. Ja, der Podcast ist ein bisschen später als sonst jetzt oder wird ein bisschen später online gehen, weil wir ja bei uns in der Firma so ein bisschen die Prämisse haben, dass wir erst mit dem Kunden arbeiten. Und wenn da noch Zeit ist, dann machen wir auch Podcast. Und ja, in einer Zeit, wo jetzt viele Leute Urlaub haben, ist natürlich viel dazwischen gekommen.

  4. 1:10

    Und deswegen der Podcast hier ein, zwei oder drei Tage, je nachdem, wie schnell das jetzt geht, dann zu spät. Ja, aufnehmen tue ich jetzt aber am Dienstag. 11 Uhr haben wir. Und freue mich auf eine schöne Folge, in der ich natürlich auch einen Tee mitgebracht habe. Und zwar war ich in Schweden selbst im Urlaub und in den Supermärkten haben die tatsächlich losen Tee, also zumindest in dem Supermarkt, wo ich da war. Und ich habe mir so eine Irish-Cream-Variante mitgebracht, schwarzer Tee, schmeckt super lecker, hat so Noten von Schokolade und Sahne, würde ich mal sagen. Ich probiere nochmal live.

  5. 1:45

    Ganz hervorragend, trifft nämlich genau meinen Geschmack. So was liebe ich, so einen schönen aromatisierten schwarzen Tee, schön cremig, bisschen Milch drin, ganz hervorragend. Ja, wie gehen wir heute vor in der Folge? Ich würde sagen, wir machen uns einen kleinen Fahrplan. Ich erzähle so ein bisschen darüber, was GEO ist und vielleicht so ein paar Schlüsselfakten vorweg.

  6. 2:04

    Dann gucken wir uns an, wie das Ganze technisch funktioniert, also wie eine KI-Antwort zum Beispiel entsteht. Dann gucken wir uns an, was wir selbst machen können, um die Ergebnisse zu optimieren. Und als allerletztes gucken wir uns mal einen Ausblick an, weil sich in der KI-Welt ja ganz viel verändert. Und dann schauen wir mal, was so als nächstes ansteht oder was so Sachen sind, die man jetzt vielleicht schon absehen kann.

Einführung ins Thema 2:29–6:01

  1. 2:29

    Felix Ja, bei GEO geht es ja insgesamt darum, dass wir in den Antworten von KIs auftauchen. Und das ist so ein bisschen anders als bei SEO, weil bei SEO geht es ja darum, an welcher Position tauche ich auf. Wenn ich bei SEO, also Suchmaschinenoptimierung, an der ersten Position in den Suchergebnissen auftauche, dann ist das natürlich das Ziel, was man erreichen will.

  2. 2:49

    Während das bei GEO so ist, dass man eigentlich nur genannt werden will. Und ob man jetzt weiter oben im Text oder weiter unten im Text genannt wird, ist meistens nicht so wahnsinnig wichtig. Klar, jetzt kann man sich bei AIs natürlich auch eine Liste ausgeben lassen. Da ist es natürlich auch spannend, wenn man dann oben landet. Aber grundsätzlich ist es erstmal viel wichtiger, dass man überhaupt genannt wird.

  3. 3:06

    Ja, und die Engines, die wir heute im Wesentlichen betrachten, sind dann ChatGPT, Gemini, also Google. Perplexity ist in Amerika, glaube ich, größer als in Deutschland. Claude natürlich, weil wir es auch viel benutzen. Und dann Google selbst, vielleicht nochmal als Suchmaschine dann. Ich kann als allererstes mal hier, das fände ich ganz spannend, ein paar Live-Suchen ausführen. Ich habe mir hier schon so ein Inkognito-Browser-Fenster aufgemacht. Und das Erste, was ich hier mal suche, ist, welche deutschen Podcasts zur Webentwicklung sind hörenswert.

  4. 3:47

    So, wenn wir das abschicken, dann bekommen wir, ich bin jetzt bei ChatGPT, eine Liste und da kommt als allererstes hier Working Draft. Meine klare Empfehlung, sagt ChatGPT, mit ein bisschen Text noch dazu und dann kommt tatsächlich als zweites auch schon das Webcafé, Webentwicklung, Unternehmenskultur, etwas breiter, Webentwicklung, Programmierung, Technologie, aber auch Firmenkultur und Führung.

  5. 4:06

    Ja, und das gefällt mir jetzt schon ganz gut. Den Podcast selbst habe ich jetzt nicht wahnsinnig optimiert. Also scheint ja wirklich ganz gut zu sein. Ich mache nochmal eine andere Suche, einfach damit ihr so ein bisschen so einen Eindruck davon bekommt, was so passiert. Und zwar machen wir hier, gib mir eine Liste der besten Firmen für Laravel-Entwicklung in Dortmund.

  6. 4:29

    Da bin ich jetzt gespannt, weil ich ja unsere Website optimiert habe, sodass wir bestenfalls in solchen Listen eben auch auftauchen. Und tatsächlich sehe ich hier schon, dass eine Karte gerendert wurde, wo unser Standort gezeigt wird. Und dann schreibt er mit ein bisschen Text, meine Top-Auswahl, Geenen IT-Systeme GmbH tatsächlich ganz oben, sehr interessant für individuelle Software, Sitz in Dortmund, Laravel als klar ausgewiesener Schwerpunkt, inklusive REST-APIs, Admin-Panels, Filament, PHPUnit und so weiter und so fort.

  7. 4:57

    Das gefällt mir natürlich sehr gut. Ja, ist natürlich nicht immer hundertprozentig vergleichbar, weil, obwohl ich im Inkognito-Tab bin, wird, ja, wobei der Standort wird, glaube ich, gar nicht mitgeschickt. Aber zumindest, dass ich auf Deutsch gefragt habe und so, das sind alles so Parameter, die schon eine Suche beeinflussen können. Also das kann ja sein, dass das nicht bei jedem so rauskommt.

  8. 5:15

    Aber so wie es hier ist, gefällt es mir natürlich ganz gut. Und man muss natürlich jetzt aber auch dazu sagen, ich habe eine sehr spezielle Suche gemacht. Also eine beste Firmen für Laravel-Entwicklung in Dortmund. Klar, da gibt es natürlich jetzt nicht mehr so viele, da kommt ja fast nicht drum herum, uns da zu empfehlen. Aber ich kenne auch viele Firmen, die unter konkreten Stichpunkten und da sind auch Kunden von uns darunter, die jetzt auch auf uns zugekommen sind, die unter konkreten Stichpunkten nicht gefunden werden.

  9. 5:39

    Also sind super Firmen für bestimmte Themen. Und wenn man nach deren Steckenpferd sucht, werden die zum Teil nicht aufgeführt, egal wie speziell man sucht, weil zum Teil die Suchmaschinen beziehungsweise die AIs gar nicht in der Lage sind, die Ergebnisse überhaupt durchzucrawlen. Und das gucken wir uns ja im Technikabschnitt hier mal an, wie wir das hinkriegen, dass die AIs das auch mitlesen können.

Aktuelle Statistiken zu GEO 6:01–12:14

  1. 6:01

    Felix Ja, genau. Ich habe noch so ein paar Zahlen für den Anfang mitgebracht. Sistrix, das sind ja so große Suchmaschinenoptimierer, haben ja auch so eine Software, die sagen, dass AI deutsche Websites 265 Millionen Klicks im Monat kostet. Und da habe ich mir nachgeguckt, das sind ungefähr 6,6 Prozent aller organischen Klicks. Das heißt, also organische Klicks sind ja Klicks auf normale Suchergebnisse, wenn man zum Beispiel googelt.

  2. 6:25

    Und das sind jetzt 6,6 Prozent weniger durch AI, weil unter anderem dann so AIOs angezeigt werden, AI Overviews. Das sind, wenn man googelt, wenn man eine Frage googelt, dann kriegt man da oben schon so eine kleine Box mit so einer AI-Antwort. Und das führt dazu, dass eben ganz viele Zero-Clicks auch passieren, dass da die Antwort schon drinsteht und man gar nicht erst auf eine Website abspringt.

  3. 6:47

    Und dann natürlich kein Benutzer mehr auf irgendeiner Website landet. Genau, also im Moment kostet es angeblich 6,6% aller organischen Klicks. Ja, und der erste Platz in einer Google-Suche, der kriegt normalerweise 27% der Klicks ab und mit AI-Overview darüber, also einem AIO darüber, sind es dann noch 11%, das heißt 60% weniger wird dann angeklickt, weil eben diese AI-Overviews offenbar schon relativ viel der Fragen dann auch beantworten.

  4. 7:15

    Ja, grundsätzlich zu GEO sagt man, 80% von GEO ist SEO und das sagt Google im Prinzip auch selbst. Da habe ich ein Zitat von Danny Sullivan gefunden, der ist Google Search Liaison, was auch immer das heißt, also jedenfalls Mitarbeiter bei Google und der sagt, Good SEO is good GEO. Da sieht man schon dran, in dem Moment, wo ich die Seite SEO-optimiert habe, das heißt, die Inhalte grundsätzlich erstmal auf die Seite bringen, die HTML-Struktur sauber aufziehen und so weiter, haben wir vielleicht schon mal eine Folge gemacht.

  5. 7:48

    Sonst kommt hier bestimmt nochmal eine Suchmaschinenoptimierungsfolge. Genau, sagt jedenfalls, Good SEO is good GEO. Die anderen Suchmaschinen gehen da nicht hundertprozentig mit. So ChatGPT, Perplexity, Claude und so, die bauen schon auch ihren eigenen Index auf und haben da ein bisschen andere Kriterien. Daher unterscheidet sich schon so ein bisschen.

  6. 8:05

    Das sind vielleicht diese 20%, die neu sind und die gucken wir uns dann heute auch an. Ich glaube aber auch, dass man für Google Bots auch GEO-technisch schon was optimieren kann. Genau, vielleicht noch zu den Zahlen, wie die AIs im Moment genutzt werden. ChatGPT ist immer noch unbestrittener Marktführer im Moment und hat so ungefähr die Hälfte aller AI-Klicks.

  7. 8:26

    Also wenn Links rausgegeben werden und jemand dann auf einer Website landet, sind die zu ungefähr 50% von ChatGPT gekommen. Ja, 46% nutzen ungefähr dann ChatGPT. Dann kommt Gemini mit 28% und Claude dann nur noch 10%. Alles andere so ein bisschen unter ferner liefen, also auch Copilot und so weiter. Und dazu muss man sagen, dass Gemini und Claude eigentlich deutlich mehr genutzt werden, aber die linken halt wenig raus.

  8. 8:51

    ChatGPT ist da sehr offen, Google Maps einzubinden, rauszulinken, Quellen als Links anzugeben auf die Webseiten und das machen Gemini und Claude eben weniger. Und deswegen dann auch sehr viele Klicks über ChatGPT. Das kann sich aber natürlich über Nacht ändern. Kommen wir vielleicht im Ausblick nochmal hinten drauf.

  9. 9:09

    ChatGPT ist aber deutlich rückläufig. Die haben jetzt im Januar 2026 das erste Mal unter 50% der Nutzer gehabt. Also vorher waren die noch deutlich weiter vorne. Das heißt, die anderen AI-Tools holen auch auf und das merkt man natürlich auch in der Qualität. Also ganz am Anfang war ChatGPT ja schon so das Beste, was man nutzen konnte und heute glaube ich, ja, liegen die Unterschiede dann in den großen Modellen dann auch in Nuancen.

  10. 9:31

    Ja, Wachstum gegenüber Vorjahr, da sieht man es vielleicht auch nochmal ganz gut dran. ChatGPT hat nur 2% Nutzer zugewonnen, beziehungsweise da geht es jetzt immer um diese Links, die angeklickt werden. Und Gemini und Claude liegen dann bei 450% Zuwachs und 855% Zuwachs. Also da geht es schon mehr ab nochmal.

  11. 9:50

    Ja, in Deutschland werden 20% der Suchen über Google mit einem AIO ausgestattet, also mit so einem AI-Overview. Während das in Amerika schon über 40% sind. 43% habe ich hier so eine Zahl von Similarweb gefunden im Juli 26. Und da sieht man schon so ein bisschen dran. In Amerika wird sowas ja immer gelauncht und kommt dann nach Deutschland rüber und nach Europa.

  12. 10:12

    Und man kann also davon ausgehen, dass diese AIOs noch viel, viel weiter ausgerollt werden. Ja, deswegen die organischen Suchergebnisse vielleicht noch etwas unwichtiger werden. Und das bringt uns natürlich dazu, dass GEO dann auch immer wichtiger wird. Ja, ich möchte euch natürlich jetzt nicht übermäßig mit Statistiken quälen, habe ja jetzt schon einige vorgebracht hier, aber zwei habe ich noch, die ich doch dann sehr interessant fand.

  13. 10:35

    Und zwar habe ich von Seer Interactive, das ist so eine Online-Agentur, gefunden, dass wenn man in AIOs zitiert wird, also diesen AI-Zusammenfassungen, dann bekommt man 35% mehr organische Klicks auf die Suchergebnisse, die angezeigt werden. Also nehmen wir an, ich suche was bei Google. Oben in dem AI-Overview steht beispielsweise Geenen IT-Systeme als Agentur drin.

  14. 10:58

    Und dann komme ich vielleicht erst im dritten Treffer. Dann ist aber die Klickrate also deutlich höher, als wenn ich in diesem AI-Overview nicht angezeigt würde. Und wenn ich gleichzeitig noch Ads schalte, dann würde das 91% mehr geklickt werden, als wenn ich im AI-Overview nicht drin bin. Das heißt, GEO-Optimierung kann man so sagen, lohnt sich quasi dann doppelt, weil man bestenfalls auch auf den organischen Treffer noch besser aufgerufen wird.

  15. 11:28

    Von Ahrefs habe ich noch eine Statistik gefunden, dass die auf der eigenen Seite, das ist natürlich jetzt nur eine Quelle, aber man kann das auf anderen Seiten so ähnlich nachlesen, dass die 0,5% der Besucher aus KI generieren im Moment, die aber 12% der Sign-Ups machen. Also so eine B2B-Seite ist das. Ja, und deren Conversions speisen sich eben zu einem großen Teil aus KI-Besuchern, die aber nur einen sehr kleinen Teil ausmachen.

  16. 11:55

    Und da kann man so daran sehen, dass KI so eine Vorqualifizierung macht. Das heißt, wenn jetzt jemand zum Beispiel bei ChatGPT was gesucht hat, ein paar Fragen gestellt hat, ein bisschen nachgefragt hat und dann kommt dabei raus, jo, Geenen IT-Systeme ist jetzt deine Agentur für Laravel-Entwicklung, dann ist auch sehr wahrscheinlich, dass daraus hinterher eine Conversion entsteht, wenn sie denn dann auf deine Seite klicken.

Wie eine KI-Antwort entsteht 12:14–15:21

  1. 12:14

    Felix Jetzt würde ich gerne so ein bisschen darauf eingehen, wie die KI die Frage dann technisch umsetzt und wie die Antwort überhaupt entsteht. Und das allererste ist mal, dass die KI einen sogenannten Fan-Out macht. Und Fan-Out heißt, aus der Frage, die gestellt wurde, also zum Beispiel beste Laravel-Agentur in Dortmund, macht die KI jetzt mehrere Teilfragen.

  2. 12:36

    Das sind oft, ja, bestimmt acht verschiedene Fragen, die die KI dann daraus macht. Und das können so Fragen sein wie erstmal überhaupt die Frage, die man gestellt hat, also Laravel-Agentur in Dortmund, dass das gesucht wird. Einerseits im eigenen Index, zum Teil aber auch live suchen dann im Internet. Und dann aber auch sowas wie, ja, vielleicht PHP-Entwickler Dortmund oder Laravel Ranking NRW.

  3. 13:00

    Also es gibt so verschiedene Sachen, die die KI dann daraus macht. Ist auch sehr unterschiedlich, je nachdem, welche KI man dann benutzt. Und für diese Fragen macht die KI quasi so Teilabfragen und sucht sich da die Ergebnisse raus. Und was da dann rankt, sind eben nicht unbedingt die ganzen Webseiten, sondern vor allem eben Abschnitte. Und da kommen wir später bestimmt auch nochmal mehr drauf, dass KI eben sehr darauf steht, einzelne Abschnitte, die sehr gut zur Suchanfrage passen, auszuwählen und weniger jetzt eine ganze Seite, die auf dieses Keyword jetzt suchmaschinentechnisch optimiert ist.

  4. 13:34

    Und bei dieser Passagenauswahl geht es eben darum, dass es sehr konkret ist, also das, was wirklich die Frage dann auch war, dass es prüfbar ist und dass es weit oben auf der Seite steht. Das sind so Kriterien, die man ja immer wieder so nachlesen kann. Live-Suchen machen nicht alle Bots, aber das gibt es eben auch. Also Google und Apple zum Beispiel rendern dabei sogar JavaScript.

  5. 13:56

    Das machen die anderen nicht, das muss man auch bedenken. Also es lohnt sich wirklich HTML mit dem Text direkt wirklich auszuliefern und nicht erst in JavaScript nachzuladen, was natürlich früher gerade bei diesen SPAs, Single Page Applications, dann sehr beliebt war. Und aus der ganzen Geschichte kommt dann unten eine Antwort raus, die sich dann eben aus diesen Teilergebnissen speist.

  6. 14:17

    Erkenntnis für GEO an der Stelle noch, dass die meisten Quellen, die tatsächlich in AI referenziert werden, gar nicht unbedingt in den Top 100 ranken. Genau genommen habe ich so eine Zahl gefunden hier, dass 60% der zitierten Quellen gar nicht in den Top 100 der Suchergebnisse drin waren. Das heißt, die Ergebnisse, die KI jetzt hier angibt, die unterscheiden sich schon deutlich von dem, was zum Beispiel eine Google-Suche als Top-Ergebnisse dann ausgibt.

  7. 14:46

    Ja, und dazu kommt noch, dass 78% der zitierten Inhalte dann klassischer Content sind. Das heißt so Produktseiten, die Startseiten von Webseiten und eben nicht klassischer SEO-Content, weil das ja gerade bei SEO gut funktioniert, dass man so Landingpages baut, die für bestimmte Themen sind. Und die ranken aber tatsächlich bei GEO gar nicht so gut, sondern die AI ist eben selbst sehr gut darin zu erkennen, was ist jetzt ein Suchmaschinen-Content, also was sollen wir nur Informationen über ein bestimmtes Thema füttern und was ist dann tatsächlich echt und brauchbar und wird zum Beispiel auch im Netz verlinkt.

1. Auffindbarkeit 15:21–19:25

  1. 15:21

    Felix Ja, daraus können wir natürlich jetzt überlegen, was wir machen können, um in AIs dann besser angezeigt zu werden. Ich habe da mal so sechs Punkte rausgeschrieben, die ich hier so nach und nach durchgehe. Und das allererste ist natürlich, wir wollen auffindbar sein. Das heißt, wir müssen erst mal Bots zulassen. Da gibt es jetzt eigentlich für fast alle KIs drei Bots.

  2. 15:42

    Ich mache das jetzt mal stellvertretend für ChatGPT, also OpenAI. Da gibt es diesen GPTBot, der ist für das Training zuständig. Das heißt, für die Training heißt für alles, was eben in dieses Langzeitgedächtnis kommt. Dann gibt es diesen OAI-SearchBot. Das ist die Suche und das ist dieser Suchindex, der da aufgebaut wird, den ich eben schon genannt habe.

  3. 16:02

    Und dann gibt es noch den ChatGPT-User, der ist für den Live-Abruf zuständig. Das heißt, wenn jetzt wirklich ich eine ganz aktuelle Quelle brauche und der ChatGPT-User da wirklich auf die Seite geht und Live-Informationen abruft oder ich vielleicht auch nach einer konkreten Website frage und dann geht er da auch drauf und guckt, was sind die Inhalte, die da im Moment draufstehen.

  4. 16:20

    Ja, bei Claude ist das so ähnlich. Da gibt es den ClaudeBot für Training, den Claude-SearchBot für diesen Suchindex und dann der Claude-User für den Live-Abruf. Und so ähnlich strukturiert sich das eigentlich bei allen AIs. Und die erste Methode, um diese Bots zuzulassen oder eben natürlich auch zu blocken, ist dann die robots.txt, die wir eigentlich kennen sollten.

  5. 16:39

    Die gibt es ja schon ewig im Internet. Und da kann ich jetzt eben diese speziellen Bots allowen oder disallowen oder kann auch sagen, dass sie auf bestimmte Verzeichnisse zugreifen oder nicht zugreifen dürfen. Und meine Empfehlung wäre da, mindestens den Search-Bot und den Live-Abruf zu erlauben. Ob man jetzt den Bots erlauben soll, Trainingsdaten auch aufzunehmen, das ist natürlich jedem selbst zu überlassen.

  6. 17:03

    Es gibt so gespaltene Meinungen zu. Ich bin der Meinung, dass das wahrscheinlich gar nicht so unpraktisch ist, wenn man auch in den Trainingsdaten irgendwie mit eingebacken ist. Das ist natürlich eine sehr langfristige Sache. Also ich kann nicht heute sagen, jetzt erlaube ich das Training und morgen bin ich in diesen Trainingsdaten drin, sondern das ist natürlich ein sehr langfristiger Prozess.

  7. 17:21

    Bei uns war jetzt noch ganz speziell, als ich unsere Seite gebaut habe, ist mir aufgefallen, ich habe das zwar alles erlaubt in den robots.txt und trotzdem sind diese Trainings-Bots nicht durchgekommen. Also ich habe so einen Curl-Abruf gemacht und habe den User-Agent da quasi gefaked und Hetzner hat das fröhlich alles geblockt. Also Hetzner blockiert diese Trainings-Bot, also zum Beispiel GPTBot und den ClaudeBot.

  8. 17:43

    Natürlich ein Stück weit aus gutem Grund, weil die auch viel Traffic verursachen. Jetzt ist unser Server performant genug, dass ich sage, jo, das können wir eigentlich erlauben. Da sollte man eben bedenken, dass nicht nur, wenn man das da in der robots.txt zulässt, klappt das nicht unbedingt alles, sondern man muss auch nochmal gucken, ob der Hoster das zulässt.

  9. 17:57

    Ein anderer Fall, den ich gelesen habe, ist bei Cloudflare. Die sitzen ja vor ungefähr einem Fünftel des Webs, also 20% der Webseiten glaube ich, laufen da ungefähr drüber. Und die blockieren tatsächlich seit dem 15.9., das heißt, ja, jetzt seit ein paar Tagen blockieren die Agents, die Seiten crawlen wollen, und die Trainings-Bots eben auch. Das weiß ich jetzt gar nicht, ob man bei Cloudflare das aktiv erlauben kann oder ob das grundsätzlich geblockt ist.

  10. 18:23

    Aber das vielleicht nochmal als Hinweis für alle da draußen, die Cloudflare benutzen. Wenn ihr da Bock drauf habt, dass da Agents auf eure Seite zum Beispiel gehen, dann solltet ihr mal gucken, ob ihr da etwas gegen tun könnt. Und die Bing Webmaster Tools, die waren ja lange sehr überflüssig und man hat eigentlich, ja, wenn dann überhaupt diese Google Web Developer Tools verwendet, aber Bing Webmaster Tools, ja, habe ich lange nicht mehr gesehen, dass das jemand, der nicht sehr in SEO absteigt, dass er das benutzt.

  11. 18:48

    Ist aber inzwischen tatsächlich wieder ein ganz spannendes Werkzeug geworden, weil die Bing-Suche ja die Ergebnisse von ChatGPT und Copilot unter anderem füttert. Und die haben ganz interessante Werkzeuge, zum Beispiel so ein IndexNow. Da kann man sagen, dass die Seite oder bestimmte Inhalte nochmal neu indiziert werden sollen. Und die sind dann relativ schnell auch bei ChatGPT zum Beispiel drin.

  12. 19:09

    Also ganz praktisch. Man kann da so Sitemaps einreichen, was noch ganz cool ist. Und es gibt auch so ein AI-Performance-Report. Und da kann man dann auch sehen, wie zum Beispiel Copilot die Inhalte nutzt. Ja, lohnt sich da mal reinzugucken und das vielleicht nochmal aufzufrischen.

2. Fragen & Antworten in Abschnitten 19:25–21:42

  1. 19:25

    Felix Dann der zweite Punkt, also erster Punkt war jetzt auffindbar sein, ist das Allerwichtigste. Zweiter Punkt ist, dass wir wirklich konkrete Antworten auf unserer Seite geben wollen und bestenfalls auch in Abschnitten geben wollen. Ich habe ja schon gesagt, dass die KI so sehr auf so Abschnitte, auf Paragraphen steht. Und wir können jetzt versuchen, dass wir so die Kernaussagen für jeden Abschnitt immer so in den ersten ein bis zwei Sätzen des Abschnitts reinbringen.

  2. 19:50

    Das hilft der KI einfach nochmal so zu verstehen, worum geht es in diesem Abschnitt. Und viele empfehlen dann auch, diese Überschriften von den Absätzen als Fragen zu formulieren. Also zum Beispiel, wie teuer ist die Laravel-Entwicklung bei Geenen IT-Systeme? Und dann kann man das darunter beantworten, dass wir zum Beispiel viel nach dem Stundensatz abrechnen.

  3. 20:08

    Und sowas soll dann der KI eben helfen. Und dann stehen die natürlich auf strukturierte Daten. Also sowas wie Listen, Tabellen, FAQs sind ganz cool für AI, weil man dann natürlich Fragen mit konkreten Antworten hat. Und da wirklich auch noch mal so aus User-Sicht hingehen kann, ja was könnten konkrete Fragen sein, die gestellt werden. Und bestenfalls sind das eben auch Fragen, die bei so einem Fan-Out dann entstehen. Schritt-für-Schritt-Anleitung ist auch noch so eine andere Geschichte, die bei AI ganz gut ankommt.

  4. 20:35

    Ich habe oft auch gesehen, dass diese Seiten, die man ja oft sieht, zu vergleichen ganz gut ranken. Also zum Beispiel, wenn ich jetzt ein Tool habe, ja was fällt mir ein? Sistrix sage ich jetzt einfach mal SEO-Tool und dann würde Sistrix auf der eigenen Seite einen Artikel schreiben, warum Sistrix jetzt besser ist als ein anderes SEO-Tool. Und diesen Vergleich, den übernehmen dann AIs manchmal, zumindest teilweise.

  5. 21:01

    Man könnte natürlich jetzt darauf kommen, dass das vielleicht ein cooler Trick ist, zu sagen, ich nehme einfach meine Seite, die bisher ein langer Fließtext war und teile die jetzt auf in ganz viele Paragraphen und mache eigentlich nur noch Abschnitte dazwischen und packe vielleicht eine Frage drüber. Und da sagt Google aber über so ein Paper, was sie geschrieben haben, ganz klar, Chunking-Hacks sollt ihr besser nicht machen, bringt nichts und ist dann eher schädlich.

  6. 21:24

    Ja, habe ich ja eben schon mal gesagt, AI ist inzwischen ganz gut darin rauszufinden, ist das jetzt ein Content, der extra für AI oder für Suchmaschinen aufbereitet ist, oder ist das realer Content? Und da so künstliche Abschnitte reinzubringen, das hilft also nicht. Das heißt, ihr müsst schon die Texte noch ein bisschen überarbeiten.

3. Belegbare Fakten 21:42–23:07

  1. 21:42

    Felix Ja, Punkt 3 in meiner Liste sind belegbare Fakten. Ganz wichtiger Punkt. Ich habe so ein Princeton-Paper gefunden, ist schon ein bisschen älter, so eine Laborstudie aus 2023, aber ich glaube, so die Richtung wird trotzdem klar und stimmt auch bis heute. Und zwar steht da drin, dass Quellenangaben auf einer Website oder in einem Abschnitt bis zu 40% mehr Sichtbarkeit bringen, dass Statistiken auch so ähnlich, so hier steht 37 bis 41% bringen und Zitate von Experten 28% bringen.

  2. 22:13

    Und das ist natürlich ganz interessant, weil wir das natürlich für uns nutzen können, dass wir für Zahlen, die wir angeben, Quellen reinschreiben, dass wir schöne Statistiken aufbereiten und dass wir bei Aussagen auch immer einen Autor dahin schreiben. Und das kann dann zum Beispiel auf unserer Seite eine Kundenstimme sein, die dann sagt, jo, die Geenen IT-Systeme hat super Arbeit geleistet.

  3. 22:34

    Ob das jetzt ein Experte ist, sei mal dahingestellt, aber grundsätzlich so Autoren zu nennen, bringt eben relativ viel. Und was eben nicht viel bringt, und das hat dieses Princeton Paper damals eben auch herausgefunden, ist so dieses Keyword Stuffing, was man für SEO dann viel macht. Das heißt, man hat jetzt ein Keyword und will jetzt zum Beispiel auf Laravel-Agentur optimieren und dann will ich diesen Begriff auch möglichst oft auf der Seite unterbringen.

  4. 22:56

    Ja, und das bringt nichts und ist mitunter sogar negativ, dass wenn zu viel das genannt wird und das sich nicht mehr natürlich im Text anhört, dann kann das sogar sein, dass man da entsprechend abgewertet wird.

4. Aktualität der Inhalte 23:07–24:16

  1. 23:07

    Felix Punkt 4 meiner Liste ist die Aktualität der Inhalte. Auch ein ganz großes Thema bei AI. Die wollen eben Inhalte darstellen oder zitieren, die möglichst aktuell sind. Und das können wir natürlich technisch erreichen, indem wir zum Beispiel so dateModified setzen. Wir können das in die strukturierten Daten, zum Beispiel bei schema.org übernehmen. Komm ich gleich nochmal drauf.

  2. 23:27

    Ins JSON-LD kann man es mit reinschreiben. In den Sitemaps kann man ein aktuelles Datum reinbringen. Aber man kann natürlich jetzt auf dem Blogbeitrag, kann man natürlich das Datum auch einfach auf die Seite schreiben und dann sagen, hier der Artikel ist vom 15.06. Und dann wissen die Bots entsprechend, dass das Ganze aktuell ist. Und da ist natürlich dann auch cool, vielleicht ein Modified-Datum nochmal reinzubringen auf die Seite und zu sagen, wenn ich jetzt einen Artikel überarbeite, dass ich dann nochmal ein Datum reinbringe, wann der Artikel überarbeitet wurde.

  3. 23:55

    Ja, so, dass er letztlich aktuell bleibt. Die Daten zu faken, da warnt Google wiederum vor. Also ihr seht schon, alles, was man so fake-mäßig versucht, da sagt Google, ja, klappt nicht. Ob das wirklich mal so stimmt, ist natürlich die Frage. Google macht das natürlich auch so ein bisschen zum Selbstschutz. Ja, aber die Artikel so ein bisschen zu überarbeiten, ein bisschen aktuell zu halten, macht auf jeden Fall Sinn, glaube ich, an der Stelle.

5. Brand Building 24:16–26:22

  1. 24:16

    Felix Der fünfte Punkt auf meiner Liste ist, dass wir insgesamt im Internet für unsere Marke, für unsere Firma eine Marke aufbauen wollen. Wir wollen so ein gewisses Brand-Building machen, denn die LLMs zitieren ja letztlich, was oft und konsistent genannt wird. Das heißt, wenn ich jetzt zum Beispiel bei Wikipedia genannt werde, wenn ich in Branchenverzeichnissen genannt werde, ich münze das jetzt einfach mal wieder auf die Geenen IT-Systeme GmbH, wenn ich vielleicht in der Fachpresse auftauche, wenn ich hier so einen Podcast mache, dann vielleicht noch auf Konferenzen spreche, dann merkt die AI irgendwann, ah, das ist ein konsistentes Bild, das ist eine Firma, die mit bestimmten Eigenschaften hinterlegt ist.

  2. 24:55

    Vielleicht hat sie eine gewisse Expertise, die ist vielleicht jung und dynamisch oder vielleicht auch nur, dass sie im Ruhrgebiet relativ bekannt ist. Und das sind dann alles Punkte, die hinterher in den Suchen mit einfließen. Ja, und da gehören natürlich auch die Portale wie so YouTube, LinkedIn, Reddit und so weiter dazu. Reddit natürlich ganz interessant.

  3. 25:15

    Die wurden ja teilweise bis zu 60 Prozent oder in 60 Prozent aller Antworten zitiert eine ganze Zeit lang. Und da wurde ja gerade ChatGPT auch viel, viel kritisiert, dass ganz viel eben aus Reddit kommt. Und dann sind die ganzen Leute hingegangen und haben Reddit vollgespammt mit Informationen über ihre Seiten und Produkte. Und dann war das ja irgendwie so über Nacht, ich glaube jetzt irgendwann Mitte des Jahres, dass Reddit jetzt, glaube ich, noch in 10 Prozent der AI-Ergebnisse auftaucht, also wurde ziemlich runtergewertet. Und genau, da sieht man auch dran, es lohnt sich jetzt nicht so auf ein Pferd zu setzen, sondern man sollte so ganzheitlich da dran gehen und an vielen Schrauben gleichzeitig drehen.

  4. 25:53

    Ja, also Brand-Building, ganz wichtig. Welche Eigenschaften spricht die AI so der Marke zu? Und da kann man natürlich so ein bisschen auch extern nachhelfen. Für die Eigenseite gilt dann weiter noch das, was Google ja immer sagt, dieses E-E-A-T-Prinzip, E-E-A-T. Das ist dieses Experience, Expertise, Authority und Trust. Und das gilt ja schon ganz lange, dass man diese vier Eigenschaften eigentlich irgendwie vereinen will und füttern will. Und das gilt für AI dann genauso.

6. Strukturierte Daten 26:22–27:42

  1. 26:22

    Felix Und als allerletzten Punkt habe ich noch strukturierte Daten, habe ich eben schon ein bisschen angerissen. Wir wollen die Seite also ausstatten mit zum Beispiel Daten für ein Schema, also schema.org oder JSON-LD. Und wollen der Seite so ein bisschen Informationen mitgeben, dass die KI ein bisschen besser verstehen kann, was auf dieser Seite abgeht.

  2. 26:41

    Also was spannend zum Beispiel ist, ist, dass man überhaupt erstmal einen Seitentyp mitgibt. Bei uns wäre das jetzt eine Organisation bei Geenen IT-Systeme, sodass die KIs oder die Crawler, das gilt ja für SEO genauso, erstmal auch wissen, ah, hier geht es um eine Firma, eine Organisation und nicht vielleicht um irgendwie eine Person oder ein Produkt im Vordergrund.

  3. 27:00

    Und genauso gilt das natürlich für andere Sachen, dass man dann da vielleicht ein Artikel draus machen kann oder eine Person. Die Autoren hier von dem Podcast auf unserer Website, die könnte man zum Beispiel als Person dann auszeichnen. Und die Person kann man dann vielleicht noch als sameAs zu LinkedIn verlinken. Also dieses sameAs gibt es ja ganz viel, dass ich dann zum Beispiel sagen kann, das LinkedIn-Profil von Geenen IT-Systeme ist das gleiche wie die Website oder es bezieht sich auf die gleiche Entität.

  4. 27:23

    Das könnte man mit YouTube auch noch machen und mit anderen Plattformen. Und genauso kann man das natürlich über die Personen auf dieser Website dann auch machen. Und das hilft der KI einfach so ein bisschen besser zu verstehen, wie ist so dieses Netzwerk, wo sind die gleichen Leute, wo sind die gleichen Entitäten und die Sachen so zusammen zu puzzeln.

Sichtbarkeit nachhalten 27:42–28:57

  1. 27:42

    Felix Ja, wenn wir das alles gemacht haben, dann ist natürlich spannend, dass wir das Ganze auch nachhalten. Also wie werden wir überhaupt gefunden und wie entwickelt sich das Ganze? Ja, SEO-technisch hat sich das ja sehr etabliert, welche Tools man da nutzen kann. Ich habe Sistrix eben schon mal genannt, ohne dass das jetzt eine große Empfehlung von mir wäre. Aber das ist ja ein Tool, da kann man zum Beispiel dann über einen langen Zeitraum unter anderem nachhalten, auf welchen Positionen man dann SEO-technisch gerankt ist. Und das gibt es so auch für AI inzwischen.

  2. 28:09

    Ich habe da zwei jetzt gefunden, wieder auch nicht von mir getestet, also deshalb keine Empfehlung, aber nur, dass ihr mal was gehört habt. Es gibt zum Beispiel Peec AI oder Otterly. Das sind so zwei Tools, da zahlt man so, ich sage mal, zwischen 25 und 200 Euro im Monat und dann bekommt man Informationen darüber, unter welchen Suchbegriffen man in der AI dann empfohlen wird oder auch rausgelinkt wird.

  3. 28:32

    Man kann natürlich aber auch hingehen und einfach selbst mal suchen, starten und vielleicht einfach sich ein festes Datum nehmen, also zum Beispiel wöchentlich. Und dann sagen, ich suche jetzt mal Montag nach dem gleichen Begriff und guck mal, wie sich das so entwickelt, nachdem ich Optimierung gemacht habe. Das empfehle ich natürlich auf jeden Fall, das so ein bisschen nachzuhalten, weil sonst optimiert man was und es hat vielleicht hinterher gar keinen Effekt. Und da muss man natürlich dauerhaft so ein bisschen dranbleiben. Und deswegen das Nachhalten sicherlich ganz praktisch.

Hype-Check: llms.txt & Co. 28:57–30:58

  1. 28:57

    Felix Bevor wir jetzt zum Ausblick und zu Takeaways kommen, habe ich noch so einen kleinen Hype-Check gemacht. Ich habe so drei Themen hier aufgenommen und wollte einfach mal gucken, ja, bringen die überhaupt was? Das erste ist die llms.txt. Vielleicht hat die jemand in meiner technischen Auflistung, in meinem Handeln auch schon vermisst. Die wird ja ganz oft empfohlen, auch gerne von KI selbst, zum Beispiel von Claude, dass man diese llms.txt neben die robots.txt legen sollte und da dann der KI so ein bisschen Informationen mitgibt über zum Beispiel die Firma, über das Produkt und so weiter.

  2. 29:28

    Und mitunter entweder zusammengefasste Texte oder vielleicht sogar auch Informationen, die auf der Website so gar nicht stehen. Ahrefs hat das im Juni 26 mal nachgecheckt, dass 97% der llms.txt gar keinen Aufruf haben. Das heißt weder von irgendwelchen anderen Bots noch von AI. Und diese 3% die Aufrufe haben, von denen waren dann nur 1% wiederum KI-Suchbots. Das heißt, dass KI die wirklich nutzt, ist äußerst selten.

  3. 29:57

    Ja, eigentlich müsste die Empfehlung sein, dass man die llms.txt weglässt und stattdessen besser die Seite optimiert. Also da sicherlich viel zitiert, aber eigentlich nur Luft, bringt nicht viel. Dann haben wir das zweite, das ist so AI-Schema. Das heißt, viele GEO-Optimierer empfehlen so Schemadaten so aufzublähen, dass die AI da eben möglichst viel rausziehen kann.

  4. 30:18

    Und man kann ja Schemadaten noch und nöcher in die Seiten packen. Und da wird eben gesagt von Google unter anderem auch wieder selbst, dass das nicht viel bringt, diese Schemadaten so voll zu packen, sondern man sollte schon nur das reinmachen, was sinnvoll und auch nützlich ist. Und genauso habe ich ja diese Chunking-Tricks schon genannt, die eben nicht viel bringen.

  5. 30:37

    Was angeblich auch nicht viel bringen soll, sind gekaufte Erwähnungen oder gekaufte Rezensionen. Da bin ich mir nicht ganz sicher, wie die AIs das rausfinden wollen, dass die dann tatsächlich gekauft sind. Aber vorsichtig sein sollte man da allemal, dass man nicht irgendwie abgestraft wird. Also wenn man da was holt, dann ja vielleicht nicht ganz so Spam-mäßig, sondern so ein bisschen dezent.

Entwicklung der Crawl-to-refer ratio 30:58–32:06

  1. 30:58

    Felix Dann kommen wir zum Ausblick und da gucken wir uns ein bisschen an, wo geht die KI und GEO so in Zukunft hin. Eine interessante Zahl habe ich noch gefunden im Cloudflare Radar, dass die Crawl-to-Refer-Ratio deutlich zurückgeht. Das war ja was, weshalb viele Bots auch ausgesperrt wurden und ja viele haben sich auch geärgert über AI-Bots, dass sie die Seiten so zuspammen bzw. so viele Abrufe generieren.

  2. 31:22

    Und da habe ich jetzt eine Zahl gelesen, dass Anthropic zum Beispiel im Januar 26 eine Crawl-to-Refer-Ratio hatte von 57.000 Aufrufen, von denen dann ein Refer gekommen ist. Also 57.000 Mal wurde eine Seite gecrawlt und ein Besucher, ein echter Besucher ist dafür zurückgekommen. Das war im Januar 26. Im Juli 26 war es dann nur eine Rate von 2.200 für einen Refer.

  3. 31:51

    Das heißt, die Bots werden schon auch effizienter darin zu suchen und gehen da so ein bisschen verantwortungsvoller mit um. Google hat da tatsächlich die beste Rate. Die crawlen eine Seite nur durchschnittlich 4,6 Mal, bevor dann ein Besucher tatsächlich auch zurückkommt.

Cloudflare Pay-per-use 32:06–32:37

  1. 32:06

    Felix Ja, Cloudflare will einen Pay-per-Use einführen. Das heißt, die wollen, dass die AIs dafür bezahlen, wenn die Inhalte ausspielen von deren Teilnehmern. Und da bin ich mal ganz gespannt, wo das so hingeht. Da gibt es jetzt noch nicht so richtig viele weitere Informationen zu. Ja, ich glaube nicht, dass das so richtig weiterführt und GEO hat ja eher so den Ziel, wir wollen ja in den AI-Antworten auftauchen. Klar, wenn ich da jetzt auch noch Geld für kriegen würde, gerne, aber ist jetzt nicht so das Feld, auf dem ich rumgrabe, aber dass ihr es mal gehört habt.

Werbung in AI 32:37–33:22

  1. 32:37

    Felix Und da in die gleiche Kerbe geht noch so ein bisschen rein, dass man inzwischen auch Werbung schalten kann in KIs. Bei ChatGPT habt ihr das vielleicht hier und da schon mal gesehen. Ich benutze jetzt einen bezahlten Plan, da gibt es keine Werbung, aber in den Free-Plan soll es seit Februar 26 in den USA und seit Ende August dann tatsächlich auch in Deutschland bezahlte Werbung geben und ich habe da spaßeshalber auch mal geguckt, was das kostet. Das liegt so ungefähr im Kostenbereich von dem, was man auch bei Google zahlt, also wenn man Google Ads schaltet.

  2. 33:07

    Ist also insgesamt nicht ganz billig, aber für die Leute, für die das interessant ist, kann man sich vielleicht mal angucken. Ist inzwischen auch für alle freigeschaltet, vorher war das nur für bestimmte Agenturen. Und ich glaube, man muss auch mindestens irgendwie 50.000 Euro bezahlen. Und inzwischen ist das aber, glaube ich, geöffnet.

Browser-Agenten 33:22–34:17

  1. 33:22

    Felix Was technisch noch ganz interessant ist, ist, dass wir immer mehr so Browser-Agenten sehen. Also Agenten, die den Browser wirklich bedienen. Und die sind natürlich ein bisschen schwieriger zu filtern von den anderen Agenten, die wir eben genannt haben. Also von diesen Bots. Und da macht es natürlich Sinn für die, die Seiten auch zu optimieren. Also wenn jetzt jemand sagt, hier übernehmen wir mal bei Chrome und suchen mal die beste Laravel-Agentur.

  2. 33:43

    Ich weiß nicht, ob man das unbedingt so machen würde. Aber wenn das so wäre, dann wäre es natürlich cool, wenn jetzt die Seite von uns eine klare Struktur hat, sodass die AI sich da gut zurechtfindet. Wenn die relevanten Inhalte weit oben sind, dass nicht so weit gescrollt werden muss. Und wenn dann zum Beispiel so Formulare ohne Hürden sind, also zum Beispiel keine Captchas drin sind.

  3. 34:01

    Ja, ist immer so ein Trade-off. Aber das würde einer KI jedenfalls in dem Moment helfen. Und Browser-Agenten sehen wir sicherlich in Zukunft noch viel mehr. ChatGPT ist da auch dran. Und kann ja inzwischen den Computer wirklich schon faszinierend steuern. Und genau, dafür kann man natürlich auch optimieren.

Takeaways 34:17–36:28

  1. 34:17

    Felix Ja, abschließend kann man eigentlich sagen, das macht jetzt nicht Sinn, auf eine Engine zu optimieren, also nur ChatGPT zum Beispiel, weil es noch der Platzhirsch ist. Aber wir haben ja das gesehen, dass Gemini und Claude und die anderen AIs deutlich aufholen. Das heißt, Sinn macht natürlich diese allgemeine Optimierung. Also mit strukturierten Daten kann wahrscheinlich jede AI was anfangen mit einer gut aufgebauten Website.

  2. 34:40

    Mit einem schnell ausgelieferten HTML, das habe ich, glaube ich, sogar noch gar nicht genannt. Also KIs stehen natürlich genauso wie Suchmaschinen drauf, dass eine Seite zackig geladen wird. Und das macht natürlich Sinn, Engine-übergreifend die Sachen einfach zu optimieren. Wir haben auf die Technik geguckt. Wir wollen also die Suchbots erlauben. Wir wollen in der robots.txt die Suchbots erlauben.

  3. 35:01

    Wir wollen gucken, dass unser Anbieter die nicht blockt, also zum Beispiel Cloudflare oder Hetzner, dass wir bestenfalls auch die Trainings- und Suchbots eben erlauben, neben den Live-Crawlern. Wir wollen die Inhalte alle im HTML ausliefern und möglichst schnell. Dann haben wir den Content: Wir wollen, dass die Antworten auf potenzielle Fragen möglichst weit oben auf der Seite stehen und gleichzeitig aber auch am Anfang von den entsprechenden Paragraphen. Wir wollen die Website so aufbauen, dass wir viele Abschnitte haben und nicht so einen riesenlangen Fließtext, sondern Abschnitte, bestenfalls mit einer knackigen Überschrift, mit den Antworten in den ersten Teilen dieses Paragraphen, sodass die KI sich da wirklich diese Chunks dann rausholen kann.

  4. 35:45

    Wir wollen viele Fakten auf der Seite liefern. Wir wollen die natürlich aber auch mit Quellen ausstatten, dass AI die auch verifizieren kann. Und gleichzeitig wollen wir, dass die Inhalte möglichst aktuell sind. Wir wollen die mit einem Datum ausstatten. Ja, und bestenfalls schreiben wir auch einen Autor dazu, damit die AI auch noch weiß, wo dieser Inhalt herkommt.

  5. 36:04

    Und wenn wir es dann noch schaffen, als letztes die Marke seitenübergreifend konsistent darzustellen, mit positiven Eigenschaften zu belegen und vor allem mit den Eigenschaften, über die wir gesucht werden wollen, das heißt überall, wo KI liest, sei das jetzt bei YouTube oder LinkedIn oder vielleicht auch bei Reddit und wir da wirklich schaffen, so eine Marke aufzubauen, dann haben wir schon relativ viel für GEO gemacht.

Outro 36:28–37:24

  1. 36:28

    Felix Ja, das war jetzt eine ziemlich ausführliche Reise so durch GEO, wobei ich eigentlich das Gefühl habe, ich habe vieles auch nur angerissen. Ich hoffe aber, ihr könnt da ein bisschen was mit rausnehmen und ich hoffe vor allem, dass ich euch nicht hier alleine gelangweilt habe, weil mit Kay ist es dann natürlich schon was anderes, wenn es noch ein bisschen hin und her geht. Der hätte jetzt bestimmt auch spannende Nachfragen gestellt.

  2. 36:46

    Die spannenden Nachfragen dürft ihr natürlich trotzdem auch weiterhin stellen an podcast@geenen-it-systeme.de. Wenn ihr Fragen dazu habt oder wenn ihr mich irgendwo korrigieren wollt, gebt mir gerne Feedback. Ja und dann hoffe ich, dass Kay nächstes Mal wieder mit dabei ist, aber vielleicht wird es hin und wieder mal eine Solo-Folge von mir geben, einfach um diese Lücken zu füllen, wenn wir vielleicht so zu zweit nicht zum Aufnehmen kommen würden. Dann wünsche ich euch jetzt nur das Beste und wir hören uns bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao!

03 — Weiterhören

Nebenan im Webcafé

Alle zwei Wochen montags eine neue Folge über Webentwicklung, Codequalität und die Art, wie wir zusammenarbeiten.

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04 — Feedback

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