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Webcafé — Folge 18

WordPress

Wenn wir Webseiten mit Content Management System umsetzen, ist oft WordPress, mit seinen Stärken und Schwächen, das CMS der Wahl.

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Folge 18 WordPress 52 min · 25 Kapitel
0:00 52:29

Am Mikrofon

01 — Worum geht es

Worum geht es?

Wenn wir Webseiten mit Content Management System umsetzen, ist oft WordPress, mit seinen Stärken und Schwächen, das CMS der Wahl. Felix und Kay gehen in dieser Folge darauf ein, warum wir WordPress einsetzen und was für Vor- und Nachteile das System mit sich bringt.

02 — Transkript

Das Gespräch, Wort für Wort

Kapitel

9.656 Wörter in 25 Abschnitten. Jede Zeitmarke springt an die passende Stelle im Audio. Automatisch transkribiert und maschinell nachkorrigiert — im Zweifel gilt das Gesprochene.

Intro 0:00–2:45

  1. 0:00

    Guten Morgen, lieber Kay. Ah, guten Morgen. Ich war noch hier am Tee zugange, gar nicht darauf vorbereitet, so schnell zur Sprache zu kommen. Hallo Felix. Ja, sonst lasse ich dir mal so zehn Sekunden, bis ich loslege. Aber heute bin ich voller Elan, weil wir eine kleine Sommerpause hatten. Wir haben jetzt ungefähr vier Wochen keinen Podcast aufgenommen. Das merken die Hörer und Hörerinnen eventuell gar nicht so, weil wir immer ein bisschen was auf Halde haben. Und die Zeit dazwischen dann vielleicht ein bisschen kürzer ist. Aber wir jedenfalls haben lange nicht mehr aufgenommen und da kam jetzt viel zusammen.

  2. 0:33

    Also wir hatten viel zu tun in unseren Projekten. Wir waren krank und hatten Ferien. Und nicht zuletzt waren wir auch beim Kunden vor Ort in Zürich eine Woche. Konnten da nicht aufnehmen. Und das Schöne daran ist, aber da bin ich mal wieder richtig ins Coding reingekommen. Und das wird man sicherlich hier im Podcast auch merken, dass ich in manchen Themen jetzt wieder ein bisschen aktueller drauf bin. Oh, da bin ich gespannt. Ja, das ist ja das Problem, dass wir den Podcast noch so nebenbei während der Arbeitszeit quasi machen. Und wenn man dann bis unter beide Ohren in Projekten steckt, dann hat das natürlich auch im Alltag viel mehr Präsenz, wenn man da mit Aufgaben betraut ist und sowas.

  3. 1:08

    Und dann fällt dieser Podcast leider immer so ein bisschen hinten über. Ja, und es ist so einfach, einem Kunden zu sagen, ja gut, dies und das mache ich noch fertig und dafür den Podcast zu canceln, weil einen dafür keiner auf den Deckel haut.

  4. 1:19

    Aber wir kriegen ab und zu mal Zuschriften, dass wir regelmäßiger veröffentlichen sollen. Und das motiviert uns dann immer wieder dran zu bleiben und regelmäßig hier die Folgen zu veröffentlichen. Eine Sache muss ich zu Folge 15 noch ganz kurz sagen. Das ist unsere Folge mit der Fehlersuche. Das ist jetzt aktuell die, die als letztes veröffentlicht wurde. Aber in dem Moment, wo der Podcast hier rauskommt, wird da schon die eine oder andere Folge noch dazugekommen sein. Und zwar hatten wir da einen längeren Teil, wo wir über die Vision Pro gesprochen haben. Und das haben wir dann ja als Bürotalk-Folge nochmal aufgenommen.

  5. 1:49

    Und deswegen haben wir das da komplett rausgeschnitten. Vielleicht hört man das. Das nur so als kleiner Hinweis. Vielleicht ist da so ein Mini-Bruch drin. Wir beschäftigen uns mit dem Thema WordPress. Aber wir können natürlich nicht ins Thema einsteigen, bevor wir wissen, was Kay sich als Getränk mitgebracht hat. Gut, dass du fragst. Ich dachte schon. Ja, es wird ja jetzt wieder ein bisschen herbstlich. Also es wird vor allem kälter. Damit auch wieder Teezeit. Und gleichzeitig beginnt damit auch die Phase, wo ich quasi durchgehend so ein bisschen angeschnüffelt bin. Also ein bisschen die Nase zu habe.

  6. 2:19

    Und dementsprechend habe ich mir hier so ein Teesieb gemacht mit gleichen Teilen Pfefferminz und so ein Tropica-Früchte-Tee irgendwas.

  7. 2:29

    Und davon gleich eine ganze Kanne angesetzt, sodass ich jetzt hier ordentlich die Stimme warm halten kann. Oh ja, das hört sich richtig gut an. Ich hoffe nur, ich trinke jetzt davon nicht so viel, dass wir gleich den Podcast einmal unterbrechen müssen. Das werden wir schön rausschneiden. Das kriegt keiner mit. Und was trinkst du, Felix? Ja, ich habe heute was dabei, Kay. Ich weiß nicht genau, wo ich den her habe, aber es ist nur ein einzelner Beutel gewesen. Und ich vermute, dass ich den irgendwo entweder im Hotel oder in der Flughafen-Lounge habe mitgehen lassen, weil der so interessant klang.

Irish Breakfast Tea 2:45–4:48

  1. 2:59

    Und zwar ist das von der Marke Java Republic ein Tee, der heißt Irish Breakfast und ist ein Organic Black Tea, also ein biologischer schwarzer Tee.

  2. 3:10

    Und jetzt an sich ein Irish Breakfast-Tee habe ich natürlich schon mal getrunken. Und so ein Beutel macht mich sonst eigentlich nicht besonders aufmerksam. Aber hier steht drauf, 15 Hand-Stitched Silken Tea Pillows. Ja, das ist doch was, oder? Das heißt, wenn man den Tee weiter nicht verfeinern kann, dann fängt man an mit der Verpackung. Ja, genau, das sind handgenähte, seidene Teekissen. Das ist ja wohl überzeugend, oder? Und ähnlich überzeugend ist der Tee auch. Also ich kann jetzt gar nicht sagen, dass es der beste Tee ist, den ich jemals getrunken habe. Also davon ist er weit entfernt. Aber es ist ein solider schwarzer Tee.

  3. 3:47

    Ich bin jetzt nicht im besonderen Fan von Irish Breakfast Tees, die ja so ein bisschen kräftiger sind als die English Breakfast Tees, die ich sehr mag.

  4. 3:56

    Aber das ist wirklich ein guter Tee. Ich habe ein bisschen Milch drin, ein bisschen Zucker. Sehr lecker. Und ich glaube, ich werde diesmal das erste Mal von dem Feature Gebrauch machen, dass wir bei den Kapitelmarken ja auch Bilder einstellen können.

  5. 4:07

    Und ich habe ein schönes Foto von meinem Schreibtisch von dem Tee gemacht, wo man diesen Teebeutel dann sieht, beziehungsweise dieses Gestickte. Und wenn ich daran denke, werde ich das hier in die Shownotes mit reinbringen, beziehungsweise in diese Kapitelmarken. Und dann können sich unsere ZuhörerInnen das angucken. Wenn ich das richtige Bild im Kopf habe, dann sieht das jetzt so ein bisschen aus, als würdest du Fischerei betreiben in deinem Teeglas. Ja, müsst ihr euch mal selbst angucken, Kay. Du wirst es auch mal sehen, das Foto. Ich schicke es dir später mal. Irgendwann, Felix, und das halte ich jetzt hier mündlich fest,

  6. 4:36

    Bei der Sonderfolge 100 machen wir mal eine Live-Schaltung aus einem Tee-Lokal und verköstigen uns da mal durch die lokale Auslage.

  7. 4:45

    Aus einem Webcafé? Aus einem Webcafé, ja. Ja gut, dann lass uns mal zu WordPress kommen. Ich habe eine kleine Eisbrecher-Frage vorbereitet. Und zwar habe ich mir eine aktuelle Statistik rausgesucht, weil es mich selbst auch interessiert hat. Welche CMS, welche Content-Management-Systeme, und davon ist ja WordPress 1 und vielleicht sogar das bekannteste. Da habe ich mir die Statistik rausgesucht, wie viele Prozent der Webseiten auf WordPress laufen und was so die beliebtesten CMS sind.

Verbreitung von WordPress 4:48–10:28

  1. 5:14

    Hast du irgendeine Idee? Ich wollte jetzt gleich schon mal so einen Relativierungssatz einschieben, um mich hier aus jeder fachlichen Bredouille rauszuschleichen. Weil ehrlicherweise, das zeichnen wir vielleicht auch gleich so ein bisschen nach, haben wir uns immer weiter wegentwickelt von CMS-Systemen klassisch als zentrales Feature unserer Arbeit.

  2. 5:33

    Und dementsprechend habe ich wirklich WordPress selber auch schon Jahre nicht mehr angefasst, so richtig produktiv. Ja, da muss ich ja doch auch nochmal eben was einschmeißen. Oh ja. Weil ich nämlich so in der Vorbereitung des Podcasts gemerkt habe, eigentlich ist WordPress wirklich genau das, was wir nicht machen wollen. Und da fragen sich die Leute bestimmt da draußen, warum nutzen wir WordPress überhaupt? Alles, was wir in dem Podcast vorher erzählt haben, kann WordPress eigentlich nicht. Und trotzdem nutzen wir es hin und wieder. Um deine Frage zu beantworten, ich kann mir vorstellen, dass es unendlich viele kleine Seiten gibt, die über WordPress laufen.

  3. 6:05

    Und je professioneller die Seiten werden, desto magerer wird der WordPress-Anteil. Das heißt, im wirklich hochprofessionellen Bereich wird es wahrscheinlich nicht mehr eingesetzt, aber dafür unendlich oft in so kleinen Hobby-Projekten oder mittelständische Webseiten oder sowas.

  4. 6:21

    Also ich würde sagen, immer noch relativ hoher Marktanteil. Ja, das war natürlich jetzt wieder diplomatisch, wie du bist. Ich sage dir aber die Lösung. 80 Prozent. Magisch in 80. Ja, da bist du sogar ein bisschen über das Ziel hinausgeschossen. Also es sind 62,6 Prozent, angeblich ist die Statistik von 2024, also 62,6 Prozent der Webseiten weltweit nutzen WordPress.

  5. 6:45

    Ach, aller Seiten? Ich dachte, aller CMS-basierten Seiten. Ja, da bin ich natürlich jetzt ein bisschen unsicher. Das so genau habe ich es mir jetzt hier nicht aufgeschrieben. Aber ich glaube, es ist tatsächlich so, wie du sagst, wahrscheinlich dann aller CMS-basierten Seiten. Aber wie dem auch sei, das Interessante ist, dass 62 Prozent der Seiten mit WordPress laufen. Also es ist mit weitem Abstand das absolut beliebteste CMS, was es da draußen gibt. Auf Platz zwei kommen und vielleicht sogar Platz zwei und drei kommen dann diese Homepage-Baukästen. Und zwar ist das dann auf Platz zwei Shopify mit 6,5 Prozent.

  6. 7:18

    Ist ja so ein Shop-System-Baukasten. Danach kommt Wix mit 4,2 Prozent. Und dann Squarespace ist ja auch so ein Homepage-Baukasten mit 3,1 Prozent. Und danach kommen dann diese Klassiker. Alles einstellig, ne? Ja, ja, ja, genau. Und danach kommen dann Joomla oder Joomla und Drupal. Ja, auch so alte Kamellen. 2,4 und 1,3 Prozent. Und da geht es dann mit Ferna Liefen weiter. Wobei Adobe Systems könnte man vielleicht noch nennen. Ich bin mir gar nicht sicher, ob die damit das Magento meinen, das ja inzwischen von Adobe aufgekauft ist. Oder ob die damit diese Adobe Experience Manager meinen, was sich ja so ein bisschen an diese Business-Customer wendet.

  7. 7:53

    Ich muss sagen, bei so einem Abstand ist das doch quasi wie 80 Prozent. Ja, ist eigentlich wirklich so. Aber das Irre ist ja, dass jede Website eigentlich einen CMS benutzt. Und es gibt irgendwie offensichtlich kein vernünftigeres als WordPress. Und WordPress ist ja wirklich bei Leibe nicht besonders doll, ne? Ja, ich glaube eher, WordPress ist halt so ein Allrounder und kann alles und dafür nichts richtig. Und sobald es dann, wie gesagt, in die professionelleren Riege geht, da ist dann eher das Budget da oder sehr konkrete Vorstellungen, was man braucht. Und dann sucht man sich eher ein CMS, was ganz genau den eigenen Anforderungen entspricht,

  8. 8:29

    statt irgendwie so ein Schweizer Taschenmesser, was alles kann. Und dann verteilt sich das eher auf die Breite statt auf so ein einziges. Ja, das mag natürlich sein. Wobei ich gerade im Enterprise-CMS-Bereich auch so ein bisschen auf dem Schlauch stehe, weil wir ja immer wieder Anfragen von Kunden haben, die dann auch, ich sag mal, sechsstellige Budgets mitbringen für eine Website. Und da denkt man natürlich, das kann keine WordPress-Website am Ende sein, weil sich das falsch anfühlt, weil WordPress auch zu klein und ganz sicher auch das falsche System für ist. Aber was nimmt man da? Da gibt es halt diesen Adobe Experience Manager, der kostet einen Haufen Geld und ist irgendwie proprietär.

  9. 9:03

    Dann gibt es so Systeme wie First Spirit, die grausam hoch zehn sind. Habe ich auch ein paar Jahre mit gearbeitet, unfreiwillig. Und danach kommt schon nicht mehr viel. Dann gibt es so ein paar Headless-Sachen, die mich aber irgendwie alle nicht so richtig überzeugen. Also es wird da draußen halbwegs vernünftige Systeme geben, aber ich kenne sie noch nicht. Ich meine, man sieht das ja an unseren Projekten. Die richtig großen Projekte, die wir haben, die haben auch kein WordPress im Backend, aber trotzdem ja irgendeine Art von Content. Und da ist es aber eher so, dass die Webseite nur eine Spiegelung des Contents in die Welt hinaus ist,

  10. 9:36

    aber die Webseite selber gar nicht benutzt wird, um das da einzuflegen, sondern es irgendwelche Drittanbietertools lokal in den Systemen der Kunden gibt, wo die quasi die Informationen hinspiegeln. Also da ist dann wahrscheinlich eher der Weg der Wahl, dass man irgendwelche bestehenden Datenquellen benutzt. Also bei so einem Online-Shop, sage ich mal, bei so großen Online-Shops, hast du dann eben dein lokales Inventarprogramm und verwaltest da deine Sachen, spiegelst die in den Online-Shop rein, statt dass du auf die Webseite gehst, wie man das bei WordPress so macht, und da irgendwelche Sachen verwaltest.

  11. 10:08

    Das stimmt. Ja, wir haben auch schon ein paar größere Webseiten gebaut, wo wir dann ein WordPress so für die reine Website, für die Ansicht so haben, und dann aber Custom im Hintergrund noch Tools dazu bauen, die da mit WordPress erstmal nicht viel zu tun haben, sondern einfach da nur eingehängt werden. Jetzt sind wir schon einmal quer durchs Thema galoppiert. Wenn wir jetzt schon so mannigfaltig aufgezeichnet haben, warum WordPress eigentlich nicht so ganz ideal ist, dann frage ich mich, warum setzen wir es denn noch so oft ein, Felix, zwinker, zwinker. Ja, also grundsätzlich ist das natürlich mal historisch bedingt.

Warum wir WordPress einsetzen 10:28–14:35

  1. 10:42

    Das heißt nicht, dass wir uns nicht auch im Laufe der Zeit verändern und auch neue Sachen adaptieren. Aber allein die Statistik zeigt ja schon, WordPress hat schon irgendwo auch seine Berechtigung und wird einfach viel eingesetzt. Und das bringt natürlich viele Vorteile mit, zu denen wir gleich noch kommen, weshalb wir das natürlich auch gerne einsetzen. Aber wir setzen WordPress bestimmt jetzt seit, ich würde mal schätzen, knapp 15 Jahren ein. Und entwickelt wurde WordPress ja tatsächlich im Jahr 2003, ist dann am 3.1.2004 in der ersten Version rausgekommen. Matt Mullenweg, ich hoffe, ich spreche ihn richtig aus, hat das ja damals entwickelt.

  2. 11:18

    Und wir sind relativ früh dann auch in WordPress eingestiegen und haben das benutzt. Und das kam vor allem deshalb, weil ich mit dem bestehenden System sehr, sehr unglücklich war. Also so ein Joomla konnte man noch so ein bisschen verwenden. Diese ganzen Drupal-Sachen und so, die haben mich nicht so richtig überzeugt. Es gab auch noch viele Eigenentwicklungen und die größte Katastrophe da draußen ist natürlich Typo 3. Muss ich mal wieder anbringen hier im Podcast. Ist übrigens unter den ersten zehn beliebtesten CMS nicht mehr vorhanden, was mich sehr gewundert hat. Ich hätte gedacht, das liegt locker mal auf Platz zwei.

  3. 11:52

    Ist aber da nicht mehr drin. Und Typo 3 finde ich ganz grausam. Und da war WordPress wirklich ein Segen, als es dann rauskam und ein bisschen erwachsener wurde, dass man das ganz gut verwenden konnte. Also als ich ins Unternehmen gekommen bin, war die Entscheidung ja schon quasi in Stein gemeißelt. Und da würde mich ja schon mal interessieren, war das irgendwann eine Entscheidung vor meiner Zeit, die du aktiv getroffen hast? Oder hat sich das auch irgendwie ergeben, weil du da irgendwelche Lasten geerbt hast von anderen Seiten? Nee, gar nicht mal. Die Lasten habe ich eher in anderen CMS geerbt.

  4. 12:24

    Also die Systeme, die ich eben genannt habe, die sind eigentlich alle daraus entstanden, dass ich Webseiten übernommen habe und damit dann gearbeitet habe. Und das war ja so eine schöne Zeit, in der man einfach noch ganz viel ausprobieren konnte, weil man noch die Zeit dafür hatte. Und ich denke, ich habe fast jedes CMS mal angefasst. Und WordPress fühlte sich einfach so erstmal am besten an. Gerade mit diesem Plug-in-System. Was die haben, konnte man sich super schnell zum Beispiel ein Kontaktformular reinziehen in die Website. WordPress brachte aber von Haus aus eher wenig mit, sodass das System erstmal schlank war.

  5. 12:55

    Die Kunden konnten das gut bedienen, die konnten sich gut zurechtfinden. Man konnte es aber auch gleichzeitig gut erweitern. Und es war sehr einsteigerfreundlich. Also in diesen Themes rumzubasteln am Anfang, da hat man noch gar nicht über Child-Themes oder irgendwas nachgedacht, sondern man hat direkt im Theme die ganzen Anpassungen gemacht. Und das war einfach sehr, sehr einfach, sehr zugänglich. Und man hat sehr schnell sehr vernünftige Webseiten einfach bauen können. Und so sind wir letztlich zu WordPress gekommen und auch da hängen geblieben. Wobei sich die Entwicklung oder der Umgang von uns mit WordPress natürlich deutlich verändert hat.

  6. 13:27

    Das war so ein bisschen ein wilder Westen damals, was auch die Entwicklung angeht. Weil da hat man ja einfach auf irgendeinen Live-Server, wo möglicherweise auch schon eine Live-Domain und Live-Betrieb drauf stattfindet, im Quellcode rumgewurschtelt und irgendwelche Sachen entwickelt. Und wenn man dann einen Syntaxfehler hatte, dann ist halt mal für eine Minute die Live-Seite abgestürzt, sage ich mal. Und das war alles noch sehr viel mehr direkt am Metall, per FTP da drauf verbunden und solche Späße. Auch mit so Späßen wie das Dateien verloren gehen beim Hochladen. Das ist ja heute ein bisschen, tja, mit der heutigen Sicht wirkt das alles ein bisschen wild.

  7. 14:02

    Ja, absolut. Und wenn ich daran denke, dass da zum Beispiel, ich weiß gar nicht bis zu welchem Jahr, aber mich würde es jetzt nicht wundern, wenn bis 2010 in WordPress die Passwörter nicht verschlüsselt waren und solche Geschichten. Das war einfach früher so. Da musste man damit leben. Ja, an sich sind wir damit zu ziemlich guten Ergebnissen gekommen. Und haben das dann auch sehr häufig eingesetzt. Also ich habe da keinen Überblick drauf, aber wenn ich so die ganzen Webseiten betrachte, die wir heute noch in unserer Verwaltung haben, das ist ja einige Dutzend, würde ich sagen, oder? Ja, da müsste man ja sogar fast ein bisschen auf die Historie von Gen- und IT-Systemen auch eingehen.

Historie der Geenen IT-Systeme GmbH 14:35–15:25

  1. 14:37

    Wir kommen ja wirklich aus diesem klassischen Webseiten-Geschäft, also haben für viele Vereine, kleine und mittlere Unternehmen wirklich Webseiten gebaut.

  2. 14:46

    Und das war so unser Brot- und Buttergeschäft, um dann irgendwann festzustellen, dass einerseits für viele Kunden diese Homepage-Baukästen einfach viel besser sind,

  3. 14:55

    dass sie sich selbst einfache Webseiten zusammenklicken können, auch sehr günstig. Und wir sind dann immer mehr da hingegangen und haben versucht, mehr zu programmieren und Sachen zu machen, die jetzt nicht jeder kann.

  4. 15:07

    Und so sind wir dann immer mehr in diesen Bereich PHP, Laravel, React, TypeScript gekommen und machen heute eigentlich nur noch sehr wenig Webseiten.

  5. 15:16

    Eigentlich eher so als Ergänzung, aber wenn ein Kunde jetzt auf uns zukommt, gerade aus dem Bestand und sagt, er braucht eine Website, dann werden wir das auch nicht ablehnen.

  6. 15:24

    Ich finde das ganz spannend, weil die Evolution ja üblicherweise so ist, dass ein Kunde auf uns zukommt und erstmal eine normale Webseite möchte,

WordPress als modulares System 15:25–17:55

  1. 15:32

    die man ja mit WordPress relativ einfach zusammenstecken kann, selbst mit diesen modernen Themes, die einem da so viele Möglichkeiten auch des Layouts und sowas erlauben.

  2. 15:42

    Und dann ist es ja relativ häufig so, dass die Webseite plus X brauchen. Also wenn die Webseite erstmal steht, dass sie dann noch auf die Idee kommen, oh, wir brauchen hier noch einen Online-Shop, oh, wir brauchen eine, weiß ich nicht, eine Produktanbindung, wir brauchen noch dieses Add-on, dieses hier und so weiter. Irgendwelche Zusätze, die man dann sehr einfach an dieses bestehende WordPress dranklatschen kann und quasi die WordPress-Webseite als Starter-Kit benutzt, um da irgendwelche Custom-Sachen drumherum zu entwickeln. Genau, und das ist ja das, was WordPress wirklich gut kann, erstmal eine Basis sein und darauf kann man dann alles Mögliche aufsetzen.

  3. 16:19

    Du hast jetzt gerade einen Shop gesagt, da ist ja das, was einem da sofort einfällt, WooCommerce. Das ist erstmal ein Shop-System, was für einen Einstieg ganz gut ist und womit man wenige Produkte ganz gut verwalten kann

  4. 16:32

    und einfach super schnell einen Shop aufgesetzt hat, den jeder einfach pflegen kann. Hat wahnsinnig viele Nachteile, aber für einen einfachen und kleinen Shop, für Leute, die vielleicht auch nur zehn Produkte anbieten, ist das wirklich klasse.

  5. 16:46

    Eigentlich ein bisschen paradox, weil wenn die Firmen auch kleiner sind, dann brauchen die kleinere Webseiten, kleinere Shops, kleinere Online-Präsenten insgesamt.

  6. 16:55

    Und dann begleiten wir die Firmen natürlich hoffentlich über viele Jahre und können auch immer wieder mitsehen, wie die Firmen selber dann wachsen und mehr Produkte anbieten, mehr Leistung anbieten.

  7. 17:05

    Und irgendwann kommt dann diese ganz natürliche Schwelle, wo WordPress eigentlich nicht mehr das Passende ist, aber man da schon so viel drauf aufgebaut hat über die Jahre,

  8. 17:15

    dass es auch schwer ist, da einen Absprung zu finden, ohne jetzt schon die Nachteile vorwegzugreifen. Ja, absolut. Und dann hast du eben noch die Editoren angesprochen. Das ist ja auch so ein Thema, was sich über die Jahre so ein bisschen verändert hat. Früher hat man dann wirklich diesen WordPress-Standard-Editor benutzt. Dann ist man hingegangen und hat über zum Beispiel Advanced Custom Fields sich ganz viele eigene Felder in die Seiten reingebaut, mit denen man dann spezielle Inhalte und Bereiche füllen konnte. Das war eigentlich ziemlich cool, weil das schon so ein bisschen die Trennung von Inhalt und Design war.

  9. 17:49

    Und da hat man dann sehr individuelle Administrationsseiten und Oberflächen gebaut. Und dann sind wir auf Enfold gestoßen. Das war so ein sogenanntes Multipurpose-Template, womit man dann schon sehr, sehr viel allein mit diesem Template machen konnte.

Multi-Purpose Themes 17:55–21:00

  1. 18:05

    Also du hast dieses Enfold installiert und dann hast du so einen Blog-Editor, nenne ich es jetzt mal, wo man so verschiedene Elemente wie Bilder, Textblöcke, Videos, aber auch so Grafikelemente wie so Separators und so weiter

  2. 18:18

    einfach auf der Seite frei platzieren konnte und gar nicht mehr so viel CSS-Arbeit machen musste, sondern sich wirklich die Website so zusammenschieben konnte. Das war schon ein ziemlicher Game-Changer, weil man damit wirklich innerhalb von ein, zwei Tagen halbwegs vernünftige Webseiten schon mal zusammenbauen kann.

  3. 18:34

    Und natürlich kann man sich damit auch intensiver beschäftigen und dann dauert es dann doch länger und ist aufwendiger. Aber das war schon einen riesen Unterschied, nochmal mit diesem Theme zu arbeiten. Und ganz aktuell ist ja eigentlich Elementor so State of the Art, würde ich jetzt mal so aus meiner Blase heraus beurteilen. Das ist letztlich ein Enfold in Besser, also Elementor versucht eben auf moderne Art und Weise diesen Blog-Editor darzustellen und sehr flexibel zu sein,

  4. 18:58

    bringt wieder eigene Plug-ins mit, ein ganz eigenes Ökosystem. Und das ist, denke ich, das, was man heute mit WordPress machen sollte. Also WordPress installieren, Elementor drauf und in diesem Elementor-Ökosystem dann unterwegs sein. Ich finde das vor allem deswegen ganz charmant, weil das eben auch Editoren sind, die zugänglich genug sind und auch optisch ansprechend genug,

  5. 19:20

    dass man da auch mal Kunden drauf lassen kann, wenn man denen so eine kleine Einweisung gegeben hat. Und was wir ja in unserer Firma nicht wollen, ist irgendwie zweimal im Jahr vom Kunden angeschrieben zu werden, weil der gerne einen Text auf der Webseite ändern möchte oder sowas. Das bringt denen nichts, das bringt uns nichts, so rein als finanziellen Aufwand. Und da ist es schon ganz cool, wenn die Leute einfach selber reingehen und einfache Texte ändern oder vielleicht mal Bilder tauschen können oder so Arbeiten des täglichen Bedarfs selber erledigen. Wobei manche auch wieder was kaputt machen, also ein zweischneidiges Schmerz.

  6. 19:51

    Ja gut, das kommt ja ein bisschen darauf an, wie die Webseite dann auch gemacht ist und wie man die Leute schult. Aber du hast das ganz richtig gesagt, unsere Philosophie war das immer schon, dass wir nicht mit Content unser Geld verdienen. Ich kenne viele Agenturen, in denen ich schon so unterwegs war und mit denen ich gesprochen habe, habe als Schüler in Münster zum Beispiel in der Agentur so ausgeholfen. Und die hatten immer so das Prinzip, der Kunde soll möglichst wenig selbst machen können, damit wir weiter Aufträge bekommen. Und das fand ich immer schon ein katastrophales Prinzip, weil ich einerseits das Gefühl habe, dass die Leute einen vielmehr weiterempfehlen,

  7. 20:22

    wenn sie selbst enabled werden, Sachen zu machen. Und auf der anderen Seite sind das halt, wenn da ein Satz geändert wird oder eine neue Seite eingefügt wird, das ist für uns eine halbe Stunde Arbeit, die wir abrechnen können, reißt uns aber aus dem Alltagsgeschäft dann wieder raus. Und am Ende ist es, glaube ich, nicht wert, damit sein Geld verdienen zu wollen. Und deswegen war das noch nie unser Ansatz. Und wir haben immer versucht, den Kunden möglichst viel Selbstständigkeit in ihre eigene Website zu geben. Das macht doch einfach nicht so viel Spaß als Entwickler. Das ist natürlich eine sehr privilegierte Position, aber ich verbringe meine Zeit lieber damit,

  8. 20:54

    coole Sachen selber zu programmieren, als irgendwelche Texte zu ändern oder sowas. Ja, absolut. Jetzt haben wir schon so ein paar Vor- und auch Nachteile angerissen. Ich habe immer versucht, so ein bisschen drumherum zu navigieren. Aber wenn du Lust hast, können wir mal auf die Vorteile von WordPress eingehen. Ja, ich glaube, die Vorteile haben wir jetzt schon ganz gut beschrieben, im Sinne von, dass es ein super einfaches Starter-Kit ist. Also, die Installation ist super easy. Alleine unser Hoster bietet dafür so einen One-Click-Installer an. Da musst du nicht mal per FTP irgendwie rumtouren,

Vorteile von WordPress 21:00–23:10

  1. 21:26

    sondern drückst auf den Knopf, da wird eine Datenbank angelegt, WordPress-Basis-Installation aufgespielt. Und nach zwei Minuten kannst du schon rein und irgendwelche Änderungen machen, die man sieht. Das ist natürlich super niedrigschwellig. Nutzt du das von, wir sind jetzt bei Hetzner, nutzt du diese One-Click-Installation? Ich habe die noch nie genutzt. Für mich fühlt es dir das irgendwie immer echter an, wenn ich die Sachen da noch selbst hochlade. Also, wie gesagt, habe ich schon ewig nichts mehr mit WordPress gemacht, aber ich habe das auch schon darüber gemacht. Und das ging genau super easy, weil im Wesentlichen machen die das Gleiche,

  2. 21:57

    wie wir auch Verbindungen zur Datenbank herstellen. Da bringt ja WordPress selber schon so ein Wizard mit, wo du da die Basiskonfiguration machen kannst. Das hat super easy funktioniert. Ja, cool. Ja, für mich ist einer der größten Vorteile, dass WordPress selbst so ein großes Ökosystem mitbringt. Also, dass sie einfach wahnsinnig viele Plugins haben, egal ob das ein Shop-System ist, ob das ein Kontaktformular ist oder eine Anbindung an fremde APIs. Also, ich sage mal sowas wie PayPal, da sind wir natürlich jetzt schon im Shop-Bereich oder so. Aber WordPress bringt eigentlich alles mit, was man sich irgendwie vorstellen kann,

  3. 22:32

    schon als Plugins und das in Hülle und Fülle und auch viel bewertet, sodass man einen Eindruck davon hat, ob das vernünftig sein kann. Also, dieses riesen Ökosystem da drumherum, dass man wirklich eigentlich nicht programmieren muss, sondern sich alles reinholen kann, das ist einer der großen Vorteile. Wahrscheinlich Potenzial für so ein klassisches Meme, wo der Kunde denkt, wir sitzen vor so einer Matrix-Wand, wo die ASCII-Zeichen hin und her fliegen, aber tatsächlich sitzen wir nur im Admin-Bereich von WordPress und klicken im Online diesen Plugin-Store, den die da haben, irgendwelche Dinge zusammen.

  4. 23:02

    Genau. Da müssen wir direkt noch eine Warnung mitschicken, weil unsere Prämisse ist immer, so wenig Plugins wie möglich, weil durch viele Plugins WordPress einerseits unübersichtlich wird, wird aber auch langsamer, aber auch deutlich anfälliger für Sicherheitslücken. Und vielleicht muss ich da mal eine gewagte Aussage tätigen. Ich würde nämlich sagen, WordPress ist sehr sicher. Jetzt wundern sich hoffentlich alle Hörer und Hörerinnen, dass ich sowas sage, weil wenn irgendwelche Webseiten mal gehackt wurden, angegriffen wurden, dann waren es WordPress-Webseiten, weil das natürlich dadurch, dass es so weit verbreitet ist,

Sicherheit von WordPress 23:10–27:15

  1. 23:35

    sehr attraktiv ist, auf WordPress auch automatisierte Angriffe zu fahren. Aber interessanterweise ist es so, ich habe es jetzt nochmal nachgelesen, dass über 99 Prozent der Angriffe auf WordPress-Websites sind letztlich, oder der erfolgreichen Angriff muss man natürlich sagen, sind auf Plugins zurückzuführen. Also WordPress, der Core an sich, der ist sehr, sehr sicher. Und ich habe selbst auch noch nie erlebt, dass der Core ein Problem war für eine Sicherheitslücke. Natürlich kann man eine Basis sicherer und weniger sicher aufstellen, aber rein WordPress selbst ist erstmal ein sicheres System.

  2. 24:06

    Das ist natürlich das klassische Problem von einfach Systemen, die super groß sind. Und mit dem Marktanteil, den du es vorhin gesagt hast, alle Augen sind auf WordPress. Ich meine sogar der Source-Code wäre open source. Und mit so einer gigantischen Nutzerbasis ist das natürlich klar, dass das eine unfassbar gut aufgestellte Basis ist, wo jeder Security-Erwägungen, die auch nur irgendwie sein könnten, wahrscheinlich innerhalb von Minuten von 30 Leuten gefixt wird oder sowas. Und die Gefahr ist dann eher, wie du sagst, durch Drittanbieter-Plugins, wo natürlich jeder was programmieren kann, was er will.

  3. 24:42

    Aber auch einfach, wenn man die Systeme nicht aktuell hält. WordPress hat jetzt so eine Funktionalität, dass man den Kern selber, aber auch die Plugins automatisch aktualisieren kann. Dann passiert das jede Nacht oder sowas. Aber das ist, glaube ich, auch ein relativ neues Feature. Also früher kann ich mich noch erinnern, da gehörte es ganz selbstverständlich zur Wartung, fast wöchentlich ins Backend reinzugehen und die ganzen Dinge zu aktualisieren. Genau, das war eine der Key-Features oder der Schlüssel-Sachen, die man machen musste, damit eine Webseite nicht angegriffen wurde. Man musste sie wirklich

  4. 25:13

    regelmäßig aktuell halten. Ich glaube, inzwischen gibt es das aber bestimmt seit fünf Jahren oder länger, dass diese automatischen Updates da sind. Und die sind letztendlich ein Segen, weil dadurch doch deutlich weniger Webseiten gehackt werden. Und richtig viele Fehler habe ich jetzt auch noch nicht feststellen können, die dadurch entstehen, weil die ja eigentlich manumane Updates einspielen und die größeren muss man dann doch manuell anstoßen. Also durch die große Verbreitung eben auch eine unfassbar große Angriffsfläche. Aber das hast du natürlich auch. Windows-Betriebssysteme, wenn du die top aktuell hältst,

  5. 25:45

    auf dem allerneuesten Stand, mit dem eingebauten Virenscanner aktiviert, kann da nichts passieren. Aber sobald du da auch nur ein oder zwei Update-Zyklen hinterher bist, durch die Masse an, wie soll ich sagen, Angriffspunkten, die es in der Welt gibt, passiert das natürlich dann häufig, dass das untergraben wird und angegriffen. Und so ist es bei WordPress eben auch. Ja, du hast jetzt eben schon nebenbei gesagt, dass WordPress ja Open Source ist und das spielt da ja auch groß rein. Und das finde ich auch eines der großen Vorteile. Also es ist zwar eine Firma dahinter, Automatic, das ist ja die Firma,

  6. 26:16

    die auch von dem Gründer von, oder dem Programmierer von WordPress ist, dieser Matt Mullenweg. Grundsätzlich ist das System aber Open Source. Die liefern zwar standardmäßig dieses Akismet-Plugin mit aus, was auch von Automatic ist. Das heißt, so ein bisschen Geld verdienen wollen die auch. Aber im Grunde genommen ist es ein freies System und das hat natürlich wahnsinnig viele Vorteile gegenüber anderen Systemen oder gerade auch diesen Baukästen, die dann die Nachteile eben, die ein nicht Open Source System hat, mitbringen. Natürlich auch für uns interessant in der Erwägung, dass einfach das Basis-System

  7. 26:49

    kostenlos ist, um es mal krass zu formulieren. Das heißt, wenn es für die Kosten an den Kunden geht, was ja letzten Endes das ist, worum es bei uns geht, aber dann musst du halt nicht noch das Basis-System bezahlen, sondern Hosting, Domain, möglicherweise noch irgendwelche kostenpflichtigen Plugins, für die er sich entscheidet. Aber so an sich ist es erstmal sehr niedrigschwellig. Das stimmt, das ist ein Riesenvorteil, habe ich hier gar nicht aufgeschrieben, aber natürlich ist das ein Riesenvorteil. Da können wir vielleicht zu den Kosten auch kurz noch kommen. Wir haben ja an sich jetzt für WordPress erstmal

Plugins, die wir häufig nutzen 27:15–29:43

  1. 27:19

    keine Kosten und WooCommerce als Shop-System ist auch kostenlos. Wir haben aber so ein bestimmtes Set an Plugins, das wir schon oft installieren. Also oft sind das diese Advanced Custom Fields noch, mit denen man eben so individuelle Administrationsseiten unter anderem machen kann. Da haben wir vor bestimmt zehn Jahren mal so eine Lifetime-Lizenz geholt. Ich weiß gar nicht, sprich damals da 20 oder 30 Euro für bezahlt habe, jedenfalls einen Preis, den man heute wahrscheinlich eher im Monat dafür zahlen würde, also für Unlimited Websites und genau das Gleiche haben wir gemacht für WPML. Das ist für uns

  2. 27:51

    immer noch so das beliebteste Mehrsprachen-Plugin. Hat auch seine Nachteile, aber funktioniert an sich und da haben wir auch so eine Lifetime-Lizenz für beliebig viele Webseiten, auch damals für einen Appel und ein Ei, wie man hier sagt, gekauft und wäre heute auch deutlich teurer. Also deswegen haben wir damit jetzt auch keine laufenden Kosten mehr, was natürlich für uns ganz schön ist und das, was wir tatsächlich regelmäßig bezahlen, ist Wordfence. Also Wordfence ist so ein Plugin, mit dem man die Sicherheit der Websites verbessern kann, der WordPress-Websites und ich halte da sehr viel von,

  3. 28:20

    würde das auch jedem empfehlen, zumindest in der kostenfreien Variante zu installieren. Die machen einfach so ein paar Basissachen, dass man jetzt nicht 100 Logins nacheinander ausprobieren kann, um ein Passwort zu hacken und solche Dinge bringt das automatisch mit und ich habe, soweit ich mich erinnere, noch keine Website gesehen, die angegriffen wurde, erfolgreich, wo Wordfence installiert war. Das sage ich jetzt mit einem kleinen Fragezeichen dahinter, aber ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern und das sind so die Sachen, die wir immer installieren und Wordfence kostet tatsächlich doch auch ein paar Mark

  4. 28:50

    dann im Jahr. Ich kann jetzt keinen genauen Preis sagen, aber das ist herauszufinden. Haben wir den Vorteil gehabt, dass wir so Early Adopter-mäßig unterwegs waren und eben so viele Lifetime-Lizenzen quasi für fast umsonst eingesammelt haben, wenn man das auf die Länge betrachtet, die wir sie jetzt benutzen. Ich glaube, wenn wir das standardmäßig alles jedes Jahr in so einem Subscription bezahlen müssten, dann sieht das preislich auch ganz anders aus. Ja, auf jeden Fall. Ich bin ein großer Fan von Lifetime-Lizenzen. Leider gibt es ja immer weniger, aber wenn so frische Planets auf dem Markt sind,

  5. 29:21

    dann gibt es das ab und zu noch und dann bin ich gerne bereit, einerseits natürlich die Entwickler früh mit einem hohen Betrag zu unterstützen, also für den Zeitpunkt hohen Betrag und freue mich natürlich später darüber, dass ich keine laufenden Kosten mehr habe. Ich habe hier noch so ein paar Nachteile-Punkte aufgeschrieben, Felix. Ich habe sogar noch Vorteile. Vielleicht galoppiere ich da noch schnell durch. Viele Sachen haben wir jetzt so nebenbei schon gesagt. Also das Einfache ist klar, dass es bei vielen bekannt ist, ist auch cool. Also wir haben viele Kunden, die wünschen sich aktiven WordPress,

Weitere Vorteile von WordPress 29:43–31:02

  1. 29:52

    weil sie mit dem System schon gearbeitet haben und sich da schnell zurechtfinden. Das erspart uns natürlich einen Schulungsaufwand. Der Kunde kennt sein System und WordPress hat sich ja über die Jahre doch nur sehr kleinschrittig verändert und so die richtigen Breaking Changes, die sucht man vergeblich und das ist, das würde ich jetzt hier mal als Vorteil reinnehmen, kommt aber sicherlich gleich in den Nachteilen auch nochmal, aber dadurch, dass sich das so wenig nur verändert hat, ja fühlt man sich eigentlich seit Jahren zu Hause und kann immer wieder darauf zurückkommen und bekommt eigentlich

  2. 30:25

    immer ein ähnliches System und was ich noch als Vorteil nennen würde, sind diese Child-Themes, mit denen wir in den letzten Jahren immer arbeiten, also nicht nur in den letzten Jahren, bestimmt schon seit 10 Jahren, so dass man ein Theme installieren kann, also sich eine Optik für die Website reinholen kann von außen und dann mit so einem abgeleiteten Theme, also mit so einem sogenannten Child-Theme, kann man dann individuelle Anpassungen an der Website vornehmen, ohne dass man dieses Haupt-Parent-Theme bearbeitet und das hat schon riesen Vorteile, weil man eben in fremden Coder nicht eingreifen muss,

  3. 30:59

    was in anderen CMS sonst der Fall ist. Jetzt während du so den Punkt ausgeführt hast, habe ich nochmal drüber nachgedacht zum vorherigen Punkt, den du genannt hast und eigentlich ist es ja total faszinierend, dass ein Produkt oder ein Projekt, das so lange besteht, also 20 Jahre, dass es eigentlich konsequent nicht irgendwie oder dass es weiter benutzt wird, weil es gibt ja häufig genug Produkte, die so lange am Markt sind, die dann irgendwie das Bedürfnis haben, sich radikal weiterzuentwickeln und dann irgendwelche Wege einschlagen, die man vielleicht nicht so unterstützt, auch im Bereich Kommerzialisierung,

Breaking Changes 31:02–32:10

  1. 31:37

    wo es dann auf einmal doch irgendwie kostenlos wird, oder sowas und du hast es gerade als Vorteil genannt und das sehe ich auch so, WordPress dümpelt eigentlich die ganze Zeit mehr oder weniger konstant dahin, macht natürlich schon mal größere Dinge hier mit diesem Blog-Editor, den sie selber mitgebracht haben, aber ist auch schon ein paar Jahre her, aber jetzt keine radikalen Änderungen und das erlaubt uns ja auch, das seit Jahren produktiv und konsequent eins zu setzen. Ja und vor allem auch Webseiten, die wir vor zehn Jahren aufgesetzt haben, heute noch auf die aktuellste WordPress-Version zu aktualisieren,

  2. 32:05

    was ja weit weg von selbstverständlich ist. Ja. Also, Thumbs up. Aber ich finde, das ist auch einer der größten Nachteile von WordPress, um mal in den Blog zu springen, weil wir seit Jahren ja so Features vermissen, wie zum Beispiel einen strukturierten Seitenbaum für die Content-Seiten und da sperrt und da sperrt sich WordPress ja aus für mich unverständlichen Gründen dagegen, vielleicht so aus dem Argument heraus, dass sie immer noch ein System für kleine Webseiten sein wollen, aber das ist ja immer das Argument für Typo 3 gewesen, die haben diesen schönen Seitenbaum, den man aufklappen kann

Nachteile von WordPress 32:10–33:30

  1. 32:39

    und da finde ich WordPress einfach unfassbar unübersichtlich, allein um die Startseite zu finden in einer Reihe von Seiten, also das ist für mich total unverständlich, warum die da nicht wenigstens die Optionen anbieten. Das ist natürlich eine schwierige Position, jetzt haben wir gerade angepriesen, wie großartig es ist, dass sich das quasi nicht verändert, an der anderen Seite gibt es schon so ein paar Punkte, die wir jetzt persönlich für uns verändern wollen würden, aber das passt dann vielleicht anderen nicht und jetzt so gleich bleiben kann man sagen, okay, das ist WordPress und ich weiß jederzeit alle Argumente

  2. 33:09

    dafür und dagegen und kann eine Entscheidung treffen, statt wenn sich das entwickelt, so radikal mehr oder weniger, entwickelt es sich vielleicht auch eine Richtung, die uns beiden jetzt nicht so passt. Man muss natürlich jetzt auch sagen, es gibt natürlich 60 Plugins, die auch so eine Seitenbaumstruktur dann einführen, aber ich finde Plugins für solche Basisfunktionen halt dann doch immer schwierig und man muss jetzt natürlich sehen, dass WordPress an sich auch erstmal ein Blogsystem sein will, ursprünglich sollte man damit eben Blogbeiträge veröffentlichen, die hatten glaube ich am Anfang nicht mal

Blogsystem als Basis 33:30–35:15

  1. 33:39

    eine Möglichkeit, Seiten anzulegen in den ersten Versionen und das ist dann natürlich später dazugekommen, aber daher kommen ja ganz, ganz viele Sachen, die WordPress kann, die oft gar nicht genutzt werden, also von Taxonomien und so weiter oder überhaupt diese Blogsektionen, also dass wir diese Blogseiten, diese Artikel überhaupt nutzen, ist, denke ich, bei uns bei den wenigsten Webseiten so der Fall und das ist vielleicht auch einer der größten Nachteile von WordPress, dass es überhaupt ein Blogsystem ist und nicht ein klassisches CMS sein will. Ja, oder WordPress sagt halt, wir sind ein Blogsystem

  2. 34:12

    und alle, die das anders nutzen, sind dann persönlich schuld, wenn es nicht den Anforderungen entspricht, so kann man es natürlich auch sehen. Aber es nutzen alle anders und vielleicht muss man dann ebenfalls entweder der Realität ins Auge sehen oder vielleicht müsste mal irgendjemand vor zehn Jahren hingegangen sein und das Ding forken und daraus einen CMS machen, ein veritables CMS. Ja, es ist jetzt die Frage, ob das nicht gemacht wurde und wir es noch nicht mitbekommen haben oder ob es einfach nicht gemacht wurde. Ja, da würde ich jetzt sogar fast drauf wenden, dass es gemacht wurde, aber keinen überzeugt hat.

  3. 34:41

    Also es ist ja die Frage, ob jetzt die Kritikpunkte, die wir haben, eine Kritik an WordPress ist oder das eher Punkte sind, die wir von einem CMS erwarten, das aber WordPress wohlwissentlich nicht erfüllt und wir es deswegen nicht WordPress als Fehler ankreiden können, sondern eher unsere Entscheidung hinterfragen, warum wir dafür WordPress nehmen. Naja, ich verstehe schon bei jedem einzelnen Nachteil oder ich finde für jeden einzelnen Nachteil Argumente, warum man es so machen würde und nichtsdestotrotz sind da definitiv Punkte dabei, wo ich denke, das ist inzwischen schon haarsträubend, dass man da nicht

  4. 35:13

    drangegangen ist. Zum Beispiel? Zum Beispiel die Datenbankstruktur. Also wenn ich mir angucke, wenn ich mir zum Beispiel WooCommerce installiere auf einem WordPress und mir dann angucke, dass die ganzen Produkte und alle Informationen, die irgendwie mit diesem Shop zusammenhängen, in dieser Posts-Tabelle, in dieser WP-Posts-Tabelle, wobei das WP ja freikonfigurierbar ist, wie auch immer, dass das einfach nur da als Key-Value reingespeichert ist, dass, also da sträuben sich ja jedem Entwickler, der nur irgendwie ein bisschen Ahnung haben, sträuben sich ja eigentlich alle Nackenhaare und ich verstehe natürlich aus,

Datenbankstruktur 35:15–36:23

  1. 35:48

    was für eine Idee das rauskommt, aber ich finde das trotzdem eigentlich ziemlich katastrophal. Wenn es natürlich eine Datenbank mit der Idee aufmacht, da einen Shop drin zu machen, wird man sicherlich ein anderes Datenbank-Layout wählen, wie es wahrscheinlich auch Shopify und WooCommerce, na, WooCommerce nicht, aber wie heißt das andere, Shopware oder sowas, machen, aber da kommt es eben genau wieder her, WordPress sagt, wir sind ein Blog und wenn du das dann so sehr verbiegst, dass du einen Online-Shop machst, na, dann ist es selbst schuld mehr oder weniger. Ja, das macht natürlich sein, aber wie gesagt,

  2. 36:16

    ich verstehe auch bei allen Nachteilen, warum man das so machen könnte, bin aber trotzdem mit vielen dann nicht einverstanden. Also zum Beispiel auch mit dieser Programmierung für WordPress selbst, wenn man sich die anguckt, wie WordPress selbst programmiert ist, aber auch die ganzen Themes dann, dass da einfach mit diesen globalen Variablen um sich geschmissen wird und dann gibt es Funktionen, die mehr oder weniger gleich heißen, die eine gibt einen Wert zurück, die andere gibt keinen Wert zurück, dann kann man Blöcke in bestimmte Funktionen rappen und da drin sind dann auf einmal globale Variablen verfügbar

Programmierung von WordPress 36:23–37:23

  1. 36:49

    und das kommt natürlich alles aus einer Zeit, wo das irgendwie so gemacht wurde, aber das ist natürlich wahnsinnig antiquiert und dass da nicht jemand irgendwann mal gesagt hat, da brauchen wir auch mal einen Breaking Change, das finde ich schon fragwürdig. Ich bin sicher, da machst du jetzt eine Riesendiskussion auf, die zigfach im WordPress-Kosmos schon geführt wurde. Definitiv und wir müssen jetzt auf jeden einzelnen Punkt gar nicht so tief eingehen, aber ich würde schon gerne ein paar Nachteile einfach nennen und ich habe auch das Gefühl, ich habe mehr nach als Vorteile hier aufgeschrieben.

  2. 37:17

    Aber zum Beispiel, wenn du sagst hier, was ist denn konkret wirklich nicht gut am WordPress oder was müsste es ändern, du hattest eben diesen Blog-Editor angesprochen, das ist dieser Gutenberg-Editor, den die vor inzwischen jetzt schon zig Jahren eingeführt haben und ich weiß, als er eingeführt wurde, war der absolut unbrauchbar und man musste immer zurückstellen auf diesen klassischen Editor. Das war ja damals so ein Tiny MCE, so ein klassischer Visivik-Editor, what you see is what you get und der ist jetzt natürlich nicht doll und hat seine Nachteile, aber der hat erstmal funktioniert und mit diesem Gutenberg-Editor

Block-Editor 37:23–38:50

  1. 37:49

    konnte man am Anfang ja wirklich keine Webseiten bauen, kann man ja ganz einfach so sagen und jetzt habe ich den länger nicht benutzt, aber bis zuletzt war der auch weitestgehend unbrauchbar mit jeder neuen WordPress-Version, sind da neue Blöcke und Möglichkeiten dazugekommen und das Ding ist auch besser geworden, aber es ist ja nicht umsonst so, dass es eben so Themes wie Enfold oder Plugins wie Elementor gibt, die eben genau diesen Editor eigentlich ihn besser machen und dann denke ich mir, wenn da eine ganze Firma hinter steht, die WordPress auch entwickelt, dann müssen sie es doch eigentlich hinkriegen,

  2. 38:21

    so dieses Key-Feature von WordPress, nämlich diesen Editor, auch irgendwie vernünftig in den Griff zu kriegen. Ich will jetzt hier nicht die große Verteidigung aufmachen, aber ich könnte mir schon vorstellen, WordPress als Institution, auch wegen Open Source, wenn die wollten, könnten die. Nur da gibt es anscheinend Argumente dafür, dass sie das so lassen, wie es ist und für einen normalen Blog reicht es vielleicht, wer weiß. Ja, die wollen natürlich auch sehr generisch sein und gerade bei so einem Editor ist das natürlich auch ein großes Problem. Ich glaube, ein Problem, was uns sonst auch immer wieder

Performance 38:50–40:48

  1. 38:52

    auf die Füße fällt, ist die Performance, weil da eben so viele Stellschrauben dranstehen, so viele Plugins, so viele Themes, wo man auch viel einfach nicht so gut machen kann und wir haben jetzt sicherlich auch nicht die allerbesten Startvoraussetzungen für so eine WordPress-Seite bei der Art und Weise, wie wir die hosten, aber es fällt doch immer wieder auf, dass irgendwie WordPress doch sehr, sehr behäbig ist und langsam und dass man da viel, ja auch gar nicht so richtig dran kommt, weil da eben so viele gekapselte Systeme und Plugins und alles Mögliche zusammenspielen, sodass man da eigentlich

  2. 39:23

    als normaler Entwickler kaum eine Möglichkeit hat, das zu optimieren, wenn man da über irgendwelche Plugins redet, die falsch konfiguriert sind, als irgendwie andere Plugins verwenden oder mehr Metall auf das Problem zu werfen. Ja, und es gibt ja an sich tolle Speed-Optimierungs-Plugins, also Performance-Plugins. Das Problem ist nur, dass die oft eben die Website auch wirklich kaputt machen und man dann wirklich so Try-and-Error-mäßig gucken muss, kann ich jetzt das CSS-Minify aktivieren oder kann ich das JavaScript, kann ich die JavaScript-Dateien bündeln, kann ich die in den Header oder in den Footer schieben,

  3. 39:58

    das sind ja alles so Optionen, die die Plugins anbieten und was dann aber wirklich funktioniert und deine Website nicht kaputt macht, das muss man dann ausprobieren. Also ich weiß, dass ich früher da so Fälle hatte, wo man dann so Seiten-Caches bauen konnte, wo dann das ganze HTML von bestimmten Seiten gecached wurde und dynamische Seiten davon angeblich ausgenommen werden und am Ende war es dann aber so, dass zum Beispiel die Bestellbestätigungsseite ganz am Ende von einem WooCommerce-Shop dann irgendwie schrieb, herzlichen Glückwunsch, sie haben ihr Produkt bestellt und dann war das aber ein ganz anderes Produkt,

  4. 40:27

    als ich bestellt hatte, weil diese Website dann irgendwie da in diesem Plugin nicht richtig berücksichtigt wurde und das sind natürlich Sachen, da kommt man auch nicht immer auf den ersten Blick drauf und da handelt man sich dann schon Probleme ein. Grundsätzlich, denke ich, muss man schon so Performance-Plugins auch installieren, damit WordPress so ein bisschen angeschoben wird, aber es bringt eben auch seine Probleme mit. Anderes Problem, was ich immer ganz pragmatisch in der Realität habe, ist eben diese Down-to-the-Metal, sage ich mal, um heute ganz viele Anglizismen zu verwenden, nämlich dass man üblicherweise

Entwicklung ohne Versionierung 40:48–44:38

  1. 40:59

    WordPress so entwickelt, dass wir uns direkt auf den FTP-Server einloggen und da irgendwelche Dinge machen, weil es doch relativ aufwendig ist, das lokal irgendwie bei sich ans Laufen zu bekommen und das ist einfach eine Hürde, um da zum Beispiel auch mal Praktikanten oder sowas dran zu setzen. Die vergessen dann gerne mal einen Semikolon am Ende von so einem PHP-Statement und dann fliegt halt die ganze Seite in die Luft oder dadurch, dass es das ja direkt die Produktionsseite ist, die da eingesetzt wird, wenn man irgendwie bei einem FTP-Upload Quatsch macht, dann kann es auch schon mal sein, dass so eine komplette Datei weg ist

  2. 41:32

    oder ein kompletter Baum verschoben wird oder irgendwelche Späße, die richtig schlimm die Seite kaputt machen und die man auch nicht so einfach wieder herstellen kann. Da setzen wir die Leute dann lieber an so eine lokale Git-Instanz von irgendeinem Projekt, was wir eben so auf Git-Basis pflegen. Da kann man halt im Worst Case, ist der Rechner kaputt, aber den kann man dann neu aufsetzen. Das stimmt. Da waren jetzt viele Sachen drin, die du gesagt hast. Da muss ich vielleicht noch einen Vorteil nachschieben. Du bist darauf eingegangen, dass wenn man Dateien löscht, dass man nicht wieder zurückkommt.

  3. 42:03

    Was WordPress ja ganz cool macht inzwischen sind diese Revisionen, die vor einigen Jahren dazu gekommen sind und du kannst bei Websites oder bei Seiten und Blogs in WordPress kannst du die Änderungen so zurückspulen in so einer Timeline. Das finde ich eigentlich ein ziemlich cooles Feature, um, wenn irgendwo eine Seite kaputt gegangen ist, zu gucken, woran könnte es dein Gelegenheit haben und wirklich auf Ursprungsversionen dann zurückzugehen. Das finde ich eigentlich ganz cool. Wenn du Sachen innerhalb des WordPress-Editors machst. Ja, ja, genau. Wenn du per FTP da im Theme rumtunst und deine Datei löscht,

  4. 42:32

    dann ist sie weg. Genau, und da wollte ich jetzt drauf hinaus, da haben wir bei Hetzen also Managed Server, wo wir nächtlich dann Backup machen und das reicht ja für die meisten Fälle aus, dass man die Sachen auch wieder herstellen kann. Ist natürlich nicht das Schönste und sind wir aus anderen Projekten mit unserem Git und so weiter natürlich anders gewohnt. Aber klar, das ist natürlich einen eindeutigen Nachteil. Und Git selbst, hast du dann auch angesprochen. Das finde ich einen der absolut größten Nachteile. Und da werden jetzt ganz viele Leute aufschreien und sagen, natürlich kann man WordPress

  5. 42:59

    auch irgendwie in Git reinbringen und dein Theme da reinbringen und so weiter. Aber so richtig dafür gemacht ist es nicht. Also wir haben immer wieder versucht, WordPress mit Git zu verheiraten und es ist uns am Ende nie so gelungen, dass wir dabei geblieben sind. Also was schon geht, ist glaube ich, einzelne Themes oder auch Plugins über Git zu verwalten. Aber so die komplette Seite als fertiges Produkt, die man dann auch CI, CD mäßig einfach überall und immer wieder neu deployen kann, das ist glaube ich bis heute nicht so richtig gelöst. Wir haben übrigens ein eigenes Plugin von GN-IT-Systemen

  6. 43:33

    für WordPress. Kennst du das? Habe ich das nicht gebaut? Ne, also ich weiß nicht, ob du auch eins gebaut hast, aber ich habe eins gebaut, das unterdrückt alle Nachrichten an Admins oder sowas, also irgendwie alle E-Mails an Admins, weil ich so Webseiten von Kunden habe, die wollen dafür nicht auf, wenn mir E-Mails zu schicken und dann habe ich dafür so ein Plugin gebaut. Und das ist tatsächlich über Git. Ja, das funktioniert auch ganz gut, aber da muss man eben Git entwickeln mit entweder einer lokalen WordPress-Instanz oder irgendwie dann doch mit Remote und das ist dann ein bisschen tricky. Ich glaube,

  7. 44:04

    das Hauptproblem ist, habe ewig drüber nachgedacht, weil das tatsächlich ein Workflow ist, den ich gerne mehr nutzen würde, dass WordPress so viel Standalone ist. Bei anderen Projekten, zum Beispiel Laravel, hast du eine Composer-Datei, die beschreibt, wie dein Projekt aussieht und welche Bausteine in welcher Version, also welche Plugins oder Laravel-Version du hast und dann drückst du auf den Knopf und dann wird genau das hochgefahren und bei WordPress ist es ja eher so, das setzt du einmal auf und dann lebt das für sich und macht automatisch Updates und das lässt sich dann nicht so gut reproduzieren.

Programmierstil in WordPress 44:38–45:40

  1. 44:38

    Ich habe noch zwei weitere Nachteile bei mir aufgeschrieben und zwar ist das eine, das habe ich eben schon mal so ein bisschen angedeutet, diese Programmierung in den Themes. Das habe ich eben so als Vorteil gesagt im Child-Theme, aber an sich ist es eigentlich nicht so cool, weil du immer in WordPress Design und Logik auch irgendwie vermischt. Die Frage, muss man das so machen oder machen wir das so besseren Wissens? Ja, also in dem Moment, wo man da sein eigenes System draufbringt, kann man das sicherlich auch trennen, aber ich würde mal behaupten, WordPress an sich will das eigentlich erstmal so,

  2. 45:11

    dass man diese klassische 2005er Jahre PHP-Dateien macht, wo man HTML und PHP so ein bisschen vermischt hat. Und vor allem gibt es dann die Functions PHP im Theme, die auch bei uns auch dazu genutzt wird, sehr viel Logik zu implementieren. Und das nimmt ja dann die Idee weg von diesem austauschbaren Theme-Layout. Du musst es irgendwie doppelt machen. Wenn nicht, wo legst du es dann ab? Also, ja, einfach nicht dafür gemacht so richtig. Genau, der Mehrsprachigkeit haben wir schon angesprochen, ist auch so ein Thema in WordPress. Früher haben wir mit so Multisites gearbeitet, das ist, glaube ich,

Mehrsprachigkeit 45:40–46:05

  1. 45:46

    sogar von WordPress inzwischen offiziell adaptiert auch und einer der offiziellen Wege, Mehrsprachigkeit zu machen. Dann hat man aber mehrere Websites nebeneinander liegen. So richtig cool ist das auch nicht. Wir benutzen dann dieses WPML, ja, was Vor- und Nachteile hat. Aber man hat schon so das Gefühl, WordPress will eigentlich nicht so richtig mehrsprachig sein. Dass wir jetzt die Seiten, die wir für Kunden pflegen, weiter auch in WordPress pflegen, ist, glaube ich, ganz klar. Jetzt ist aber die Frage, wenn jetzt ein neuer Kunde kommt und sagt, hey, ich brauche hier so eine Seite mit irgendwie CMS dahinter,

Alternativen zu WordPress 46:05–50:19

  1. 46:18

    was machen wir? Ja, das ist eine sehr gute Frage. Für mich gibt es eben noch nicht so viele Alternativen für WordPress. Also man muss sich ja auch immer fragen, ob die Kunden auf ihrer Website überhaupt selbst Änderungen vornehmen wollen oder ob die Webseiten oder die dynamischen Teile der Website nicht sowieso aus fremden Systemen gespeist werden, wie zum Beispiel so ein ERP-Warenwirtschaftssystem, wo dann Produkte oder andere Informationen rauskommen. und dieser Teil der Informationen, die man wirklich händisch eingeben würde, sowieso ziemlich gering ist und dann muss man sich natürlich gleichzeitig fragen,

  2. 46:52

    ist ein CMS überhaupt das Richtige? Also will man überhaupt so ein System wie WordPress installieren oder kann man nicht zum Beispiel einfach eine React-Anwendung draus machen? Und wenn wir jetzt unseren eigenen Fall mal nehmen, die GNRT-Systeme-Website, die ist ja tatsächlich sogar plain HTML, habe ich jetzt bisher noch bei keinem anderen Kunden gemacht, aber kann heutzutage auch eine vernünftige Lösung sein, die ist natürlich unfassbar schnell, die kann nicht angegriffen werden und für einen One-Pager tut es das manchmal auch. Ich habe das Problem vorhin schon so ein bisschen skizziert, nämlich dass ja

  3. 47:22

    üblicherweise die Entscheidung für WordPress fällt, weil der Kunde wirklich initial erstmal eine ganz, ganz einfache Webseite vielleicht mit einem Kontaktformular möchte und dafür ist das einfach super mächtig, dass es schon so ein gigantisches Ökosystem an Plugins und Themes gibt und man da so unfassbar schnell und damit auch kostengünstig dem Kunden eine wirklich super aussehende und super funktionierende Webseite hinsetzen kann, die er selber konfigurieren kann und üblicherweise ist ja dann auch im Laufe der Zeit kommen immer mehr Sachen dazu, immer mehr Funktionalitäten, immer mehr Dinge, die für WordPress

  4. 47:56

    jetzt wirklich nicht geeignet sind, aber das wächst eher so organisch und für viele Kunden machen wir es ja auch so, wenn von Anfang an klar ist, das ist ein gigantisches System mit weiß ich nicht was für externen Quellen, dann denken wir ja gar nicht erst an WordPress, sondern fangen direkt mit irgendwas wie Laravel an oder sowas. Das Problem ist eher, wenn sich das organisch entwickelt über die Zeit. Und man muss ja auch sagen, dass das eigentlich mehr unsere Arbeit ist, dass wir gar nicht gefragt werden für Systeme, wo ein CMS in Frage kommt, sondern unser Hauptgeschäft ist ja wirklich Web-Anwendungen zu bauen

  5. 48:29

    und das ist ja dann entweder eine Erweiterung für eine bestehende Website oder wirklich ein komplett eigenes Tool, das auch in seinem eigenen System lebt und erstmal nicht so wahnsinnig viel wirklich mit einem Content-Management-System zu tun hat. Wobei wir natürlich in unseren Systemen oft CMS-Features mit drin haben, also dass man Texte und Elemente pflegen kann, aber das ist dann meistens so individuell, dass es dann tatsächlich eben auch individuell gebaut ist. Also das heißt, kurz gesagt, es gibt keine Alternative? Für mich gibt es jetzt für diese kleineren Websites keine richtige Alternative.

  6. 49:01

    Was natürlich eine Alternative ist, ist in dem Moment, wo man dann auf Shops geht, wenn man einen Shop baut, dann muss man sich natürlich fragen, ist ein WooCommerce als sehr kleines und einfaches Shop-System das Richtige oder muss man dann auf ein veritables Shop-System gehen, wie zum Beispiel Shopware oder Magento oder andere? Ich finde das ganz spannend, weil wir sind ja gerade an einem Punkt, wo wir tatsächlich eine WordPress-Seite und auch den Shop einigermaßen zusturmstabil bauen müssen, was ja hintergeht zum Thema dynamisches Deployment, Skalierbarkeit, das ist ja alles bei WordPress ein bisschen schwierig.

  7. 49:36

    Ob wir da irgendwelche Findings mitnehmen, die wir dann künftig einsetzen oder ob WordPress weiterhin so dieses ungeliebte, aber doch notwendige Kind bleibt, das man für Webseiten einsetzen muss. Ja, ungeliebt kann ich gar nicht sagen. Ich arbeite ja eigentlich sogar insgesamt ganz gerne mit WordPress, weil das natürlich für mich auch so ganz entspanntes Coden ist. Man muss auf nichts achten, man kann einfach drauf loslegen, es gibt keine richtigen Code-Reviews, man kann einfach mal was Coden und wenn es funktioniert, ist man happy. Also zumindest bei den Kunden, die jetzt nicht riesen Budgets mitbringen,

  8. 50:09

    ist es dann meistens unser Weg, wie wir dann die Webseiten zumindest pflegen, die im Bestand sind und ich finde das manchmal ganz entspannt auch einfach so oldschool dann zu programmieren. Also das heißt, trotz der Vor- und Nachteile können wir jetzt kein so ein klares Fazit rausziehen, außer zu sagen, man muss vorher wissen, worauf man sich einlässt und sich den Schwächen insbesondere auch bewusst sein und vielleicht eher die Frage stellen, ist WordPress das Richtige für meine Arbeit, für das, was ich vorhabe, für das Projekt, was ich machen möchte, statt WordPress einfach blind einzusetzen und sich dann nachher

Fazit 50:19–50:45

  1. 50:41

    über die Ecken und Kanten aufzuregen. Ja, absolut. Ich bin total gespannt auf das Feedback zu der Folge, weil es bestimmt ganz viele Leute da draußen gibt, die tolle CMS kennen, die einen Blick wert sind und es mal wert sind, die mal anzufassen. Wir haben natürlich jetzt in unserer professionellen Arbeit das Problem, dass wir eher abgehangene Systeme verwenden müssen, wo wir auch davon ausgehen können, dass sie über die nächsten Jahre noch gepflegt werden und es muss schon auch eine breite Basis an Benutzern geben, sonst können wir das schlecht einsetzen, aber wenn da jemand draußen ist, der eine gute Inspiration hat

Feedback 50:45–51:40

  1. 51:14

    für zum Beispiel einen Headless CMS oder einen CMS, was mit React oder TypeScript gut funktioniert oder überhaupt irgendwas Interessantes, was wir uns mal angucken sollten, dann bin ich da total offen und Feuer und Flamme für, weil das ein großes Problem, das wir seit Jahren mit uns schleppen, lösen würde, dass wir ein vernünftiges CMS haben, auf das wir uns auch gut verlassen können. Den Call to Action am Ende der Folge, Felix, ich bin stolz auf dich. Ja, ich glaube, damit haben wir WordPress auch relativ vollumfänglich besprochen. Möchtest du noch was hinzufügen, Kay? Ich denke nicht. Ich fand es wieder

Outro 51:40–52:29

  1. 51:48

    eine überraschend interessante Folge. Am Anfang habe ich gedacht, boah, was kann ich dazu beitragen, wenn ich damit jahrelang nicht mehr gearbeitet habe? Aber jetzt so diese Rückschau noch mal aufzuzeichnen, war doch für mich auch noch mal ganz interessant. Ja, du hattest ja vor der Folge gesagt, dass du das Gefühl hast, es wird eine sehr kurze Folge und nicht so ergiebig. Wie immer. Ich habe das Gegenteil behauptet. Jetzt sind wir hier bei 50 Minuten. Also ich denke, da war jetzt doch einiges drin und vielleicht für den einen oder anderen was Spannendes, was er mit rausnehmen kann. Fantastisch, Felix.

  2. 52:18

    Hat mich gefreut. Vielen Dank, Kay. Wir hören uns.

03 — Weiterhören

Nebenan im Webcafé

Alle zwei Wochen montags eine neue Folge über Webentwicklung, Codequalität und die Art, wie wir zusammenarbeiten.

Alle 52 Folgen
04 — Feedback

Fragen an Felix und Kay?

Themenwunsch, Widerspruch oder eine Frage aus Deinem Projektalltag — schreib uns. Was uns erreicht, landet regelmäßig in einer der nächsten Folgen.

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