Webcafé — Folge 4
Homeoffice vs. Büro
Wir sprechen über die Vor- und Nachteile von Homeoffice und der Arbeit im Büro. Daraus entwickelt sich ein spannender Dialog zu Themen wie Teambuilding, Motivation, Verantwortung und Personalgewinnung im Remote-Kontext.
Worum geht es?
Wir sprechen über die Vor- und Nachteile von Homeoffice und der Arbeit im Büro. Daraus entwickelt sich ein spannender Dialog zu Themen wie Teambuilding, Motivation, Verantwortung und Personalgewinnung im Remote-Kontext.
Das Gespräch, Wort für Wort
Kapitel
7.405 Wörter in 23 Abschnitten. Jede Zeitmarke springt an die passende Stelle im Audio. Automatisch transkribiert und maschinell nachkorrigiert — im Zweifel gilt das Gesprochene.
Begrüßung
0:00–1:30
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0:00
Hallo und willkommen zu einem neuen Kaffeeklatsch in unserem kleinen Webcafé.
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0:10
Das ist unsere kleine Runde hier von der Firma G&IT Systeme, wo wir über Webentwicklung, Unternehmenskultur reden und alles, was damit zusammenhängt. Und mir gegenüber im Internet sitzt wie immer der Felix. Hallo Felix. Hallo. Felix, wieder die gleiche Frage. Was hast du heute denn vor dir stehen? Ja, ich habe wieder einen Tee mitgebracht. Und zwar habe ich heute meinen Lieblingsbeutel-Tee. Das ist, ich will jetzt hier kein Product Placement machen, also wir kriegen auch kein Geld dafür, aber das ist von Niederegger der Marzipan Rotbusch oder Rollbosch-Tee. Und den finde ich einfach mega. Jeder Beutel ist so abgepackt extra.
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0:49
Und wenn man den aufreißt, dann kommt einem schon so ein Marzipan-Aroma entgegen. Das knallt einen richtig weg. Und entsprechend isst der Tee auch. Es gibt ja wenig Tees, die so riechen, wie sie schmecken. Aber der kommt auch schon recht nah dran. Und wie das für mich üblich ist, dann eben ein bisschen Zucker und ein bisschen Milch drin. Und ja, ist eine Aromabombe. Richtig geil für jeden, der so richtig softe Tees mag. Du hast also im Büro die ganzen Rollbosch-Tees angeschleppt, die dann keiner außer dir trinkt, ja? Ja, so ist es leider. Inzwischen trinken wir im Büro fast nur noch Kaffee. Ja, ich habe tatsächlich auch einen Kaffee heute hier.
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1:18
Das soll man gar nicht meinen in unserem Kaffee. Einen leckeren Cappuccino habe ich mir gerade noch gebrüht, um vielleicht so der Stunde noch mal ein bisschen auf Trab zu kommen. Aus dem Siebträger. Aus dem Siebträger, ganz genau. So gehört es. Felix, ich habe dich gerade in unserem digitalen Café begrüßt. Aber wo sitzt du denn in der Realität? Und das soll nämlich das Thema unserer heutigen Aufnahme sein. Ganz grob gefasst, Homeoffice versus Büro. Wo arbeiten wir eigentlich und warum und wie sind wir da hingekommen? Okay, das ist, glaube ich, die geschmeidigste Einleitung, die du jemals gemacht hast.
Einleitung ins Thema
1:30–3:03
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1:53
Ich sitze tatsächlich gerade in Köln und das ist vielleicht auch so ein bisschen der Grund, warum wir historisch schon immer viel Homeoffice gemacht haben.
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2:02
Weil ich ja das Büro in Dortmund gegründet habe. Das hat so ein bisschen historische Gründe, weil ich das früher mit meinem Bruder zusammen gemacht habe. Und ich hatte natürlich nie große Lust, immer die weite Strecke zu fahren. Und deswegen war das für uns immer die Regel schon, dass wir einige Tage in der Woche Homeoffice gemacht haben. Und vor Corona schon und nach Corona oder während Corona auch erst recht. Genau. Und Kay, bei dir nehme ich an, dass du auch nicht im Büro bist heute. Genau, ich bin auch bei mir zu Hause. Das hat auch seine Vor- und Nachteile, insbesondere heute, wenn die ganzen Handwerker da gewesen sind.
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2:33
Aber ich kann mich erinnern, in der Anfangszeit, ich bin jetzt auch schon ein paar Jahre da, da bin ich noch deutlich häufiger und regelmäßiger ins Büro gefahren, um nicht zu sagen täglich, also dann insbesondere in der Ausbildung, zwei Tage Schule und die restlichen drei Tage ins Büro. Also da war das noch sehr viel konsequenter. Das stimmt. Das war aber nicht so eine wahnsinnig lange Zeit, dass wir wirklich jeden Tag im Büro waren. Und ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass ich wirklich jeden Tag im Büro war. Du hast ja immer ein bisschen näher am Büro gewohnt als ich, von daher war das für dich auch immer ein bisschen komfortabler noch.
Büro: Morgenritual
3:03–3:22
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3:04
Und ich muss auch sagen, insbesondere am Anfang, glaube ich, hat mir das auch schon viel geholfen, weil alleine dieser physische Vorgang von dem Raum wechselnd, morgens überhaupt erstmal eine Hose anzuziehen und dann ins Büro zu fahren, da hat man schon mal, das war wie so ein Startkick. Und wenn man dann im Büro war, da war man wach und konnte loslegen. Ja, ist übrigens auch ein Thema, das ich heute oft anbringe. Wenn wir junge oder überhaupt Praktikanten da haben oder Auszubildende oder Leute, die eben bei uns was lernen wollen,
Büro: Enge Betreuung für Neulinge
3:22–4:32
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3:35
dann ist es eigentlich unabdingbar, dass man auch immer wieder ins Büro fährt, auch mehrfach die Woche. Wir machen es auch mit Praktikanten und Auszubildenden so, dass die auch im Homeoffice arbeiten können. Aber gerade zum Start muss man natürlich irgendwie eine gewisse Nähe haben, damit man schon eine enge Betreuung sicherstellen kann, weil es einfach so viele Fragen gibt und dann immer anzuklingeln, das ist schon ein bisschen blöd. Und ich denke auch, am Anfang muss einfach eine persönliche Bindung entstehen und das geht nur im Büro, wenn man auch mal bei einem Kaffee dann quatscht und wenn man nebeneinander sitzt und auch merkt,
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4:05
ah, der andere ist locker drauf und den kann ich eben wirklich alles fragen. Da haben wir jetzt, glaube ich, so ein paar Themen schon angerissen. Also die, wie soll ich sagen, die Erreichbarkeit hast du gerade genannt. Im Büro ist man ständig da. Die Betreuung von neuen Kollegen und so weiter. Ich habe vorhin über die Motivation gesprochen. Vielleicht sollten wir uns mal die verschiedenen Punkte rausgreifen und da ein bisschen detaillierter drüber sprechen.
Unsere Historie mit Homeoffice
4:32–7:22
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4:32
Oder vielleicht kommen wir von hinten herein und sagen, im Moment machen wir super viel Homeoffice. Wie hat sich das denn entwickelt von ganz wenig zu ganz viel? Ja, genau. Wenn du sagst, im Moment machen wir mega viel Homeoffice. Das heißt bei uns ja ganz konkret, dass wir eigentlich nur Donnerstags im Büro sind. Es sei denn, es gibt irgendwelche besonderen Ereignisse oder ein Kunde ist im Büro oder so. Dann sind wir natürlich auch an anderen Tagen da. Aber eigentlich ist Donnerstag unser Bürotag und an allen anderen Tagen machen wir viel Homeoffice. Und du hattest jetzt gerade nach der Historie gefragt.
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5:00
Wir haben eigentlich ja immer sehr viel Homeoffice gemacht. Da habe ich ja gerade schon kurz ein bisschen was darüber erzählt. Und ich habe das früher immer so wahrgenommen, dass die Kunden das oder überhaupt Leute, mit denen ich gesprochen habe, immer ein bisschen komisch fanden. Also wir hatten alle immer schon Laptops, mit denen wir gearbeitet haben, haben also unsere festen Rechner schon nach zwei, drei Jahren in der Firma schnell abgeschafft und gemerkt, so Notebooks doch irgendwie dann flexibler.
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5:22
Dann hatten wir für die Mitarbeiter, die erreichbar sein mussten, immer schon ein Mobiltelefon und keine Festnetznummer. Wir hatten auch ganz am Anfang Festnetznummern und haben dann mit Zipgate und verschiedenen Systemen das probiert, dass man das auf Handy umleiten kann. Das, was irgendwie mit unserem Homeoffice kompatibel machen können, aber so richtig funktioniert, hat eigentlich nichts. Und ein kleines Side-Note von mir, meine Erfahrung ist auch, wenn man eine Festnetznummer nach außen rausgibt, rufen einen eigentlich nur die Leute an, mit denen man nicht sprechen will.
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5:48
Und deswegen werdet ihr zum Beispiel auf unserer Homepage auch keine Telefonnummer finden. Was einerseits ein bisschen blöd ist für diese Erreichbarkeit, ich liebe das auch einfach, eben eine Nummer anzurufen und dann hat man direkt jemanden dran. Auf der anderen Seite steht das Telefon dann halt nicht mehr still und deswegen, wenn uns jemand erreichen will, dann schreibt er uns eine kurze E-Mail und dann steht in jeder Antwort direkt eine Nummer auch drin und dann sind wir natürlich auch erreichbar.
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6:09
Genau, und dann haben wir eben viel Homeoffice gemacht, was für Leute von außen dann ja oft auch so ein bisschen komisch aussah.
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6:17
Ist das wirklich eine richtige Firma? Sind die verlässlich? Die haben gar kein Festnetztelefon und so weiter. Und da mussten wir uns immer so ein bisschen behaupten und ja, mussten sich immer so ein bisschen erklären, wie wir das machen und warum wir das machen. Und dann kam Corona, was einerseits natürlich eine Katastrophe war und auf der anderen Seite für unseren Arbeitsmodus genial, weil seit Corona fragt keiner mehr, was wir da machen, sondern alle machen das, was wir machen.
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6:41
Jeder oder ganz viele haben natürlich jetzt ein Handy, sind nur noch mobil erreichbar, ganz viele haben auf ein mobiles Gerät, ein Laptop umgestellt, ganz viele Leute erreicht man im Homeoffice.
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6:51
Und was natürlich auch richtig klasse ist, auf einmal kennen alle irgendwelche Videokonferenz-Tools, wo man dann vorher irgendwie gucken musste, dass man sich vielleicht bei Google Hangouts trifft oder so, weil man da nichts installieren musste.
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7:01
Heute hat, glaube ich, fast jeder Zoom drauf oder Teams oder andere Programme, mit denen man so zusammenarbeiten kann. Ich glaube, ich habe allein schon vier oder fünf verschiedene. Und von daher ist eigentlich das, was wir schon lange gemacht haben, ist auf einmal hoffähig geworden oder salonfähig. Und das finde ich natürlich aus meiner Perspektive richtig klasse. Ich glaube, den ersten großen Vorteil und den naheliegendsten Vorteil, den hast du gerade schon gesagt, nämlich einfach, dass man sich die Anreisezeit spart.
Homeoffice: Keine Reisezeit
7:22–8:44
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7:30
Also je weiter man weg wohnt, desto dramatischer ist das. Und du kommst jetzt natürlich, hast du schon gesagt, aus Köln. Ich habe die Anreise nicht so weit, aber mein Arbeitsweg morgens ist quasi vom Bett zum Bürostuhl einmal durch den Flur, vielleicht noch Klo oder Küche vorbei.
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7:45
Aber das war es dann auch schon. Und das ist natürlich an sich erstmal super effektiv, weil ich spare mir den Sprit alleine schon oder öffentliche Verkehrsmittel.
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7:54
Und die Zeit, die ich dann nicht im Auto verbringe oder im Stau oder sonst noch wo, kann ich direkt am Rechner sitzen und loslegen. Also diese initiale Zeitersparnis morgens ist schon ganz immens. Genau. Ich muss dazu sagen, dass ich wahnsinnig gerne im Büro bin. Und wir sagen auch über den Donnerstag immer, das ist ein bisschen unser Teambuilding-Tag, wo man, ja, wo natürlich die Arbeit auch im Fokus steht, aber auch, dass wir wirklich untereinander quatschen können und so.
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8:18
Und da wird keiner schräg angeguckt, wenn man mal zehn Minuten länger Kaffeepause macht. Also das gehört definitiv zum Donnerstag dazu. Wir gehen auch oft in eine Pizzeria, dann zusammen essen und so weiter. Also das ist wirklich dann auch Teil der Arbeit, weil das ja einer der Downsides auch von Homeoffice ist, dass man eben weniger persönlichen Kontakt hat und diese Smalltalks dann wegfallen.
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8:35
Das ist ein Argument, das ich zumindest ganz oft höre. Was ich aber spannend finde ist, Kay, dass du ja, obwohl du so einen kurzen Weg hast, trotzdem Homeoffice auch sehr schätzt. Ja, genau, weil trotzdem ist es natürlich ein Anfahrtsweg. Also du hast das schon gerade hervorgehoben. Ich will jetzt thematisch nicht zu viel springen, aber eben diese Geselligkeit im Büro, das ist, glaube ich, das, was wir am meisten oder was ich persönlich am meisten vermisse.
Büro: Persönlicher Kontakt
8:44–10:11
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9:00
Einfach, weil es nochmal durch den klassischen Flurpfunk oder man trifft sich an der Kaffeemaschine oder auch nur, wenn man sich beim Sitzplatz gegenüber sitzt, einfach viel mehr aus so zwischenmenschliche Sachen machen kann.
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9:12
Einfach mal fragen, hey, wie geht's? Da war doch das und das. Und so in so einem digitalen Kontext, wie wir das haben, da gibt es einfach nicht so die Möglichkeit. Da hockt jeder für sich. Und wir haben jetzt auch nicht irgendwie dauerhaft einen Besprechungsraum offen, wo man einfach reingeht, sondern man redet dann nur mit anderen Leuten, wenn man wirklich was von denen möchte.
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9:30
Und diese ganze soziale Interaktion, einfach mal wissen, wie es einem geht und sowas, das fällt komplett flach eigentlich.
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9:38
Und das ist, glaube ich, auch der Grund, warum dann, wenn wir ins Büro fahren, dass es auch so ein Happening ist, was dann nicht unbedingt alles immer 100 Prozent mit Arbeit zu tun haben muss.
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9:46
Das setzt natürlich voraus, dass gute Stimmung ist, dass man auch ein cooles Team hat. Was wir jetzt dankenswerterweise von uns sagen können, ich kann mir aber vorstellen, dass es Leute gibt, die vielleicht mit den Kollegen da nicht so gut zurechtkommen oder vielleicht auch überhaupt gerne allein unterwegs sind.
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10:00
Und dann ist es vielleicht, hätten wir vielleicht eine andere Einschätzung, aber bei uns natürlich mega. Also wenn wir im Büro sind, da wird gewitzelt, da ist eigentlich immer gute Stimmung, da geht es immer hoch her. Und ich kann mich erinnern, am Anfang war das tatsächlich ein Riesenproblem. Also insbesondere wir beide als Führungskräfte, sage ich jetzt mal, wir haben ja schon noch eine andere Verantwortung fürs Team.
Kontakt zu Mitarbeitenden als Führungskraft
10:11–11:51
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10:22
Also so verstehe ich das zumindest. Da ist natürlich dieser eine soziale Austausch das eine. Aber ich möchte auch einfach wissen, wie es den Kollegen geht. Und am Anfang, als es dann mit dieser Pandemie insbesondere losging und man sehr im Büro war, da habe ich dann schon gemerkt, dass die einzige Kommunikation, die ich mit Kollegen habe, meistens im Zuge von irgendwelchen Problemen oder Code-Reviews stattfand.
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10:47
Und dann meistens auch eher negativ behaftet, weil man spricht ja selten mit Leuten, wenn irgendetwas gut ist, was wahrscheinlich auch ein bisschen das Problem an so einer Kultur ist.
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10:58
Aber da haben wir uns dann wirklich Gedanken gemacht, wie wir das ändern können, weil nur immer so themenbezogene Gespräche zwischen Kollegen ist auf Dauer eben auch nicht das, was wir wollten.
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11:08
Ja, und das ist nicht einfach, so Meetings zu finden und Gelegenheiten zu finden, mit denen man remote mit Leuten eben über Sachen sprechen kann, die nicht fachlich sind.
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11:18
Und da haben wir ja so ein paar Schleifen gedreht. Also wir haben am Anfang auch so Feedback-Gespräche regelmäßig gemacht oder auch Termine gemacht. Da weiß ich dir ja, das tut man freitags regelmäßig mit unterschiedlichen Kollegen und Kolleginnen, wo ihr dann kein konkretes Thema hattet, sondern einfach so ein bisschen über Arbeit, Privates, alles Mögliche gesprochen habt.
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11:36
Das hat sich dann immer so ein bisschen verändert und ich glaube, im Moment profitierst du sehr davon, dass du eben die Code-Reviews machst und dann zu den Reviews, wo man dann erstmal ein Thema hat, über das man sprechen kann und dann, glaube ich, so ein bisschen auf dies und das kommt.
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11:48
So kommst du, glaube ich, dann mit den Kollegen auch viel ins Gespräch, oder? Ja, ganz genau. Wir haben da die Code-Reviews so ein bisschen umgebaut. Du hast schon recht, am Anfang hatten wir so regelmäßige planlose Termine. Das hat sich aber tatsächlich schnell im Sand verlaufen, wie du es schon gesagt hast. Einfach, wenn man keinen Anlass hat, dann redet man auch üblicherweise nicht so viel. Man hat keine Zeit und Motivation ist nicht da und das sind dann so Termine, die dann regelmäßig abgesagt werden auch, ne? Ja, ganz genau. Und dann sagt der eine, ach, ich habe nichts, der andere sagt auch und hat eh noch Termine im Nacken und dann ist man da auch gar nicht böse drum.
Code-Reviews als Kontaktmöglichkeit
11:51–14:49
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12:17
Aber dann sind wir wirklich hingegangen und haben diese Code-Reviews, also tatsächlich Git-Reviews für Match-Requests oder sowas, ausgebaut.
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12:28
In dem Sinne, dass insbesondere ich mir dann den Kollegen oder die Kollegin schnappe, die da was gebaut hat, rufe die an und dann sprechen wir gemeinsam darüber.
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12:39
Und da haben wir schon gemerkt, oder ich insbesondere, dass das ein relativ guter Ersatz ist, wenn man sich dafür Mühe gibt.
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12:47
Weil dann muss man natürlich auch in diesen Reviews, das musste ich auch erst lernen, positive Dinge hervorheben.
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12:55
Ganz wichtig, weil ansonsten redet man in Reviews immer nur über das, was nicht so gut läuft. Und das ist auf Dauer, glaube ich, nicht so ideal. Also wirklich positive Dinge hervorheben und auch vielleicht versuchen, so ein bisschen Smalltalk zu machen. Das ist jetzt nichts, was ich irgendwie forcieren würde oder auf meiner Agenda habe, wenn ich jemanden anrufe. Aber je häufiger man mit jemandem kommuniziert, desto mehr hat man dann auch Aufhänger, bei denen man da wieder einsteigen kann. So wie jemand erzählt in der Vorwoche, der Satz, weiß ich nicht, zu seinen Eltern fährt, dann kannst du in der nächsten Woche mal darauf ansprechen oder sowas.
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13:27
Ja, genau. Hilft auch, sich da ein paar Notizen zu machen für Leute, die das nicht so gut im Kopf haben können wie ich. Und wo du das mit dem PR sagst, ist jetzt ein anderes Thema. Aber ich finde, es gibt ja auch nichts Geileres, als eine coole Codestelle zu finden, die jemand gebaut hat, wo jemand eine coole Lösung gebaut hat. Ich liebe das, wenn ich sowas finde, wo ich denke, da wärst du vielleicht selbst gar nicht drauf gekommen, unter die Leute zu fragen, wie der Prozess war. Und wenn dann irgendwas cool gelöst ist, das kann jetzt eine optische Sache sein, irgendwie ein CSS, dass man eine geile Animation gebaut hat.
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13:53
Das kann aber natürlich auch sehr codetechnisch sein. Das finde ich mega. Und dann die Leute abzuholen. Oder ich rufe zum Teil Leute einfach nur an, weil ich sehe, da haben die was richtig Hübsches gebaut oder so. Dann rufe ich an und sage, boah, wie geil ist das denn geworden? Jetzt zum Beispiel letztens, wo wir diese PDF-Auswertung, wo ich dir das erste Mal gesehen habe für den einen Kunden, du weißt, worüber ich spreche. Da habe ich einen Mitarbeiter bei uns direkt angerufen und habe gesagt, boah, das sieht so geil aus. Genau. Und so kommt man auch schon mal ins Gespräch. Was das ganz nebenbei noch an Vorteil bringt, ist, dass ich mich dann auch mehr mit den Code-Sachen beschäftige.
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14:24
Weil wenn ich einfach nur das Ding offen habe, dann fliege ich da mal drüber. Aber wenn ich da jemanden gegenüber sitzen habe, der mir zuhört und der auch mein Bildschirm sieht und den ich auch direkt rein, also Sachen fragen kann, dann komme ich da einfach sehr viel schneller rein.
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14:37
Aber wir wollen jetzt heute, glaube ich, gar nicht so sehr über unsere Review-Mechaniken sprechen. Aber Felix, das ist natürlich eine sehr exklusive Position, die ich jetzt habe durch die ganze Code-Reviews. Wie machst du das denn mit den Kollegen? Ja, genau. Ist natürlich schon auch ein Problem bei mir. Ich schätze prinzipiell mal, das hat man, glaube ich, auch schon rausgehört, diesen Mix aus Büro und Homeoffice. Sodass ich jetzt nicht unbedingt den Bedarf habe, mit allen Mitarbeitern ständig auch digital zu sprechen, weil wir uns mit den allermeisten ja sowieso einmal die Woche sehen. Und dann gibt es eigentlich immer Gelegenheit, dass man sich austauschen kann.
Kontakt zum Team als Geschäftsführer
14:49–16:45
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15:09
Von daher brauche ich jetzt nicht unbedingt immer diese dedizierten Termine, bin aber jetzt doch schon bei einigen Mitarbeitern dazu übergegangen, dass wir einen regelmäßigen Termin haben.
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15:17
Der ist aber jetzt nicht wöchentlich, sondern eher so zwei bis drei monatlich. Und da geht es wirklich darum, dass man allgemein einmal so quatscht, wie läuft es und sich so ein paar Themen mitnimmt und auch ein paar Themen gesammelt hat. Das ist dann schon eher so ein bisschen klassischeres Feedback. Und ich habe mir eben auch angewöhnt, auch bei kleinen Themen mal eben einfach durchzuklingeln. So früher habe ich dann eher eine Nachricht geschrieben und heute bimmle ich die Leute auch mal an. Und das ist überhaupt kein Problem, wenn jemand nicht drangeht. Also das ist ja so die Angst, glaube ich, bei vielen, dass wenn der Chef dann anruft und man da nicht drangeht, dann denkt er, oh, ich bin gerade nicht mehr, wer weiß wo oder so.
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15:48
Aber das ist mir wirklich total egal. Und wenn die Leute nicht drangehen, dann haben sie da gute Gründe für. Und das ist auch egal, ob sie gerade einkaufen beim Arzt, sind auf Toilette oder auch vielleicht gerade nicht so gut passt, weil man ja zum Beispiel beim Programmieren schon mal so Phasen hat, so sehr konzentrierte Phasen.
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16:04
Und wenn man dann das Gefühl hat, ich bin jetzt gerade irgendwo richtig drin, dann geht man halt nicht dran. So das ist für mich eine ganz, also es ist eine Selbstverständlichkeit. Und da kann man vielleicht eine Nachricht hinterlassen oder kann sich später melden. Das passt total gut für mich. Genau, ich bin dazu übergangen, dass ich die Leute wirklich auch wegen kleineren Sachen oder Sachen, die mir aufgefallen sind oder neuen Aufgaben eben kurz anrufe, kurz mit denen spreche.
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16:25
Ich könnte das definitiv noch viel mehr machen. Und wir müssen ja auch sagen, wir haben Kollegen und Kolleginnen, die sogar rein im Homeoffice sind und nur sehr, sehr selten im Büro sind oder dann an besonderen Events wie in der Weihnachtsfeier zu teilnehmen.
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16:38
Einfach, weil die räumliche Distanz bei den meisten dann sehr groß ist. Und da bleibt es natürlich gar nicht aus, dass man sich die ab und zu mal schnappen muss. Aber ich denke, Kay, du hast mit vielen doch deutlich mehr Kontakt als ich. Das ist bestimmt was, woran ich auch noch arbeiten kann. Aber ich denke, im Allgemeinen funktioniert das ganz gut. Das ist ja, wie gesagt, auch eine Position, die wir beiden jetzt konkret mit Führungsverantwortung haben, sage ich mal, wo ich es auch so ein bisschen als unseren Job ansehe, eben diesen Kontakt zu suchen, proaktiv.
Interaktion zwischen KollegInnen
16:45–17:39
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17:07
Was ich eher glaube, was ein größeres Problem ist, ist bei den Kollegen untereinander. Weil die haben jetzt nicht diese Motivation, wie wir sie haben, mit den Leuten in Kontakt zu treten. Und durch die ja doch Hierarchien, die wir haben, durch diese Code Reviews alleine schon, bietet sich das auch nicht so an.
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17:24
Aber trotzdem ist es ja wichtig, dass das Team untereinander auch so ein Teamgefühl bekommt und wir nicht von oben herab mit den Leuten Kontakt haben, aber die untereinander nichts von denen wissen.
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17:34
Das ist ein richtig wichtiger Punkt, habe ich auch noch gar nicht so konkret drüber nachgedacht. Wir hatten ja schon mal ein paar Instrumente ausprobiert, wie man das verbessern kann, ohne da jetzt einen konkreten Hintergedanken eigentlich zu haben. Aber ich denke da zum Beispiel an unsere Spieleabende, die wir mal eine Zeit lang veranstaltet haben. Also das waren digitale Spieleabende, wo wir uns dann zum Beispiel zu digitalen Brettspielen zusammengesetzt haben. Das habe ich jetzt schon in mehreren Firmen erlebt und noch in keiner, in der das dauerhaft funktioniert hat. Vielleicht sind wir dafür auch zu wenig Leute.
Warum digitale Spieleabende nicht funktionieren
17:39–18:19
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18:04
Aber irgendwie freuen sich die Leute dann schon nicht abends so die Zeit nehmen, so für die Firma was zu machen. Und dann hat es schon immer noch so ein bisschen diesen Arbeitstouch. Ich kann am Ende gar nicht genau sagen, woran es liegt. Ich kann es dir ziemlich genau sagen, zumindest meiner Einschätzung nach. Und zwar einfach, dass die Kollegen zur Firma eine andere Einstellung haben als du und ich. Also du insbesondere bist ja als Geschäftsführer total involviert und hast das Baby großgezogen. Und für dich ist das halt mehr als Arbeit. Für dich ist die Firma dein Leben. Und für mich ja auch schon fast zur Hälfte, während für andere Kollegen...
Unterschiedliche Beziehungen zur Firma
18:19–18:59
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18:34
Jeder von unseren Mitarbeitern liebt die Firma. Ja, aber vielleicht zu einem unterschiedlichen Grad. Und das will ich jetzt auch gar nicht beurteilen oder sowas. Aber da fehlt es, glaube ich, häufig und das sehe ich ja auch manchmal, dass solche Konstrukte gebaut werden. Einfach das Verständnis dafür, dass unterschiedliche Leute im Team eine unterschiedliche Auffassung haben. Und dementsprechend dann, wenn sie Feierabend haben, auch einfach Feierabend haben wollen. Ja, absolut. Ist tatsächlich auch ein Punkt, der ganz wichtig ist im Homeoffice. Es springt jetzt ein bisschen, aber diese Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen eben im Homeoffice so ein bisschen.
Erreichbarkeit im Homeoffice
18:59–19:35
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19:08
Also man hat das Gefühl, dass die Leute immer erreichbar sind. Oder man hat zumindest keine begrenzten Zeiten. So im Büro weiß man, wenn derjenige nach Hause gegangen ist, dann rufe ich den auch nicht mehr an. Im Homeoffice würde ich aber jemanden vielleicht um 16, 17 Uhr noch anklingeln. Und vielleicht ist der schon gar nicht mehr am Rechner und ist schon in seiner Freizeit. Und fühlt sich dann aber vielleicht trotzdem genötigt, dran zu gehen. Ich hoffe, dass das bei uns nicht so ist. Aber so diese Grenzen, die verschwimmen schon sehr. Das sind halt Sachen, über die man sich aktiv Gedanken machen muss.
Homeoffice muss man lernen
19:35–20:40
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19:40
Und sowas, wie du gerade gesagt hast, solche Grenzen, die mussten wir auch setzen. Also was wir gemacht haben, ist dann zum Beispiel eine Kernarbeitszeit zu definieren, wo wir dann mehr oder weniger erwarten, dass die Leute da sind. Natürlich, man kann das immer anders absprechen. Aber solche Sachen gehören eben auch zu so einem Remote-Arbeiten dazu, dass man so eine gewisse Verlässlichkeit hat. Du hast das eben angesprochen und ich auch schon, dass wir dann Leute einfach mal zwischendurch anrufen und auch die Leute ermutigen, sich untereinander anzurufen, wenn sie irgendwelche Probleme haben.
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20:08
Aber das bedingt natürlich, dass man so ungefähr eine Vorstellung hat, wenn ich jetzt jemanden um 11 Uhr morgens anrufe, dann ist der meistens auch da und kann dann dran gehen. Also das sind auch schon Regeln, genauso wie das, was du eben auch schon gesagt hast, dass wir einfach Leute anrufen und es ist aber auch total okay, wenn die ablehnen. Genauso wie die Leute uns anrufen, wenn sie irgendein Anlegen haben und wir das dann ablehnen. Also das ist eine Kultur, die man, glaube ich, bewusst entwickeln muss, damit solche Dinge leichter von der Hand gehen. Ja, das Schlimmste ist ja, wenn Kunden einem um 7.30 Uhr ein Meeting einstellen.
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20:38
Ja, das machen wir gar nicht erst. Und natürlich, da bist du jetzt gerade schon über das Thema hinweggaloppiert, aber was wir natürlich als große Maßnahme gemacht haben und die auch guten Anklang gefunden hat, ist dann wirklich umfangreiche Team-Events bis hin zu sogar so einem Coding-Camp, was wir letztes Jahr gemacht haben. Genau, das wollte ich dich jetzt auch noch fragen. Hast du denn das Gefühl, dass sich die Leute bei uns untereinander gut verstehen? Oder vielleicht auch im Vergleich zu anderen Firmen, den du vielleicht gar nicht so hast, aber vielleicht aus Freunden-Bekanntenkreis? Auf jeden Fall.
Das Teamgefühl fördern
20:40–22:53
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21:06
Und da spielt vielleicht auch rein, wie gesagt, wir haben uns ja aktiv um so Systeme gekümmert, dass wir eben auch uns aktiv überlegt haben, wie wir eben die Kommunikation und den Austausch unter den Kollegen fördern können. Also nicht wir mit denen, sondern die untereinander. Das hat natürlich zum einen ganz praktische Erwägungen, dass wir so ein bisschen das Wissen teilen. Also wenn der eine bei einer Stelle im Code aktiv ist, dann sollen alle anderen da möglichst auch zumindest mal eine grobe Vorstellung von haben, aber auch einfach, dass die auch so ein Team und so ein Firmengefühl haben. Und was wir dafür zum Beispiel gemacht haben, ist einen Review-Pool eingeführt.
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21:45
Das heißt, Leute, die im gleichen Projekt arbeiten, bilden ein Team logischerweise. Und dann haben wir sie ermutigt, gegenseitig die Code-Reviews quasi vorzusichten, aber auch gegenseitig vielleicht so kleine Pair-Programming-Sessions zu machen,
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22:01
wenn sie ein Problem haben oder auch, wenn sie irgendeine Situation im Code haben, die sie nicht lösen können oder wo sie vielleicht Feedback haben, das zuerst mal ins Team reintragen, statt direkt an uns zu gehen. Und ich habe schon das Gefühl, man muss sie da immer wieder ein bisschen zu ermutigen, aber so langsam kristallisiert sich da schon ein Workflow raus, dass die Leute auch untereinander miteinander reden. Und das klappt natürlich auch, um deine Frage zu beantworten, deswegen insbesondere gut, weil ich zumindest aus meiner Perspektive das Gefühl habe, dass die auch alle sehr gut miteinander klarkommen.
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22:34
Genau, das sehe ich auch so. Und ich stelle das in letzter Zeit auch mal wieder fest, dass dann jemand zum Beispiel kommt und sich mit dem Designer direkt ausgetauscht hat über eine Optik von einer Funktionalität. Und dann freue ich mich natürlich mega, weil wenn derjenige auf mich zugekommen wäre, hätte ich gesagt, ja, tausche ich mit dem Designer aus. Und sowas muss natürlich automatisiert auch funktionieren, auch wenn man remote unterwegs ist. Genau, und ich finde es spannend, da festzuhalten ist, es ist ja schon unsere Verantwortung, jetzt zumindest für unsere Firma, sowas auch zu erkennen und zu fördern.
Verantwortung als Führungskraft
22:53–23:49
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23:03
Und was ich glaube, was manchen Leuten fehlt, ist eben dieses Verständnis. Weil ich kann nicht erwarten, einfach so aus dem Blauen heraus, dass meine Kollegen miteinander so eine Beziehung aufbauen, wie ich das habe. Sondern die haben selber genug zu tun, haben ihre Aufgaben, wollen die möglichst reibungsfrei abarbeiten und haben da vielleicht nicht so das Interesse dran wie wir. Und dann finde ich es super wichtig, das zum einen zu erkennen und zum anderen auch die Verantwortung zu erkennen und dann Systeme zu bauen, die das eben fördern. Wie zum Beispiel diese Review-Pools oder aktiv darauf hinweisen, die anderen Leute anzusprechen oder sowas.
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23:39
Ich habe das Gefühl, von dem, was ich so höre, manche erwarten einfach, dass das klappt und sind dann traurig, wenn es nicht klappt, ohne zu wissen, woher das kommt. Versteht euch gefälligst. Das ist jetzt eben das Koninkipp schon angesprochen. Ich möchte noch kurz darauf eingehen, weil das meiner Meinung nach eine richtig geniale Veranstaltung im letzten Jahr war. Da waren wir im September, glaube ich, letzten Jahres, waren wir eine Woche in Südfrankreich. Bei bestem Wetter, das hat man natürlich da ein bisschen Glück, hat eine coole Villa uns gemietet. Und da waren natürlich auch alle Annehmlichkeiten.
Teamevents
23:49–24:45
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24:10
Aber der Sinn von der Veranstaltung war schon, dass wir auch wirklich viel arbeiten, viel zusammenarbeiten und auch mal Sachen schaffen, zu denen wir sonst nicht so kommen. Das heißt, da sind so Themen wie Inhalt von der Website und sowas dann aufgekommen, wo man sonst irgendwie im alltäglichen Geschäft sich nie für Zeit nimmt. Aber auch wirklich, dass man bespricht, so wie will man zusammenarbeiten. Und ja, ganz unterschiedliche Themen sind aufgekommen. Und ja, ein Teil war natürlich dann auch die Freizeitgestaltung und abends haben wir ein Bierchen zusammen getrunken oder ein Weinchen in Frankreich natürlich eher.
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24:37
Und das ist schon so eine Veranstaltung, wo man merkt, so am Ende rücken die Mitarbeiter doch ein Tick näher zusammen und man baut so Barrieren eigentlich ab. Das spielt so ein bisschen rein. Also ich weiß jetzt nicht, wie abrupt ich das Thema wechseln möchte. Aber eine Frage, die mich tatsächlich interessiert und die ich mir hier extra auch dick aufgeschrieben habe, ist, so wie du es gerade gesagt hast, das ist natürlich auch ein nicht zu unterschätzender finanzieller Aufwand für die Firma. Also so ein Coding Camp natürlich. Aber was ich mir vorstelle, ist, dass man ja dann auch mal zumindest zwei Sätze Inventar braucht,
Die Kosten von Homeoffice
24:45–28:13
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25:09
wenn die Kollegen dann zu Hause noch einen Monitor brauchen oder vielleicht einen zweiten. In der Firma steht auch einer rum, der dann die meiste Zeit einfach Staub ansetzt. Also das ist auch schon ein Luxus, das so zu machen, wie wir das machen. Absolut. Ja gut, das teuerste Element, der Rechner, den können wir mitnehmen, das ist ganz praktisch. Aber ansonsten bin ich auch relativ großzügig damit, die Leute dann von Schreibtischen über Stühle mit Bildschirm und allem, was so ein Equipment dazugehört, Mikrofon zum Beispiel, dann auch auszustatten, weil ich das irre wichtig finde, dass die Leute wirklich ein gutes Equipment haben,
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25:42
vernünftig arbeiten können. Und am Ende sind wir natürlich alle Techniker und haben auch Bock auf geile Technik. Und wenn ich hier vor meinem Apple Studio Display sitze, das macht mir einfach jeden Tag wieder Spaß. Oder wenn ich hier mein Mikrofon habe, wo ich das Gefühl habe, dann komme ich bei dem Gegenüber, bei dem Kunden in den Calls besser an und so. Das macht mir schon auch richtig Spaß. Und ich glaube, dass das bei den allermeisten bei uns auch so der Fall ist, dass man eben, ja, das coole Technik natürlich auch Spaß macht und begeistert. Und das soll nicht nur im Büro so sein, sondern dann natürlich auch zu Hause.
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26:13
Das bedingt natürlich, dass die Kollegen dann auch proaktiv auf dich zukommen, wenn sie dann irgendetwas brauchen. Und ich glaube, ich weiß nicht immer, ob die Leute so dafür sensibilisiert sind, dass sie eben zu Hause auch einen richtig geilen Arbeitsplatz brauchen, wenn sie da vier von fünf Tagen in der Woche sind. Und dann muss man auch vielleicht als Arbeitnehmer ein bisschen den Mut aufbringen, auf dich zuzukommen und zu sagen, Felix, ich brauche einen neuen Monitor oder ich brauche eine neue Tastatur oder sonst irgendwas. Und dafür brauchen wir auch ein entsprechendes Umfeld, damit die sich das trauen, ganz einfach.
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26:46
Hatte ich heute tatsächlich wieder das Thema, wo sich ein Mitarbeiter eine Tastatur selbst kaufen wollte, weil das so eine spezielle war, die auch ein bisschen teurer ist und so. Und da habe ich gesagt, natürlich können wir das über die Firma machen. Damit arbeitest du jeden Tag. Klar, ist das selbstverständlich. Also genau, da muss man schon die Leute auch immer wieder darauf stoßen, dass das eben dann auch möglich ist. Das ist, glaube ich, so ein bisschen die Grundidee von der Führungskraft, wie ich sie verstehe, was jetzt, glaube ich, im Podcast durchgekommen ist. Dass ich schon das Gefühl habe,
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27:13
wir müssen uns ein bisschen darum kümmern, dass auch wenn die Leute nicht im Büro sind, sie gescheite Umgebungen haben, in denen sie arbeiten. Weil das vielleicht aus denen heraus nicht immer so, die sind dafür vielleicht nicht so sensibilisiert, habe ich zumindest das Gefühl. Jetzt können die Kollegen mir gerne böse Slack-Nachrichten schreiben, wenn sie sich da bevormundet fühlen. Aber das gehört schon, glaube ich, auch mit dazu, proaktiv auf die Leute zuzugehen und da sicherzustellen, dass die zu Hause auch eine gute Arbeitsumgebung haben. Ja, absolut. Ich habe auch so eine Referenz zu dieser Qualitätsfolge,
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27:45
das war, glaube ich, unsere Nummer eins, noch im Kopf, weil ich das einfach auch wichtig finde, dass man eine vernünftige Büroausstattung hat. Das kann Bild und Ton sein. Aber da geht es natürlich auch so um den, was man für einen Hintergrund hat, wenn man jetzt wirklich die Kamera mal anmacht im Homeoffice, was wir in letzter Zeit eher selten tatsächlich haben. Ich bin eigentlich ein Freund davon. Aber da kann man dann schon mal gucken, wie das Büro so eingerichtet ist und dass es eben auch vernünftig eingerichtet ist. Das spielt auch so ein bisschen in diesen Qualitätsaspekt da mit rein. Hast du das Gefühl,
Motivation und Ablenkung
28:13–31:58
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dass du zu Hause oder im Büro motivierter bist als an der anderen Station? Bei mir selbst kann ich da jetzt keinen Unterschied feststellen. Das liegt aber jetzt vielleicht auch so, daran, dass ich so eine intrinsische Motivation natürlich in der Firma habe. Da glaube ich, also ich sehe da bei mir keinen Unterschied. Ich merke schon, dass ich ein bisschen andere Sachen mache, je nachdem, ob ich im Homeoffice oder im Büro bin. Im Büro sind es dann oft so Tätigkeiten, wo sich so Fragen aufgestaut haben. Also auch oft so buchhalterische Themen, solche Geschichten. Oder wo ich mich mal neben jemanden setze
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28:51
und so Pair-Programming mache. Das sind so Geschichten, die dann eher im Büro sind. Und zu Hause macht man dann oft auch so trockene Sachen wie Überweisungen und sowas. Aber ganz unterschiedlich natürlich. Aber einen Motivationsunterschied kann ich jetzt bei mir nicht so richtig vorstellen. Ist das bei dir vorhanden? Habe ich auch drüber nachgedacht, logischerweise. Aber ich glaube tatsächlich, das ist eher aufgabenbedingt. Also wenn ich eine geile Aufgabe habe, mit der ich mich gerne beschäftige, dann tue ich das, egal wo ich bin. Und wenn ich eine Aufgabe habe, die ich nicht so gerne mache, dann ist schon zu Hause die Ablenkung größer.
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29:22
Weil hier ist ja immer irgendwas zu tun. Und wenn es nur Spülmaschinen-Einräumen ist. Aber das ist, glaube ich, nicht so sehr mit der Umgebung abhängig davon. Ja, jetzt hast du das aufgabenbezogen gesagt. Wenn du da Lust auf eine Aufgabe hast, dann bist du motiviert, egal wo du bist. Mich fragen immer ganz viele Leute so, boah, Felix, wenn du jetzt die ganzen Leute immer vier Tage die Woche im Homeoffice hast, sind die denn dann produktiv und schaffen die was? Und meine Standardantwort darauf, also ich habe eigentlich zwei Antworten. Die eine Antwort ist, bei uns funktioniert es mega. Also ich kann wirklich nur sagen,
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29:55
bei uns ist die Produktivität top. Die Erreichbarkeit ist richtig gut. Und also ich halte jetzt keine Stunden so in dem Sinne nach. Aber ich kann sagen, dass ich wirklich absolut zufrieden bin mit dem, was da geleistet wird. Aber das, was ich dann auch immer sage, ist, dass ich glaube, dass die Leute, die im Büro Leistung bringen, die bringen auch die Leistung zu Hause. Und dass die Leute, die im Büro nicht so viel machen, dass die auch zu Hause nicht so viel machen. Ich glaube, dass da jetzt Büro und Homeoffice gar keinen großen Unterschied macht, weil das einfach eine Motivationsfrage ist und die ist eigentlich nicht ortsabhängig.
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30:26
Aber das spielt schon so ein bisschen da rein, warum wir bei neuen Kollegen und Praktikanten oder Auszubildenden oder sowas vermehrt auf Büro auch bestehen und dann auch häufiger ins Büro fahren, nur um die Leute da persönlich zu betreuen. Oder meinst du, das hat damit nichts zu tun? Du meinst, um zu gucken, wie die so drauf sind und was die so leisten oder in welche Richtung kommst du jetzt? Ja, da kommt ja viel zusammen. Genau. Also das Thema, was ich eigentlich aufmachen möchte, ist, dass ja das Büro schon, oder ich sage es andersherum, das Homeoffice klappt bei uns so gut, weil wir einfach schon
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30:58
ein sehr eingespieltes Team haben, wo sich die Leute kennen und so weiter. Und ich glaube, bei neuen Personen, die dazukommen, in welcher Form auch immer, gibt es schon am Anfang eine Phase, in der man das so ein bisschen lernen muss. Und ich glaube auch, das ist jetzt viel herumgespinne, aber das ist etwas, was man lernen muss. Wir haben das gerade gesagt, die ganze Verantwortung, die wir auch auf die Leute abgeben, sich proaktiv zu melden und sowas, das muss man lernen. Und dementsprechend, ich weiß nicht, ob deswegen, aber haben wir ja schon mit neuen Leuten eine Phase, wo wir sie ständiger
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31:33
und intensiver im Büro betreuen. Das stimmt. Dann machen wir oft zwei oder drei Office-Tage dann da draus und sind da etwas näher dran. Auch am Anfang, um sich überhaupt erst mal kennenzulernen und so, das habe ich, glaube ich, eingangs schon so ein bisschen gesagt, da führt bei vielen kein Weg dran vorbei. Es gibt natürlich auch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, mit denen man dann zusammenarbeitet und man merkt sofort, die kann man direkt ins Homeoffice entlasten, überhaupt kein Problem so. Das stimmt wohl. Aber wo du bei Mitarbeitern und Neumitarbeitern bist, das ist natürlich ein Riesenpunkt
Personalgewinnung
31:58–33:13
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auch für uns, überhaupt Mitarbeitergewinnung. Ich habe das eben schon mal kurz gesagt, wir haben Mitarbeiter, die gar nicht aus der Nähe kommen. Also ich habe da Darmstadt und alles mögliche andere im Kopf und die hätten gar nicht die Möglichkeit, bei uns ins Büro zu kommen. Und wenn wir nicht so eine Homeoffice-Regelung hätten in der Form, dann hätten wir einige unserer Mitarbeiter einfach gar nicht. Und ich glaube, dass das für viele Firmen auch zutrifft. Wir können im Prinzip deutschlandweit und weltweit unsere Leute rekrutieren. Weltweit ist jetzt bei uns nicht so. Also es ist schon alles so,
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32:31
ja gut, nicht mal NRW, aber ich sage mal, noch so halbwegs in der Nähe. Aber prinzipiell ist das für uns auch denkbar, sind auch schon Leute auf mich zugekommen, haben gefragt, kann ich mal so eine Workation machen oder kann ich mal von woanders arbeiten? Und bin ich total großer Fan von, mache ich selbst gerne immer. Also ich bin ja selten wirklich im Urlaub, sondern bin immer irgendwie erreichbar. Ist aber ein anderes Thema. Und von daher finde ich das klasse, wenn Leute irgendwo sind und sagen, ja, sie sind an einem coolen Ort, arbeiten an einem coolen Ort, sind trotzdem arbeitstechnisch dann
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32:59
für eine gewisse Zeit erreichbar am Tag. Das finde ich also eine gute Regel. Und für uns ist das wirklich ein Mittel aus einem viel größeren Pool von potenziellen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu schöpfen, indem wir wirklich diese Homeoffice-Regelung dann haben. Ich glaube, das ist so ein bisschen das ungelöste Dilemma, in dem wir stecken, weil Remote genau diesen Vorteil hat, den du gerade genannt hast, nämlich die Leute sind einfach ortungebunden. Aber gleichzeitig kann man, glaube ich, nicht verwehren, zumindest aus meiner Erfahrung, dass schon dieses Teamgefühl ein anderes ist, wenn man sich regelmäßig trifft.
Das richtige Gleichgewicht von Remote und Büro
33:13–35:06
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Das ist so. Und muss nicht vielleicht unbedingt zwangsläufig jede Woche im Büro sein, aber wenn man regelmäßig mehrmals im Jahr an so gemeinsamen Veranstaltungen teilnehmen kann, persönlich und vor Ort, dann ist das ein ganz anderes Gefühl, als wenn man das eben nicht kann. Und da spielt diese lokale Abhängigkeit schon rein. So, das ist eigentlich aus Sicht des Recruitings, sag ich mal, und der, wie soll ich sagen, Mitarbeiterbeschaffung praktisch ist, remote zu sein, aber eigentlich das auch wieder dem entgegenstößt, weil man die Leute gerne möglichst nah beieinander haben möchte, um so lokale Events
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34:07
machen zu können. Das kriege ich tatsächlich auch als Feedback, dass die Leute zwar das Homeoffice total wertschätzen, also ich glaube, es gibt keinen bei uns, der jetzt sagt, Homeoffice ist blöd oder ich wäre gerne noch viel mehr im Büro, aber es gibt definitiv auch Stimmen, die ich bei uns schon gehört habe, die sagen so, ich würde schon gerne öfter vorbeikommen, also dann vor allem von den Leuten, die weiter weg wohnen, ist aber nicht so richtig vereinbar, so mit dem Arbeitsweg und so weiter, aber ich würde das schon gerne öfter sehen, so das gibt es natürlich dann auch bei uns. Und wie lösen wir das
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34:38
jetzt mal schnell aus der Hand? Ja, wenn ich das wüsste, dann hätte ich da wahrscheinlich schon was dran gemacht, aber da habe ich noch keine so richtige Lösung für, außer dass man wirklich regelmäßig Events macht, das versuchen wir wirklich immer wieder, also, dass wir uns in allen möglichen Formen treffen, jetzt nicht nur einmal im Jahr in der Weihnachtsfeier, sondern wirklich auch andere Sachen zusammen machen. Ja, aber so richtig, so eine Patentlösung dafür kann ich jetzt hier leider im Podcast nicht sagen, das wäre natürlich klasse. Ja, Felix, das war ja insgesamt doch ganz schön ergiebig.
Fazit
35:06–37:33
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35:10
Ich schaue mal auf die Uhr, wir sind schon wieder fleißig dabei. Ich habe tatsächlich noch einige Themen auf der Karte, aber das würde ich vielleicht dann nochmal gesondert vertagen. Würdest du denn da jetzt so ein Fazit daraus formulieren können? Also, mein Fazit ist, und ich gehe mit, wir sind auf ganz, ganz viele Sachen nicht eingegangen, zum Beispiel, dass wir natürlich jetzt eine Branche haben, in der man fantastisch Homeoffice machen kann als Entwickler. Das geht natürlich ineinander nicht, aber mein Fazit ist für uns, und ich spreche jetzt mal für unsere Gilde und vielleicht für alle Berufe,
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35:39
die mit Remote irgendwie vereinbar sind, dass das eine super Möglichkeit ist, wenn man ein gutes und funktionierendes Team hat, dass man dann Homeoffice auch einfach als Möglichkeit sieht, die Arbeitszeit ein bisschen flexibler zu gestalten und den Leuten ein bisschen mehr Freiheiten zu geben. dann ist das für mich ein Mittel, auf das ich selbst nicht mehr verzichten möchte und das deswegen meinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen total gerne anbiete. Ich glaube, mein Fazit ist schon immer mal wieder durchgekommen jetzt die ganze Zeit, nämlich, dass man sich einfach bewusst sein muss, was man da tut.
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36:15
Sowohl wir als, sag ich mal, ja, Leute mit Verantwortung in der Führungsposition, das habe ich gerade schon skizziert, man muss wissen, was man da tut und welche Mechanismen da im Werk sind und sich proaktiv darum kümmern, dass die Kollegen sozial eingebunden sind und möglichst den Austausch untereinander fördert, aber eben auch als Arbeitnehmer muss ich mir bewusst sein, in welcher Situation ich da bin und dass ich mich ein bisschen proaktiv darum kümmern muss, dass mir das gut tut, also dass ich zu Hause eine Arbeitsumgebung habe, mit der ich arbeiten kann, dass ich auf die Kollegen proaktiv zugehe,
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36:51
dass ich vielleicht jetzt bei dir irgendwelche Dinge anfordere, die ich brauche und sowas und ich glaube, das ist vielen Menschen nicht so bewusst, dass es diese Verpflichtung explizit gibt. Man muss Homeoffice auch lernen, dafür kann ich dran vorbei und vielleicht ist es sogar unsere Aufgabe, Homeoffice auch beizubringen. Großartig. Okay, Felix, mein Kaffee ist leer, ich weiß nicht, wie es mit deinem Tee steht. Der ist hier noch halb voll, aber ich freue mich schon auf den Rest. Okay, dann danke für deine Zeit und dass du uns hier in diesem Café besucht hast und dann würde ich sagen, bis zum nächsten Tee.
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37:23
Kay, wir hören uns in der nächsten Woche. Danke.
Nebenan im Webcafé
Alle zwei Wochen montags eine neue Folge über Webentwicklung, Codequalität und die Art, wie wir zusammenarbeiten.
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