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Webcafé — Folge 41

Fragenpotpourri von Alarm Fatigue bis Quereinstieg

Mit den ersten frühlingshaften Tagen wird es auch im Webcafé abwechslungsreich: Felix und Kay beantworten eine Zuschrift aus der Hörerschaft, sprechen über Selbststudium und den Quereinstieg in die Webentwicklung und reflektieren kleine Ungenauigkeiten aus vergangenen Folgen.

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Folge 41 Fragenpotpourri von Alarm Fatigue bis Quereinstieg 42 min · 9 Kapitel
0:00 42:26

Am Mikrofon

01 — Worum geht es

Worum geht es?

Mit den ersten frühlingshaften Tagen wird es auch im Webcafé abwechslungsreich: Felix und Kay beantworten eine Zuschrift aus der Hörerschaft, sprechen über Selbststudium und den Quereinstieg in die Webentwicklung und reflektieren kleine Ungenauigkeiten aus vergangenen Folgen. Kay hat für Felix ein Rätsel zu Bildkompression mitgebracht. Außerdem geht es um OpenClaw und den Umgang mit einer Flut an mehr oder weniger wichtigen Monitoring-Meldungen.

Kernaussagen

  • Für uns sind die Soft Skills manchmal wichtiger als das reine Programmieren.

    Felix ab 12:38 anhören
  • Der Kundenkontakt ist für uns Teil der Arbeit, und wir legen viel Wert darauf, eigens formulierte E-Mails zu schreiben. Man könnte das mit KI beschleunigen, aber der persönliche Kontakt zu den Kunden ist eben auch Teil unseres Angebots.

    Kay ab 16:45 anhören
  • Wir haben die Metadaten aus den Bildern entfernt und konnten die PDF dadurch von acht oder neun Megabyte auf ein paar hundert Kilobyte reduzieren. Die eigentlichen Bilddaten waren nur ein bis zwei Kilobyte groß.

    Kay ab 28:12 anhören
  • Wir unterscheiden Error-Handling und Monitoring: Beim Error-Handling wird uns jeder konkrete Fehler im Code mit einem großen Kontext gemeldet – wo er passiert ist, auf welchem Gerät und wie das Vorgehen in der Anwendung vorher war.

    Kay ab 31:42 anhören
02 — Transkript

Das Gespräch, Wort für Wort

Kapitel

8.681 Wörter in 9 Abschnitten. Jede Zeitmarke springt an die passende Stelle im Audio. Automatisch transkribiert und maschinell nachkorrigiert — im Zweifel gilt das Gesprochene.

Intro 0:00–3:01

  1. 0:00

    Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von unserem Webcafé.

  2. 0:08

    Und heute bin ich wie immer mit unserem Technical Lead, dem Kay hier. Hallo Felix, hallo liebe Menschen da draußen. Ja, wir finden uns ja hier im Webcafé ungefähr zwei wöchentlich, in letzter Zeit sogar regelmäßig ein, um über die Themen Webentwicklung und Unternehmenskultur zu sprechen. Kay, wir haben heute mal wieder eine Folge, wo wir so ein Potpourri an Fragen haben. Einfach so ein Team, die sich in letzter Zeit aufgestaut haben, die wir mal so abhandeln wollen. Wir können aber natürlich nicht loslegen, ohne dass wir wissen, womit du deine Stimme öhlst. Felix, gut, dass du fragst. Also ich habe ja letztes Mal gesagt, wir wollen eigentlich keine neuen Sachen hier anschaffen,

  3. 0:45

    weil wir erstmal die Teevorräte leer machen müssen, die hier sind. Und deswegen habe ich meine Freundin beauftragt, mich zu überraschen. Und die hat sich wirklich Mühe gegeben und in der Küche so zubereitet aus frischer Minze und frischen Ingwer. So einen fantastischen Tee. Ja, und dann hast du mich zwei Stunden sitzen lassen. In der Zeit war er kalt und leer. Und dementsprechend habe ich ihn jetzt nicht mehr. Und nur noch einen kleinen Schluck Kamüllentee. Hört sich aber trotzdem gut an. Und ich hoffe, deine Stimme bleibt geölt. Ja, souverän gerettet. Aber es ist tatsächlich auch ganz lecker.

  4. 1:21

    Was hast du denn? Ja, ich habe ja schon mehrfach hier den Teetempel oder für den Teetempel in Köln Schleichwerbung gemacht. Und auch da habe ich heute wieder einen Tee her. Die gibt mir immer ganz gerne so Proben mit. Und heute habe ich eine Probe von dem Tee. Der heißt einfach nur Bienenstich. Also da ist ja keine Packung oder so dabei. Die hat einfach nur Bienenstich draufgeschrieben. Und dann dachte ich, das wäre so ein schöner, geflavorter Schwarztee. Ist aber tatsächlich ein Früchtetee. Und ich glaube, ich hätte es noch lieber gemocht, wenn es jetzt ein Schwarztee gewesen wäre, der aromatisiert gewesen wäre.

  5. 1:51

    Ist aber trotzdem sehr solider und lecker Früchtetee. Ich werde den live hier probieren. Wunderbar. Aber das eigentliche Highlight ist, dass ich mir heute einen Käsekuchen mitgebracht habe. Denn Kay, wie du weißt, hatte ich ja gestern Geburtstag. Und da ist noch ein bisschen Kuchen übergeblieben. Und den habe ich mir jetzt hier mitgenommen. Und jetzt werde ich immer, wenn du längere Redezeiten hast, werde ich mir so richtig schön diesen Käsekuchen einverleiben. Der ist so richtig fluffig und hat unten so einen Schokoboden. Oh Gott, oh Gott, oh Gott. Ich bin gar nicht neidisch. Macht mir nix. Nee, macht mir gar nix.

  6. 2:23

    Herrlich. Kay, wir steigen mal in die Folge ein. Wir haben nämlich nicht allzu lange Zeit heute. Es ist wunderbares Wetter in Köln. Und ich muss gleich die Kinder mal wieder vom Kindergarten abholen. Und deshalb galoppieren wir hier fröhlich durch. Ich habe bestimmt zehn Themen auf der Liste. Da werden wir nicht alle von schaffen. Aber wir gucken mal, dass wir vielleicht so eine Dreiviertelstunde füllen. Und wenn du nichts dagegen hast, starte ich durch. Ja, starte mal rein, du. Ja, perfekt. Also das allererste ist natürlich ein richtiges Highlight. Ich habe nämlich gelesen, dass jQuery 4.0.0 rausgekommen ist.

  7. 2:55

    Hast du das mitgekriegt? Ach, du liebst. Nee. Aber ich weiß auch nicht, wann ich das letzte Mal jQuery benutzt habe, außer drüber zu fluchen, dass es in irgendeinem antiken Projekt noch drin ist. Ja, aber interessant, dass das noch weiterentwickelt wird. Hätte ich jetzt gar nicht gedacht. Wir haben das ja früher ganz viel eingesetzt. Ich kann mir schon vorstellen, dass das so ein Ding ist von, vielleicht setzt das keiner mehr direkt ein. Wobei das vielleicht auch so ein bisschen unsere überhebliche Brille ist. Aber das ist halt total viele Dashboard, Presets und so Administrationsbausätze gibt,

jQuery 4 3:01–5:17

  1. 3:22

    die darauf aufbauen. Und dass es selbst für die dann immer noch weiterentwickelt wird. Ja, genau. Und es war ja bis zuletzt auch immer im WordPress noch drin. Und ich habe immer bei den ganzen Zeiten gedacht, muss das irgendwie noch sein? Aber es gibt halt viele Plugins, die ewig nicht mehr weiterentwickelt wurden oder die einfach auf Legacy Code noch basieren, die dann jQuery noch einsetzen. Und da ist natürlich ganz praktisch, dass da doch ab und zu nochmal eine neue Version kommt. Wobei das jetzt ewig, glaube ich, gedauert hat, bis diese 4.0-Version rauskam. Weißt du, was die größten Änderungen da sein könnten?

  2. 3:51

    Nee. Gemeine Frage, muss doch wirklich nicht aktuell sein. Aber die haben im Prinzip so housekeeping Sachen gemacht. Also die haben zum Beispiel den IE Support für Versionen unter 11 eingestellt, aber wird nicht mehr supportet. Macht natürlich total Sinn, räumt das ganze Ding ein bisschen auf. Warte, aber das heißt, die haben immer noch IE 11 Support? Ja, so verstehe ich das. Also ich bin jetzt gerade auf der A4-Zellen-Doku und dann steht hier jQuery 4.0, Drops Support for IE 10. Du liebes bisschen. Und older. Ja, ich weiß gar nicht mehr, wie IE 10 aussieht, aber vielleicht will ich mich ja nicht daran erinnern.

  3. 4:22

    Wir müssen ja irgendwann nochmal eine Folge machen über meinen Werdegang. Und da werde ich dann allen erzählen, dass ich noch mit IE 5 und 6 arbeite habe. Das waren Katastrophen. Und ansonsten haben die so ganz viele Funktionen rausgeschmissen, die inzwischen mit nativen JavaScript weit verbreitet sind. Also gute Beispiele sind hier zum Beispiel jQuery.isArray. Gibt es natürlich jetzt inzwischen die isArray-Funktion von JavaScript. Ich nenne einfach ein paar weitere, wie past.json. Gibt es jetzt eine past-Funktion. Trim gibt es inzwischen auch nativen JavaScript. Und dann geht das so weiter. Es sind bestimmt 10, 12 Funktionen, die da ersetzt werden konnten.

  4. 4:55

    Und da macht es natürlich Sinn, das so ein bisschen aufzuräumen. Und vielleicht auch für die Leute da draußen. Das erklärt natürlich auch, warum man jQuery nicht mehr einsetzt. Weil halt einfach vieles, was damals mit so Helfer-Funktionen eben über jQuery gemacht wurde, ist inzwischen einfach nativ einfacher, besser oder zumindest direkt im Code, ohne dass man ein Paket benutzen muss drin. Und deswegen ist das halt eher ein Auslaufmodell. So, nach diesem Warm-up, Kay, haben wir ein weiteres Thema. Wir haben nämlich eine Zuschrift bekommen per E-Mail, worüber wir uns natürlich immer sehr freuen.

Zuhörer Zuschrift 5:17–6:59

  1. 5:26

    Ja. Und ich habe den Text der E-Mail hier, ich werde ein bisschen gekürzt vorlesen. Da stand jetzt auch nicht explizit drin, dass wir das nennen dürfen. Aber ich denke, wenn das anonym ist, dann wird das schon funktionieren. Und da stehen ein paar Fragen drin. Und wir hatten überlegt, ob wir da jetzt per E-Mail darauf antworten sollen. Und du, Kay, hattest aber die Überlegung, wir antworten einfach direkt im Podcast. Und das fand ich ganz spannend. Und deswegen nehmen wir das jetzt hier als Thema mal mit auf. Habe mich auch sehr gefreut. Genau. Die E-Mail lautet, wie gesagt, ich kürze es an der einen oder anderen Stelle.

  2. 5:54

    Hey Felix und Kay, ich bin gerade dabei, mir im Selbststudium Web-Entwicklung beizubringen mit Hilfe von The Odin Project. Habe ich übrigens auch reingeguckt. The Odin Project ist eine ganz coole Ressourcensammlung, wo man sich eben Web-Entwicklung beibringen kann. Also das vielleicht als kleiner Tipp hier. Habe ich selbst noch nicht benutzt. Sieht aber erstmal ganz gut aus. Jetzt zu meiner Frage. Also geht jetzt in der E-Mail weiter. Jetzt zu meiner Frage. Wie steht ihr zu Quereinsteigern? Habt ihr vielleicht selbst Kollegen, die Quereinsteiger sind? Und was sollte ich als Quereinsteiger an Skills mitbringen, um bei euch eine realistische

  3. 6:26

    Chance zu haben? Und was könnte man eventuell auch noch im Job an Skills erlernen? HTML, CSS, JavaScript, Laravel. Ist hier nochmal in Klammern aufgeführt. Und den Rest kürze ich jetzt ein bisschen raus. Und dann kommt noch eine weitere Frage hintendran. Andere Frage. Was haltet ihr von OpenClaw? Würdet ihr das in Zukunft eventuell sogar bei euch im Arbeitsalltag sehen? So, ansonsten, guter Podcast, macht weiter so und zimpt Pflaume auf die Eins. Und ja, also erstmal ganz herzlichen Dank für diese E-Mail. Und da standen jetzt ein paar Fragen drin. Kay, wir gehen mal von oben durch. Die erste Frage war ja nach Quereinsteigern.

Quereinstieg in die Webentwicklung 6:59–13:00

  1. 7:01

    Ja. Was halten wir denn davon? Und gibt es bei uns welche? Ich glaube, wenn ich mich jetzt nicht irre, sind alle von uns Quereinsteiger. Müsst ihr jetzt mal stark überlegen. Ja, ich glaube, Gabriel, den wir mitgebracht haben im letzten Podcast als ersten Gast, der hat tatsächlich Informatik studiert und auch fertig studiert. Ja, hat der nicht irgendwie Wirtschaftsinformatik oder sowas gemacht? Also auch nur sowas am Rande mit Computer? Ja, da müssen wir ihn selbst fragen. Aber wahrscheinlich hast du recht. Aber das ist zumindest für mich kein Quereinstieg. Ja, ich sage mal so grob geschätzt ist es 50-50.

  2. 7:33

    Also ich bin ja auch erst über den zweiten Bildungsweg in die Informatik reingeschlittert. Ich bin ja amtlicher Werkzeugmechaniker eigentlich. Und ich glaube, bei anderen Kollegen ist es auch so, ich sage mal ungefähr 50-50. Also es ist relativ aufgewogen. Und der Quereinsteiger ist natürlich die Frage, was damit gemeint ist, weil so einen zweiten Bildungsweg, den haben ja viele inzwischen. Ich glaube, was man allerdings sagen kann, ist, dass wenn wir jetzt neue Leute einstellen für die Programmierung, wir nicht zwangsläufig nach wer weiß was für Abschlüssen und Erfahrungen suchen. Sondern uns ist bei sowas eher wichtig, passen die Leute ins Team, sind die an sich cool

  3. 8:08

    drauf und haben die vor allem Bock auf die Sache. Und das bedeutet, die müssen gar nicht unbedingt viel mitbringen, weil beibringen kann man Leuten immer noch mehr. Wichtig ist eher, dass die da Spaß dran haben, dass die motiviert sind, dass die einfach sympathische Leute sind und gut ins Team passen. Und wenn das gegeben ist, wenn das also auf der menschlichen Ebene stimmt, dann bin ich fast der Meinung, kann man denen fachlich auch noch alles beibringen. Ja, zu 100 Prozent. Wir sagen ja immer, diese intrinsische Motivation ist das, was uns ganz wichtig ist, dass die Leute bestenfalls sich zu Hause schon hingesetzt haben und schon mal was gecodet haben und

  4. 8:38

    man so merkt, die sind da heiß drauf und die haben jetzt vielleicht noch nicht die wahnsinnigen Erfahrungen oder nutzen noch nicht die ganz richtigen Tools oder so. Aber ja, die brennen dafür halt. Das ist natürlich dann cool. Und derjenige, der uns hier geschrieben hat, wenn der jetzt mit dem Odin Project sich das zum Beispiel schon beibringt, klar, wahrscheinlich jetzt noch ganz am Anfang. Mal gucken, ob dieses Feuer dann weiter auch brennt. Aber das ist auf jeden Fall schon mal ein gutes Zeichen, wenn man sich da selbst dran setzt, da Bock drauf hat. Wir haben natürlich auch viele, die dann so, ich sage mal in Anführungsstrichen, Zwangsumschulungen

  5. 9:04

    machen, weil die dann auf Jobsuche sind. Und da gibt es solche und solche. Aber manchmal merkt man auch so, ja, das ist jetzt, weil gesagt wird, ja, da gibt es viele Jobs und das ist interessant und da kann man vielleicht gutes Geld verdienen. Und das sind Argumente, die man zwar auch berücksichtigen kann, aber das sind jetzt für uns nicht die Hauptargumente, was für uns dann am Ende einen guten Programmierer ausmacht. Es macht natürlich für alle Beteiligten schon Spaß, wenn mehr Grundwissen vorhanden ist, auf dem man aufbauen kann. Weil wir uns dann einfach viel mehr und viel schneller mit zum einen tatsächlichen Projekten

  6. 9:32

    beschäftigen können und nicht irgendwelche Aufgaben uns ausdenken müssen, um die Basis zu vermitteln. Und zum anderen macht es auch einfach für mich mehr Spaß, den Leuten coole Sachen beizubringen, als denen zu erklären, was eine Variable ist und wie so eine If-Bedingung funktioniert. Und das bedeutet, idealerweise müssen die nicht mal Vorerfahrung in der Webentwicklung mitbringen. Das reicht auch, wenn die schon mal was anderes gemacht haben. Also ich erinnere mich an eine Bewerbung, da hat jemand total enthusiastisch so ein Minecraft-Server verwaltet und da irgendwelche Add-ons für geschrieben.

  7. 10:01

    Und das war komplett technikfremd, also nicht unser Tech-Stack. Aber reicht eben auch aus, um A zu zeigen, dass die Menschen Bock haben, sich privat damit zu beschäftigen. Und dass die eben schon so ein grundlegendes Mindset für die Programmierung haben und wirklich so die allergrundlegendsten Bausteine schon kennen. Haben wir hier, glaube ich, auch schon mal gesagt, dass viele Leute auch wirklich so über diese Spiele-Erweiterungs-Geschichten zur Softwareentwicklung kommen und dann bei uns landen. Also Minecraft ist ja eins der besten Beispiele. Kay, das fügt mich so ein bisschen zu einer Frage hier mit dem Quereinstieg.

  8. 10:32

    War das früher wohl einfacher, quer einzusteigen? Als ich zum Beispiel Informatik mal studiert habe, also Wirtschaftsinformatik, habe ich ja eine Zeit lang gemacht, da waren zum Beispiel die Professoren und so, die hatten ja alle kein Informatik studiert, sondern das waren alles Quereinsteiger. Und man hat ja damals eigentlich auch gesagt, so Informatikstudium bringt nichts, sondern wenn du programmieren willst, dann musst du dir das selbst beibringen. Und das hat sich ja schon sehr gewandelt. Früher brauchte ich keinen, der Informatik studiert hat, sondern brauchte ich Leute, die egal coden konnten.

  9. 11:00

    Und heute, wenn die Leute aber Informatik studiert haben, dann bringen die schon ein cooles Setz so an Wissen und auch eine Sprache mit, wie man über manche Sachen spricht und so Grundverständnis, sodass ich das gar nicht mehr so schlecht finde, wenn die Leute auch in der Richtung was studiert haben. Und jetzt frage ich mich, ist das schwieriger geworden, quer einzusteigen, während das früher der normale Weg war? Also da kann ich jetzt natürlich wirklich nur aus meiner ganz kleinen Bubble heraussprechen. Aber ich glaube, es ist deutlich einfacher geworden, weil ja einfach das Internet voller perfekter, umfangreicher und maßgeschneideter Ressourcen ist.

  10. 11:33

    Also wir haben jetzt hier das Odin-Projekt angesprochen, was hier in der E-Mail genannt wurde. Aber es gibt ja auch hier dieses Free Basecamp oder irgendwas, was einfach unfassbar gute, kostenlose Ressourcen sind, wo jeder ohne große Einstiegshürde sich damit beschäftigen kann. Weil das ist ja auch so ein bisschen Sache Zugänglichkeit. So ein Informatikstudium oder generell studieren insgesamt muss man sich erstmal leisten. Also einmal finanziell und dann aber auch von der eigenen Beschaffenheit her. Aber ich sage mal, mit irgendeinem Gammellaptop zu Hause hinzusetzen und ein bisschen neben der Arbeit vielleicht sogar sich selber vorzubilden, das kann heutzutage wirklich jeder.

  11. 12:08

    Könnte man argumentieren, ob dadurch vielleicht auch der Markt ein bisschen mehr umkämpft ist. Aber ich glaube, wenn man da diese persönliche Note mitbringt, auf die wir ja auch achten, eher als auf die Qualität der Ausbildung, dann hat man da vielleicht sogar inzwischen bessere Chancen. Ich lasse es mal so stehen. Auf die Skills bist du schon ein bisschen eingegangen. Das war die zweite Frage, welche Skills man als Quernsteiger mitbringen sollte, kann man halt so pauschal nicht beantworten. Für uns sind natürlich diese Soft Skills manchmal wichtiger als das reine Programmieren. In dem Moment, wo wir merken, dass die Leute Bock auf Programmieren haben.

  12. 12:38

    Klar, wenn man sich natürlich jetzt direkt bei uns bewirbt, freuen wir uns natürlich, wenn die Leute irgendwie JavaScript, TypeScript, React, Laravel, PHP, sowas schon mal gesehen haben. HTML, CSS ist natürlich klar. Das ist bei uns sicherlich Vorteil dafür, wenn man das mitbringt. Aber ich glaube, man kann ja jetzt kein festes Set an Skills hinlegen, wo man jetzt sagt, so, wenn man das kann, wird man bei uns auf jeden Fall eingestellt. Genau, so ist es. Dann war die Frage drin, ob wir OpenClaw einsetzen, beziehungsweise was wir davon halten. Was halten wir denn davon? Und was ist das überhaupt, Kay?

OpenClaw 13:00–18:29

  1. 13:10

    Also, das ist natürlich der Hype auch an mir nicht vorbeigegangen. Und wenn ich das jetzt richtig verstehe, jetzt haben wir unseren AI-Experten Gabriel Leite heute nicht dabei, dann ist es im Prinzip so ein wirklich potenter AI-Agent, der durch alle möglichen Add-ons mit der Umwelt interagieren kann. Also, zum einen kannst du den anzapfen, indem du den irgendwie über WhatsApp schreibst oder über Telegram, also sehr niederschwellig. Und gleichzeitig kannst du denen durch Adapter auch Möglichkeiten geben, alles Mögliche für dich zu machen und irgendwelche Bestellungen zu tätigen und sonst irgendwas.

  2. 13:40

    Das ist jetzt, glaube ich, so meine ganz oberflächliche Einschätzung. Und die Frage ist, ob wir die bei uns im Alltag sehen. Dann ist für mich die Antwort nein. Ich weiß nicht, ob ich da so ein bisschen Fortschritt-pessimistisch bin. Aber wir probieren ja gerade selber viel mit AI aus. Da haben wir letzte Folge gemacht. Und ich habe für mich einen relativ konkreten Anwendungsfall, so wie ich AI produktiv einsetzen kann in meinem Arbeitsalltag.

  3. 14:05

    Und es gibt aber viele Sachen, wo ich das noch nicht möchte. Also, E-Mails schreiben, so Kommunikation und sowas. Bis ich da der KI gesagt habe, was ich eigentlich schreiben möchte, habe ich es eher selber verfasst, weil da so viel Hintergrundinformation für notwendig ist, die die KI auch nicht weiß. Also, da geht es nicht darum, total elaborierte Texte zu schreiben, sondern eher die Informationen rüberzubringen. Und die weiß die KI ja nicht, muss ich ja auch erst sagen. Oder hätte es auch nicht so gerne, dass sie für mich irgendwelche Tasks verändert in unserem Projektmanagement oder sonst irgendwas.

  4. 14:34

    Also, außerhalb des konkreten Codings sehe ich da nicht so richtig einen Use Case, wo sie mir viel Arbeit abnehmen könnte. Ja, ich tue mich da auch ganz schwer mit Prognosen. Vielleicht noch zur Einordnung von OpenClawed. Das wurde ja von Entropic aufgekauft, also von den Machern von Claude. Da ist, glaube ich, auch ziemlich viel Geld über den Ladentisch gegangen. Das ist alles gefährliches Halbwissen. Aber ich meine, das wäre in Österreich entwickelt worden. Und, genau, ich glaube, ich habe mal was von der Milliarde gehört. Aber jedenfalls viel Geld. Und ist jetzt bei den Amerikanern, bei Entropic.

  5. 15:04

    Und läuft da, glaube ich, in Claude irgendwie integriert oder ist zumindest ein Tool von Entropic jetzt inzwischen. Genau, und ob wir es einsetzen? Ja, ich bin auch sehr skeptisch. Im Moment ist das ja noch so eine Sicherheitsgeschichte auch. Ja, man kann das ja installieren und damit ganz vielen Diensten verknüpfen. Du hast es schon grob erzählt, mit WhatsApp, Telegram, aber auch mit Mailprogrammen und so weiter. Und da ist natürlich eine große Gefahr, dass jemand, der einem dann über WhatsApp schreibt und dann nicht nur sagt, hier, gib mir mal ein Angebot für dies und das.

  6. 15:29

    Und dann schreibt er automatisch das Angebot raus. Sondern, dass der dann schreibt, gib mir mal deine Geschäftszahlen oder einen Auszug aus einer Datenbank oder sowas. Und wenn der dann umfassenden Zugriff auf den Rechner hat, kann das natürlich sein, dass da sichere Informationen abfließen. Und da sagen, glaube ich, die Macher im Moment auch selbst noch, benutze das eben vorsichtig und in der Sandbox. Wie das dann in Zukunft aussieht, tja, ich meine, da wird sich schon noch einiges verändern in der Richtung AI. Und so umfassendere Systeme werden sicherlich auch Einzug halten, auch bei uns. Ob das jetzt gerade die Lösung ist und so umfassend, bin ich mir nicht ganz sicher.

  7. 16:02

    Für uns ist natürlich auch dieser persönliche Kontakt zu den Kunden immer ganz wichtig. Ich habe auch immer noch Schwierigkeiten damit, so Mails, KI generiert an Kunden rauszuschicken. Man sagt ja immer, dieser Human Touch geht dabei verloren. Und ich zumindest fühle das und schreibe gerne einfach noch per Hand die E-Mail. Lass mir gerne Inspirationen geben von ChatGVT oder anderen KIs. Aber am Ende formuliere ich und schreibe ich das selbst und schreibe meinen schönen Tag oder einen guten Start in die Woche da noch drunter. Weil ich irgendwie so denke, ja, wenn das die KI macht, weiß nicht, dann fehlt irgendwie was.

  8. 16:31

    Ja, also ich will jetzt nicht wieder hier einen ganzen Podcast nur mit KI-Themen füllen, obwohl das im Moment ein riesiges Thema ist. Auf gar keinen Fall. Aber ich glaube auch, das ist ja für uns keine lästige Arbeit, wie es vielleicht andere Leute mit irgendwelchen Support-Tickets haben oder sonst irgendwas,

  9. 16:45

    wo die KI einfach so generalisierte Aufgaben übernehmen kann. Sondern für uns ist ja auch der Kundenkontakt einfach Teil der Arbeit. Und wir legen da viel Wert drauf, da maßgeschneiderte E-Mails zu schreiben. Und das könnte man möglicherweise mit KI beschleunigen. Aber es ist ja auch Teil unseres Selling Points, dass wir eben diesen persönlichen und auch teilweise freundschaftlichen Kontakt mit den Kunden haben.

  10. 17:07

    Und das mit einer KI jetzt weg zu rationalisieren, ist weniger, glaube ich, eine Frage der allgemeinen Performance oder der allgemeinen Effizienz,

  11. 17:15

    sondern eher eine Frage von, ja, aber was ist denn unser Selbstbild als Unternehmen? Wie sollen die Leute uns sehen? Und da gebe ich dir ganz recht, so eine individuelle E-Mail oder auch so ein persönlicher Anruf, der wirkt da ganz anders als so eine KI. Deswegen weiß ich nicht, ob das eine Sache ist von, die KI ist einfach technisch nicht in der Lage, sondern eher, wir wollen das gar nicht, selbst wenn es möglich wäre. Du hast das letzte Mal ja auch gesagt, wenn du Code selbst schreibst, dann erinnerst du dich später noch besser dran. Und so habe ich das bei E-Mails auch. In dem Moment, wo ich eine KI-generierte E-Mail an den Kunden rausschicke, weiß ich vielleicht zwei Wochen später gar nicht mehr, was ich dem Kunden da genau geschrieben habe.

  12. 17:45

    Wenn ich dir händisch geschrieben habe, weiß ich das im Zweifel noch viel besser. Und das ist natürlich total wichtig, dass ich weiß, was ich kommuniziert habe. Aber ich sehe das so wie du, wir machen hier keinen KI-Podcast draus, sondern wollten das Thema nur kurz anreißen. Ein Satz vielleicht abschließend, den ich dazu zusammenfassend sagen möchte. Nur weil irgendwas mit KI geht, heißt das nicht, dass man es auch machen muss. Genauso wie alles, was Social Media hin anbietet, man nicht automatisch konsumieren muss, nur weil es da ist. Da können wir uns selber entscheiden, was wir davon machen.

  13. 18:11

    Und nur weil es geht, nicht muss. Wie sagt man heute? Rede? Ich sage das nicht. Wer sagt das? Die zukünftigen Programmierer von uns und Programmiererinnen. Oh, okay. Ja, wunderbar. Also ganz herzlichen Dank nochmal für diese Mail. Ich hoffe, dass wir alle Fragen hinreichend beantworten konnten. Dann habe ich ein Thema mitgebracht. Ich bin, Kay, manchmal nicht ganz so zufrieden mit den Podcast-Folgen, die wir machen. Und mit den meisten Folgen bin ich so zufrieden, dass ich auch damit gut leben kann. Und das haben wir, glaube ich, schon öfter gesagt, das Thema. Man bringt hier ein Thema mit und man kann das aber nie vollständig bearbeiten, sondern man reißt das immer nur an.

Ungenauigkeiten im Podcast 18:29–25:08

  1. 18:48

    Und wir haben jetzt nicht wochenlang Zeit, uns darauf vorzubereiten. Das heißt, wir haben jetzt auch nicht immer Detailwissen bis in die letzte Ecke. Und natürlich fällt da was hinten rüber. Und die Podcasts sind nie perfekt. Und wir hoffen, dass wir trotzdem ein bisschen entertainen können und ganz interessante Informationen liefern können. Eine Folge, wo mich das aber ein bisschen gestört hat, war die Open-Source-Folge. Das ist jetzt, glaube ich, die vorletzte, die veröffentlicht wurde. Und da habe ich schon so ein paar Sachen, wo ich hinterher gedacht habe, so, boah, Felix, irgendwie warst du da nicht richtig fit.

  2. 19:11

    Also, hatte da auch nicht wahnsinnig viel vorgeschlafen und so. Soll aber alles keine Ausrede sein. Aber da habe ich mich ein bisschen geärgert. Und da würde ich gerne deinen Take zu wissen. Ich habe hier so drei Punkte einfach mal rausgeschrieben. Wir haben zum Beispiel nicht darüber gesprochen, was es für Lizenzen gibt im Open-Source. Das hätte ich noch wichtig gefunden. Also zum Beispiel so eine MIT-Lizenz, die, glaube ich, ziemlich umfassend ist. Dann gibt es Apache-Lizenzen und es gibt GPL und ganz viel mögliche. Ich habe mich jetzt damit auch nicht wieder extra befasst. Aber das wäre ein Thema gewesen, wo ich gedacht hätte, ah, komm, da könnt ihr eben darauf achten,

  3. 19:37

    wenn ihr die und die Lizenz habt, könnt ihr die Sachen, ja, gut und gewissens auch in Business-Projekten einsetzen und so. Das wäre sowas gewesen, was ich cool gefunden hätte. Dann hatten wir so... Ja, lass mich doch darauf eingehen. Ja, dann schieß los. Also, ich hatte den Punkt ja ganz kurz angerissen am Anfang des Podcasts. Da kann ich mich daran erinnern, dass nur weil alles Open-Source ist und möglich ist, das auch nicht rechtlich so geht. Und da hatte ich tatsächlich hier meinen Unterlagen eben genau die Punkte aufgeschrieben mit den verschiedenen Lizenztypen, die es gibt. Und du sagst, MIT und so weiter, dass man da genau aufpassen muss, was da die Abwägungen sind.

  4. 20:10

    Aber ich habe das schon auch auf dem Schirm gehabt. Aber ich fand es jetzt weder großartig einen Platz gefunden, das unterzubringen, noch fand ich, dass es irgendwie substanziell gefehlt hat. Das ist natürlich wunderbar, wenn du da einen anderen Eindruck hast. Und vielleicht haben die Leute da draußen auch einen anderen Eindruck davon. Geht mir auch gar nicht so darum, jetzt auf diese einzelnen Themen einzugehen, sondern geht mir eher so darum zu sagen, wir sind sicherlich noch nicht perfekt, können da noch mehr draus machen und vielleicht nehmen wir irgendwelche Takes für die nächsten Folgen mit raus.

  5. 20:35

    Genau. Und eine andere Sache, die mich an mir geärgert hat, ich hatte so Ungenauigkeiten drin. Ich habe zum Beispiel so Sublime Text, glaube ich nicht mal konkret, aber zumindest so suggeriert, dass es Open Source ist. Ist es aber überhaupt nicht. Die haben halt nur dieses Bezahlmodell, was ich ganz interessant finde. Und das finde ich halt, sind so Unschärfen. Ah, wäre mir natürlich lieber, wenn ich mir das spare. Vor allem, weil ich mir den Podcast hinterher anhöre, auch wenn ich nochmal beim Cutting nochmal drüber höre. Und dann höre ich das und denkst du, hä, das ist überhaupt keine Open Source.

  6. 20:59

    Da habe ich das halt erzählt. Ich weiß nicht, ob das dann die fehlende Routine ist, aber das ist eigentlich was, was ich weiß. Und dann denke ich so, was erzählst du denn da? Und dieses Left Pad zum Beispiel, da habe ich gesagt, dass das wie so ein Trim ist, dass das Leerzeichen entfernt, links und rechts. Tut es aber gar nicht, sondern das füllt Nullen auf. Also du kannst dann sagen, das ist jetzt bestimmt wieder unscharf. Aber du kannst sagen, ich will eine zehnstellige Zahl haben und dann füllt dir das links mit Nullen auf. Also ganz grob ist das. Jedenfalls ist das kein Trim. Und eigentlich weiß ich das auch.

  7. 21:27

    Es sind jedenfalls so Unschärfen, die mir dahinter aufgefallen sind. Andere Sachen sind mir bestimmt nicht aufgefallen. Ja, und da wollte ich einfach mal so generell von dir hören, Kay, wie siehst du das? Fühlst du dich manchmal auch in dem Podcast so ein bisschen, dass du denkst so, ah, das war jetzt irgendwie unscharf oder habe ich was vergessen? Oder hast du da so nicht so Probleme mit? Ja. Was ist da deine Idee zu? Ganz viel. Also du hast es eingangs gesagt, eigentlich bei den Themen, die wir uns vornehmen und die auch so ein Riesenscheinwerferlicht auf so ein ganzes Thema Open Source werfen.

  8. 21:55

    Also wir müssen an irgendeiner Stelle kürzen, damit das handelbar bleibt, auch sowohl das Thema an sich als auch die Arbeit, die wir in die Podcasts rein investieren können. Und wir haben ja schon gesagt, dass wir eigentlich lieber gerne wirklich konkrete Themen hätten, die wir ansprechen. Also wie machen wir Requests in Laravel zum Beispiel. Aber dafür brauchen wir natürlich erstmal so eine Laravel-Folge, finde ich, als Einstieg, um mal so einen ganz großen Bogen gespannt zu haben.

  9. 22:18

    Und so könnte ich mir vorstellen, dass wir jetzt erstmal so ganz grobe Themenbereiche abstecken und an den künftigen Podcasts uns davon einzelne Gebiete anschauen.

  10. 22:27

    Und ich verstehe das auch so ein bisschen hier in diesem Podcast nicht so sehr als Wissensvermittlung. Also dass die Leute mit Stift und Papier daneben sitzen und sich alles Mögliche aufschreiben und das genauso machen, wie wir es machen. Sondern eher als so eine Art Stichwortverzeichnis und Dinge mal ansprechen. Und auch wenn sie vielleicht nicht 100% richtig sind, dass zumindest mal den Leuten als Anregung mitgeben, sich da selber mit zu beschäftigen.

  11. 22:51

    Also zum Beispiel, du hast gerade gesagt, das Thema Lizenzen. Wir können jetzt natürlich anfangen, hier alle Lizenzen runterzubeten. Aber das ist ja gar nicht so richtig das, was wir leisten wollen. Eher zu sagen, Achtung, es gibt Softwarelizenzen. Und dann denkt jemand für sich vielleicht, ah, oh, da habe ich noch nie drüber nachgedacht. Und beschäftige dich dann selber in der Tiefe und der Breite damit, die ihn interessiert. Und das ist so ein bisschen die Abwägung zwischen lieber Stichworte nennen und sie etwas falsch einsetzen, aber dafür den Impuls gegeben zu haben, als so in vorauseilender Angst, irgendwas Falsches zu sagen, lieber gar nichts sagen.

  12. 23:26

    Das ist, glaube ich, schwierig. Und grenzt dann auch diese freie Rede ein, die wir hier haben. Also wenn wir im Büro so miteinander reden, dann wirft auch der eine das hin und der andere das. Und dann ist das vielleicht nicht alles 100 Prozent faktisch richtig, aber es trägt zumindest so grob zum Inhalt des Gesprächs bei,

  13. 23:41

    statt dass man wirklich nur das sagt, wo man 100 Prozent sicher ist, dass es auch stimmt. Das finde ich eigentlich einen ganz guten Take, dass man vielleicht auch rausgibt, dass man sagt, die Leute, die das hier hören, bitte, bitte hinterfragt alles, was wir sagen. Das ist nicht immer alles wahr. Wir bemühen uns sehr. Wir wollen keine Fake News in die Welt setzen. Aber das kann natürlich schon mal sein, dass wir da manchmal nicht ganz präzise sind. Also ich sage das nicht immer dabei, weil das eigentlich mein Take für jede Information ist, die ich konsumiere. Egal, wer sie mir erzählt, ob es jetzt in der Tagesschau ist oder bei Wikipedia steht oder von einem Freund erzählt wird.

  14. 24:12

    Ich gehe nie dahin und glaube, dass 100 Prozent blind, sondern ich nehme das so auf als Information. Und wenn mich das dann wirklich interessiert, das Thema, dann recherchiere ich da selber nochmal weiter. Deswegen sehe ich da jetzt gar nicht so die Notwendigkeit. Für mich persönlich, das jedes Mal dabei zu sagen. Aber wenn man sich unsere Medienkonsumlandschaft heutzutage anschaut, ist das vielleicht gar nicht verkehrt. Ja, ich habe zum Beispiel dieses Leftpad-Thema übrigens auch rausgecuttet. Falls sich da jetzt jemand wundert, dass er das nicht findet. Da kann man manchmal im Nachhinein ein bisschen was machen und dann versuche ich natürlich, das eine oder andere auch zurechtzurücken,

  15. 24:41

    indem ich dann zum Teil auch mal einen Halbsatz rausschneide. Und dann kommt das halt nicht mehr mit rein, wenn ich merke, das hat nicht gepasst. Und du bist da, Kay, einfach weil du technisch auch trittsicherer bist, bist da schon präziser. Das muss ich schon sagen. Von daher, da freue ich mich. Und du darfst mich auch jederzeit immer einfangen. Ich bemühe mich, aber ich bin selber auch nicht unfehlbar. Vielleicht einfach den Vorteil, dass ich ein bisschen mehr Hintergrundwissen habe, weil ich eben technisch da noch näher dran bin als du. Das lassen wir einfach mal so stehen, würde ich sagen.

  16. 25:06

    Ich habe nämlich noch ganz viele andere Themen, die ganz spannend sind. Oh Felix, lass mich doch ein kleines Intermezzo machen. Oh, aber sehr gerne. Ich habe nämlich ein Rätsel mitgebracht. Und zwar etwas, wo ich mich jetzt heute den halben Tag mit beschäftigt habe, mit einem technischen Problem. Das kann mich ja nur blamieren. Ja, pass auf. Ja, also es ist schon, glaube ich, der Natur, dass man nicht unbedingt ein krasser Programmierer sein muss, um zu wissen, was das Problem ist, sondern auch ein bisschen mit Alltagstechnologiewissen da weiterkommt.

Bildkompressions-Rätsel 25:08–30:57

  1. 25:33

    Also ich schildere es mal ganz kurz. Wir haben eine Webseite, da laden Kunden Bilder hoch, die sie mit ihrem Handy machen. Und diese Bilder werden dann in eine PDF reingedruckt. So, und damit die PDF nicht so riesig wird, das sind JPEGs, werden die Bilder vorher skaliert. Also da wird zum einen die Auflösung runtergeschraubt und zum anderen aber auch die Bildqualität runtergeschraubt, damit die PDF an sich eben nicht so groß ist wie die Summe der Bilder.

  2. 25:58

    Jetzt hatte ich das Phänomen, dass egal welchen Regler ich bei dieser Bildskalierung geändert habe, also entweder die Auflösung verkleinert oder die Bildqualität verkleinert,

  3. 26:09

    dass keinen signifikanten Einfluss auf die Größe des Ergebnisbildes, sage ich mal, gehabt hat, das in die PDF reingedrückt wurde.

  4. 26:18

    Also egal, ob das 90 oder 10 Prozent Qualität hatte, wie gesagt, alles JPEG oder 3000 oder 200 Pixel Auflösung.

  5. 26:28

    Die Größe, also hat sich schon ein bisschen verändert, aber nicht in dem Maße, wie man es erwarten würde. Und jetzt ist die Frage, warum? Meine erste Vermutung wäre, dass das PDF-Tool da selbst irgendwas macht und dann bestimmte Qualität reinschreibt und das deswegen vereinheitlicht. Nee, das hat schon was mit den Bildern an sich zu tun. Also wenn du die Auflösung reduzierst, wird die Dateigröße nicht kleiner? Also schon, aber halt nicht in dem Maße, wie, also eigentlich müsste man ja erwarten, das ist so ein linearer Vergleich. Wenn du die Auflösung halbierst, dann wird auch die Bildgröße ungefähr halb so groß nur.

  6. 26:58

    Und das sind JPEGs? Yes, das ist die entscheidende Information an der Stelle. Ich bin jetzt kein JPEG-Experte, aber das wundert mich schon, genauso wie es dich wahrscheinlich gewundert hat. Mich hat es auch verwundert und die KI hat es übrigens auch gewundert. Und wie gesagt, wir haben da drei Stunden dran herumgemacht, bis wir draufgekommen sind, woran es lag. Ich gebe dir noch einen Versuch. Ja, aber ich glaube, ich werde die nicht weiterkommen. Das Zauberwort, jetzt für alle draußen, die es schon ins Café hineinbrüllen, heißt Metadaten. Mhm. Weil bei so einem JPEG natürlich 1000 Extradaten gespeichert werden.

  7. 27:31

    Also alleine sowas wie, wo wurde das Bild aufgenommen, wer hat es aufgenommen, Kameradaten. Das ist ja wirklich EXIF, heißt das Format. Aber das ist ja nur Text. Die sind doch nicht so groß, dass das den größten Anteil deiner Bildgröße ausmacht. Eher doch, wenn man es nämlich so klein skaliert, dass man wirklich im Kilobyte-Bereich ist, dann können da schon mal ein paar hundert Kilobyte-Meter-Daten zusammenkommen. Mhm. Und das war nämlich genau das Ding, dass wir herausgestellt haben, dass die eigentliche Bildgröße nur so ein bis zwei Kilobyte groß war, abhängig von der Bildqualität und der Auflösung, die wir letzten Endes gewählt haben.

  8. 28:03

    Aber da hunderte Kilobyte-Meter-Daten obendrauf kamen, die natürlich dann die Bildgröße eigentlich ausgemacht haben, aber von dieser Skalierung nicht verändert wurden.

  9. 28:12

    Und was wir dann gemacht haben, ist eben die Metadaten wegzustrippen und konnten dadurch die PDF reduzieren von einigen Megabyte, acht oder neun, auf ein paar hundert Kilobyte, weil jetzt wirklich nur noch die skalierten Bildinformationen da reingekommen sind.

  10. 28:27

    Ja, das ist spannend. Kay, ich hätte dir alles beantworten können zu Komprimierungsalgorithmen von Bildern. Ich hätte dir sagen können, dass ein JPEG eher so Farbblöcke macht, dass ein GIF über die Farbreduzierung komprimiert, dass ein PNG eher wie so ein Zip ist. Und dann kommst du mit so einer Frage.

  11. 28:42

    Ja. Aber spannend. Aber irgendwie kann ich es immer noch nicht richtig, ich kann es noch nicht so richtig glauben, dass da so viele Metadaten drin sind, weil das ja auch kein spezielles Endgerät ist oder so, sondern du sprichst ja über Fotos von wahrscheinlich einem iPhone.

  12. 28:53

    Ja, ja, genau. Aber da kommt doch wirklich, wirklich viel zusammen. Ich weiß das unter anderem deswegen, weil ich letztens, wir haben da schon drüber diskutiert, meine Bilder alle umgezogen habe von der iCloud zu so einem anderen Anbieter.

  13. 29:04

    Und ich schon befürchtet habe, dass da so tolle Sachen verloren gehen, wie diese Markierungen, wo die Bilder auf so einer Weltkarte gemacht wurden. Aber stellt sich heraus, nee, das ist gar nichts, was iPhone da special feature hat. Das sind einfach Informationen, die in dem JPEG mit eingebacken sind.

  14. 29:20

    Exif, wie gesagt, ist da das Zauberwort. Da gibt es so eine ellenlange Liste von Informationen, die da drinstehen. Und die kann man eben ganz entspannt mit exportieren und hat sie dann überall.

  15. 29:29

    Ich glaube, dass Metadaten in so Bildern drinstecken, das ist auch kein richtiges Geheimnis mehr. Aber vielleicht für alle da draußen nochmal ein Tipp. Also man kann normalerweise, das hat Kay ja schon angerissen, bei jedem Bild, was aufgenommen wird, sehen, mit welcher Kamera wurde das gemacht, mit welchen Objektiveinstellungen, an welchem Ort, also welche Koordinaten und so weiter und so fort.

  16. 29:46

    Meistens steht sogar noch irgendwie ein Gerätename und sowas drin. Und das ist natürlich aus technischer Sicht ganz interessant. Für denjenigen, der das aufnimmt und vielleicht weiterschickt, manchmal nicht so cool.

  17. 29:56

    Und ich gucke mir manchmal bei YouTube so Leute an, die von so Fotos rausfinden können, an welchem Ort das ist, so Geo-Gässer-mäßig. Und die nutzen eben mitunter auch diese Metadaten manchmal, um so einen gewissen Hinweis zu kriegen, wo das Ganze dann ist.

  18. 30:09

    Also ist schon interessant, was da drinsteht und muss man eben auch vorsichtig sein, wenn man so Bilder verschickt an Leute, die vielleicht manche Sachen nicht wissen wollen. Da muss man bis vorsichtig sein. Aber cooler Hinweis, interessant. Übrigens der Grund, warum Bilder, auf die mir Freunde per WhatsApp oder sonst irgendwo schicken, für mich nicht brauchbar sind, weil da die Geodaten nicht dabei sind. Und dann muss ich die selber verorten und ich habe doch so eine schöne Übersicht in meinem Fotoalbum. Ach, es ist eine Last. Ja, schönes Rätsel. Nächstes Mal nehme ich gerne eins, was beantwortbar ist.

  19. 30:34

    Also bitte, ich fand's gut. Das können wir aber tatsächlich mal aufnehmen, dass wir so ein bisschen hier rätseln. Ich bin ja großer, großer Rätselfreund, mache ja auch gerne so Kneipenquizes und überhaupt gerne Quizspiele. Also schmeiß mir gerne solche Sachen hin. Finde ich immer interessant. Ich bereite für nächstes Mal ein Rätsel für dich vor. Oh, okay. Jetzt sagst du wieder. Hier ist der Stab der Glückseligkeit. Ja, ich weiß gar nicht, ob wir so viele Themen noch schaffen, aber eins nehmen wir vielleicht noch mal mit rein. Was mich interessieren würde, ist hier dieses Thema, was ich so ein bisschen unter Monitoring zusammengefasst habe.

Alarm Fatigue 30:57–41:23

  1. 31:04

    Also Kay, ich bekomme jeden Tag zig Meldungen von unserem Monitoring-Tool, dass irgendwelche Jobs zu spät ausgeführt wurden und dass irgendwas nicht funktioniert hat.

  2. 31:13

    Und du hast mir hoch und heilig versprochen, dass das so wenige Sachen sind und die so wichtig sind, dass die alle relevant für mich sind. Und da sogar schon das ein oder andere abgeschaltet, aber es ist immer noch so, dass es so viele sind, dass ich sehe bei Slack zum Beispiel, ah, ist eine Monitoring-Nachricht, markiere ich als gelesen, gucke ich mir nicht weiter an.

  3. 31:30

    Das ist irgendwie nicht Sinn der Sache. Jetzt brauche ich von dir einmal zwei Sachen, nämlich erstens musst du uns erklären, was für Monitoring-Tools benutzen wir überhaupt, Stichwort Sentry und oh dear.

  4. 31:42

    Und was machen die, was differenziert die? Und dann musst du mir erklären, sind die wirklich alle relevant, die Nachrichten? Sollte ich mir die ansehen oder haben wir da eine andere Lösung für? Also, genau. Wir unterscheiden Error-Handling und Monitoring. Error-Handling ist also wirklich, wenn konkrete Fehler auftreten im Code, dann werden die an uns reported mit einem unfassbar großen Kontext dahinter.

  5. 32:05

    Haben wir, glaube ich, sogar eine eigene Folge mal zugemacht. Also da steht dann wirklich drin, so ein Stacktrace, wo ist das passiert, auf welchem Device ist das passiert, wie war vielleicht vorher das Vorgehen in der Anwendung oder sonst irgendwas.

  6. 32:16

    Dafür benutzen wir Sentry, weil das unserer Meinung nach das beste Tool dafür ist, um wirklich das reine Error-Handling zu machen.

  7. 32:24

    Also Error-Handling ist eher so eine Momentaufnahme von der Anwendung, die zeitlich irrelevant ist. Also, wenn ein Fehler auftritt, dann tritt er meistens, egal wann auf, wenn die gleichen Voraussetzungen gegeben sind, sage ich jetzt mal ganz abstrakt.

  8. 32:38

    Also da ist ein Fehler im Code und der tritt dann auf, wenn er zufällig getroffen wird, aber der ist immer da. Monitoring hingegen ist eher so eine Live-Überwachung vom System zur Laufzeit. Also da wird dann geschaut, anhand von Umwelteinflüssen, so wie viele Nutzer sind gerade drauf, wie ist die CPU vom Server oder solche Sachen.

  9. 32:57

    Und wofür wir das insbesondere nutzen, wir benutzen dafür das Monitoring. Oh dear, das ist extra so ein Laravel-spezifisches Ding, weil die auch so ein Monitoring für die Scheduled-Task haben. Und das überwacht auch so, wie nennt man, Lighthouse-Werte von einer Webseite und den DNS-Einträgen und sonst irgendwas.

  10. 33:16

    Und das ist das, worauf du dich, glaube ich, beziehst, wo so viele Nachrichten reinkommen. Ja, du hast sogar noch vernachlässigt, dass wir beim Monitoring auch überhaupt mal gucken, ist die Seite online. Ja, stimmt, genau. So Uptime, Downtime und Performance. Und da ist natürlich ganz wichtig, dass das beides über externe Dienste läuft. Weil wenn jetzt zum Beispiel ein Error-Logging auf einem eigenen Server laufen würde, der aber aus irgendeinem Grund nicht läuft, dann können wir natürlich auch keine Errors loggen oder kein Monitoring machen. Und deswegen nutzen wir dafür externe Dienste, wo wir auch Geld für bezahlen.

  11. 33:43

    Und die sind natürlich dann im besten Fall immer verfügbar. Und dann kriegen wir auch eine Nachricht, wenn Seiten zum Beispiel down sind. Genau, aber darauf habe ich mich bezogen, korrekt. Genau. Und tja, die Frage da ist immer so ein bisschen eine Gratwanderung zwischen, willst du lieber mehr Dinge mitbekommen und selber entscheiden, dass sie nicht relevant sind, oder weniger Dinge und dafür Sachen verpassen, die entscheidend sind. Das ist so die Metafrage. Und die Frage, die sich daran anschließt, ist, welche Art von granueller Einstellung erlaubt denn eigentlich der Anbieter, also in diesem Fall Odear, um das zu reporten.

  12. 34:19

    Und die grundsätzliche Idee ist schon, dass das alles wichtig ist, was da ist. Aber es gibt leider so Fluktuationen, die immer wieder bedeuten, dass Sachen kurzzeitig in so ein Warnfeld rutschen und dann wieder nicht. Also zum Beispiel DNS-Einträge, wenn da irgendein DNS-Zertifikat erneuert wird, dann gibt es so eine Meldung, weil sich das DNS-Zertifikat verändert hat oder dass es auch kurzzeitig invalide ist oder sonst irgendwas. Und das löst sich dann nach einer Minute. Und da könnte man natürlich sagen, okay, da müsste man halt so eine Art Threshold einbauen, dass das erst reported wird, wenn es ein längerfristiges Problem ist.

  13. 34:51

    Aber manchmal bietet das der Anbieter auch gar nicht an. Das ist natürlich eine andere Frage, wenn wir gar keine Handhabe haben. Das ist natürlich schlecht, ne? Genau. Und das ist so ein bisschen ein Konglomerat aus Problemen, dass es zum einen Probleme gibt, die immer wieder auftreten, um die wir uns vielleicht eigentlich kümmern müssen, aber die jetzt nicht so kriegsentscheidend sind, dass es sofort ist. Und andererseits, dass man die Sachen auch nicht so richtig konfigurieren kann. Also da müsste man sich wahrscheinlich wirklich nochmal für jeden einzelnen Schritt anschauen, ist der wirklich relevant.

  14. 35:20

    Also wir haben zum Beispiel, überwachen wir Kundenseiten mit eben diesem automatischen Lighthouse. Und wenn sich da jetzt was ändert, dann bekommen wir das halt mit. Das heißt, die Seite ist weniger performant. Aber wahrscheinlich hat der Kunde da irgendwelche Sachen gemacht und ist es jetzt unsere Aufgabe, dahinter herzulaufen, dass das wieder einigermaßen vernünftig ist. Und das sind dann Business-Erwägungen, die wir machen müssen. Ich verstehe schon, dass das nicht ideal ist. Ich bin aber eher der Meinung, für mich, ich bekomme das alles mit, was da passiert und kann für mich dann im Kopf filtern, ob das relevant ist oder nicht,

  15. 35:51

    als andersherum, dass wir das Monitoring zu konservativ einstellen und dann Dinge nicht mitbekommen, die ein Problem werden. Aber guckst du dir jede Nachricht an, die da reinkommt? Mit so ein bisschen Verstand? Ja, auf jeden Fall. Ich gucke ja im Kopf bei jeder Nachricht. Ich habe es ja aufgesetzt, ich kenne die Systeme dahinter und kann bei jeder Nachricht beurteilen, ob das jetzt tatsächlich ein Problem ist. Wo ich jetzt sofort aktiv werden muss oder ob das eben kein Problem ist. Ja, du hast natürlich jetzt einen großen Vorteil, du hast ein Arbeitshandy und das legst du halt weg, wenn du Freizeit hast und dann kriegst du halt nachts und so keine Nachrichten.

  16. 36:21

    Das stimmt. Ich habe mein Handy immer dabei und ich kriege diese Nachrichten im Urlaub, wenn ich Geburtstag feiere, ich kriege die Nachrichten, wenn ich auf dem Klo sitze, sage ich mal so jetzt in Anführungsstrichen. Ich kriege die halt immer. Und dann sehe ich halt eine Nachricht bei Slack, guck rein, Monitoring nervt. Ja, da kannst du ja bei Slack auch individuell einstellen, für was du wie benachrichtig bist und sowas. Aber ich verstehe schon, dass da ein Problem besteht. Ja, das führt ja darauf hinaus. Ich kann natürlich jetzt Monitoring muten oder ganz aus dem Kanal rausgehen, wenn ich weiß, du guckst dir das an.

  17. 36:47

    Aber ich will ja gerade die Sachen, die wichtig sind, mitkriegen. Und wir hatten jetzt kürzlichen Fall, da wäre es wichtig gewesen, wenn ich es mitgekriegt hätte. Und unser Monitoring hat es auch richtig geliefert. Ich bin dem aber nicht nachgegangen, weil ich dachte, ach komm, die Seite ist sowieso gleich wieder online. Und dann gucke ich da nicht rein. Und das ist ja genau das, wo ich darauf hinaus will. Das müssen wir irgendwie in den Griff kriegen, dass die Nachrichten, die ankommen, eigentlich auch relevant sind. Dann mache ich mir eine Task, dass wir da mal zusammen durchgehen und entscheiden,

  18. 37:10

    nicht nur technisch, ob wir die bekommen, sondern auch von unserem Geschäftsgebaren her, ob wir die überhaupt berücksichtigen wollen. Oder ob man da noch was konfigurieren kann. Ich kann mal die letzten Nachrichten hier durchgehen in unserem Monitoring-Kanal. Da haben wir jetzt zum Beispiel, die letzten fünf Nachrichten sind halt hier in, Disk-Full, erst 92%, dann 93%, dann wieder 92%. Jeweils eine Benachrichtigung. Ja, das ist so ein klassisches Beispiel von, das ist schon ein Problem, weil Disk fast full. Es gibt auch eine Task, dass das mal gemacht werden muss, aber im Moment haben wir keine Zeit, das zu machen.

  19. 37:41

    Ja. Und ich will aber trotzdem wissen, wenn die Disk voll voll ist, weil dann ist zu spät. Ja gut, aber dann muss man sich halt einen Wert einstellen, an dem eine Nachricht kommen soll. Und dann muss man es auch machen. Ja, das stimmt voll. Weil, also es bringt ja nichts, dass wir jetzt die 92% senden. Und ich schätze mal, das ist bei 90% losgegangen. Und da machen wir aber nichts, weil es halt dann doch noch nicht so richtig wichtig ist. Dann können wir uns die Nachricht eigentlich auch sparen. Also da haben wir zwar den Task, aber den wird ja ehrlicherweise keiner bearbeiten, bis das richtig kritisch ist.

  20. 38:08

    Tja, man sollte natürlich eigentlich sagen, wir haben ja extra die Sachen so gesetzt, deswegen müssen wir da die Prio für schaffen. Ja, aber du weißt, wie das so im Alltag ist. Ne, 100%, das ist doch gar kein Vorwurf. Ich will das nur mit dir diskutieren, weil das wäre jetzt eine 1 zu 1 Diskussion, die wir im Büro auch führen würden. Und ich finde es immer so schade, wenn wir im Büro Diskussionen führen und dann nicht im Podcast haben, weil ich das immer total ergiebig und spannend finde. Und deswegen habe ich gedacht, die Diskussion verlege ich jetzt hier im Podcast. Ja, die Diskussion finde ich gut.

  21. 38:33

    Dann geht das weiter hier mit diesen Scheduled Tasks. Horizon Snapshot was not executed on time. Die kommt halt immer wieder. Keine Ahnung, machen wir da was draus? Ist das relevant? Ja, auch das müsste man mal machen. Und dann noch eine dritte. Ich will dich jetzt nicht übermäßig hier quälen, aber die dritte Nachricht ist halt, das hattest du eben schon so ein bisschen angesprochen, da detektet dann, oh dear hier in dem Fall, dass auf einer Website der Ping-Check gefailt ist. Und das ist dann hier angekommen um 5.41 Uhr und um 5.42 Uhr kommt, ist okay again. Und da denke ich natürlich so, boah, dann lass doch da 5 Minuten, 10 Minuten ins Land gehen.

  22. 39:13

    Muss man natürlich sich das Projekt angucken. Aber in dem Moment, wenn eine Website 10 Minuten offline ist, ist das keine Katastrophe. Und gerade nachts sind das oft so Wartungsfenster, wo dann eine Seite kurzfristig down ist. Und da kriege ich hier zwei Nachrichten für. Und in dem Moment, wo ich da down sehe, lege ich das Handy weg, bestätige die Nachricht, alles in Ordnung und gehe davon aus, dass es wieder ab ist. Wenn es aber nicht wieder abgeht, so wie das letztens der Fall war, dann merke ich das gar nicht, weil ich einfach nur davon ausgehe, das wird schon wieder kommen. Und so bringt natürlich die Nachricht für mich nichts.

  23. 39:42

    Ja, ich will mich da jetzt auch gar nicht rausreden, aber das sind, glaube ich, so Sachen, die leicht passieren. Das sind Themen, die wir auf dem Schirm haben, weil wir es als unsere technische Verantwortung sehen, die Dinge im Auge zu haben. Aber gleichzeitig da dann aktiv raus eine Aufgabe zu machen und einzupriorisieren, während man eigentlich den ganzen Tag mit Aufgaben vom Kunden aktiv schon voll ist, ist dann auch irgendwie schwierig. Ja, also müsste man alles machen. Ich stimme dazu. Ich bin auch nicht so ein Fan davon. Das gleiche Problem eigentlich auch in Sentry, ne? Eigentlich willst du nur die Notifications bekommen von Fehlern,

  24. 40:16

    um die du dich wirklich jetzt direkt kümmern musst. Aber die Welt ist voller Unwägbarkeiten und da kommen dann irgendwelche kryptischen Fehler zusammen. Und das dann immer, die Ressourcen da reinzusetzen, das die ganze Zeit dauerhaft sauber zu halten, muss man auch erst mal haben. Ja, klar. Und da gibt es ja zum Teil auch Geschichten, dass der Kunde das dann nicht unbedingt bezahlt oder man da wieder ein Angebot für machen müsste und so. Und dann aber weiß, das ist eigentlich ein Fehler, der ist so unrelevant. Also das ist nicht wirtschaftlich zu begründen, den jetzt zu fixen. Bei Sentry finde ich das ganz cool.

  25. 40:45

    Da kann man die Fehler, glaube ich, auch muten. Und wenn die Fehler vom gleichen Typ sind, werden die auch nicht immer durchgeschickt. Das finde ich da schon eigentlich ganz pfiffig gemacht. Das finde ich ganz okay. Und ich kriege die Sentry-Sachen nicht. Von daher, das ist für mich auch okay. Ja, aber eigentlich müsste man da mehr hingehen und proaktiv solche Sachen auch immer machen. Nur es ist dann, wie gesagt, im realistischen Alltag nicht immer so ganz umzusetzen. Ja gut. Ich glaube, abschließend können wir das gar nicht diskutieren. Aber lass uns das Thema mal mit auf die Agenda nehmen und vielleicht nächste Woche im Büro besprechen.

  26. 41:15

    Und dann kommen wir da einen Schritt weiter. Ich finde das aber gut, dass du das angesprochen hast. Jetzt hast du mich auch unter Zugzwang gesetzt hier im Podcast. Perfekt. Ja, apropos Zugzwang. Vielleicht das so als letzten Abschluss noch. Wir haben ja in der Open-Source-Folge gesagt, dass wir an Open-Source-Projekte was spenden wollen. Und Kay war dann natürlich unnachlässig und ist dem weiter nachgegangen. Und mein Ansatz war jetzt mal, dass ich in die Belegschaft reingefragt habe, ob jemand Projekte hat, die er selbst unterstützenswert fände. Da ist jetzt noch nicht so richtig viel rausgekommen,

Outro 41:23–42:26

  1. 41:44

    aber Kay und ich haben schon das eine oder andere identifiziert, was wir gerne unterstützen würden. Und da halten wir euch natürlich auf dem Laufenden, sobald da was passiert ist. Genau, wir sagen oft, das müssen wir mal machen und dann verliert es sich in den Sander. Aber das habe ich tatsächlich nach wie vor auf dem Schirm. Genau, da bleiben wir dran. Jetzt habe ich noch die Hälfte meiner Themen hier auf dem Zettel, aber das müssen wir in der nächsten Folge verlegen. Und da freue ich mich schon sehr drauf. Für heute, Kay, wenn du nicht noch was ergänzen willst, würde ich sagen, lassen wir es dabei.

  2. 42:09

    Yes. Hinaus in das schöne Frühlingswetter. Wunderbar. Hat mir wie immer viel Spaß gemacht. Ich danke dir, Kay. Und wir hören uns. Tschüss.

03 — Weiterhören

Nebenan im Webcafé

Alle zwei Wochen montags eine neue Folge über Webentwicklung, Codequalität und die Art, wie wir zusammenarbeiten.

Alle 52 Folgen
04 — Feedback

Fragen an Felix und Kay?

Themenwunsch, Widerspruch oder eine Frage aus Deinem Projektalltag — schreib uns. Was uns erreicht, landet regelmäßig in einer der nächsten Folgen.

podcast [at] geenen-it-systeme.de