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Case Study

Editor für die Lokalsteuerungen an Schilderbrücken

01 — Auf einen Blick

An jeder Schilderbrücke über der Fahrbahn sitzt eine eigene Steuerung – und ihre Bedienung wurde zuvor für jede Anlage einzeln von Hand gebaut. Für Siemens haben wir einen Editor entwickelt, der sie stattdessen aus den Anlagendaten erzeugt: einheitlich, in einem Durchlauf und als moderne Weboberfläche.

Branche
Verkehrstechnik / Infrastruktur
Zeitraum
2019 – 2020
Rolle
Lead Development
Stack
Laravel, React, TypeScript
02 — Im Detail

An der Schilderbrücke

Schilderbrücken sind die Portale, die eine Fahrbahn überspannen und die Signale für die Fahrstreifen darunter tragen. Jede von ihnen hat ihre eigene Lokalsteuerung – eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS), englisch Programmable Logic Controller (PLC).

Im Betrieb setzt diese Steuerung die Schaltbefehle des Verkehrsrechners an den Signalen um und meldet zurück, was die Signale tatsächlich anzeigen. Zwei Dinge muss sie ohne den Verkehrsrechner können: unverträgliche Signalbilder gegeneinander verriegeln und bei einem Ausfall der Verbindung in einen festgelegten Zustand fallen. Beides ist an jeder Anlage anders, und beides steht in den Anlagendaten. Vor Ort lässt sich die Steuerung außerdem von Hand bedienen: Wer an der Anlage steht, kann den Signalquerschnitt – die Signale also, die an einem Portal über den Fahrstreifen hängen – in den Wartungsmodus setzen und Tests fahren.

Ihre Bedienoberfläche entstand bisher für jede Anlage neu: einzeln und aufwändig von Hand gebaut. Im Schweizer Nationalstraßennetz, in dem solche Anlagen zu Hunderten stehen, kostet das nicht nur Zeit: Was von Hand entsteht, gerät jedes Mal ein wenig anders, und jede spätere Änderung geht denselben Weg noch einmal.

Unsere Aufgabe

Gemeinsam mit Siemens haben wir dafür einen Editor entwickelt – Laravel im Backend, React mit TypeScript im Frontend. Die technische Führung lag bei uns, von der Konzeption bis zur Umsetzung.

Die Grundlage sind die Anlagendaten: Was an einer Schilderbrücke hängt, ist beschrieben, bevor jemand eine Steuerung dafür baut. Aus dieser Beschreibung erzeugt der Editor die Weboberfläche, über die die Anlage vor Ort bedient wird, samt der Schnittstellen zum Verkehrsrechner. Die fertige Oberfläche wird anschließend auf die Steuerung geladen – mit den Prüf- und Abnahmeschritten, die für Anlagen an einer Nationalstraße ohnehin gelten. Derselbe Weg funktioniert für andere Streckenabschnitte und andere Länder.

Ergebnis

Alle Bedienoberflächen stammen jetzt aus denselben Daten – in einem Netz mit Hunderten solcher Anlagen. Sie sind dadurch gleich aufgebaut und gleich zu bedienen: Wer eine Anlage bedient hat, findet sich an der nächsten sofort zurecht. Im Wartungsfall an einer Nationalstraße ist das der Unterschied zwischen Handgriff und Handbuch.

Weil alle Oberflächen aus derselben Quelle stammen, lassen sie sich außerdem leichter aktualisieren: Eine Änderung geht einmal über den Editor statt durch jeden Einzelfall. Die Ingenieurarbeit verschiebt sich damit vom Nachbau zur Anlage.

Getragen wurde das Projekt von der Zusammenarbeit mit den Ingenieuren bei Siemens. Ohne ihr Wissen darüber, wie eine Lokalsteuerung tatsächlich gebaut und später gewartet wird, wäre aus dem Editor nie ein Werkzeug geworden, das im Alltag standhält. Genau daran scheitern Generatoren sonst: Das Erzeugte übersteht den Kontakt mit denen nicht, die später damit arbeiten.

03 — Weitere Referenzen
04 — Kontakt

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Wiederkehrende Handarbeit in ein Werkzeug gießen, das sie überflüssig macht: Solche Projekte rechnen sich schneller als gedacht. Beschreib Felix kurz Deinen Fall — er antwortet selbst, meist noch am selben Tag.

Felix Dransfeld
felix [at] geenen-it-systeme.de

Felix DransfeldGeschäftsführer & IT-Consultant